- Eltern und Kind
Jugendliche mit Diabetes: Tipps für den Wechsel in die Erwachsenenmedizin
2 Minuten

Spätestens mit dem 18. Geburtstag (in Ausnahmen bis zum 21.) steht für Jugendliche mit Diabetes der Wechsel in die Erwachsenenmedizin (Transition) an. Damit der Arztwechsel gut gelingt, können sich Familien vorbereiten. Hier erklären wir, wie das funktioniert. Zudem gibt es eine neue Broschüre, die Diabetesteams in dieser Phase unterstützt.
1) Ab Beginn der Pubertät
Jugendliche sind zunehmend in der Lage, ihre Therapie eigenverantwortlich zu managen. Die Familie überlegt daher gemeinsam, welche Aufgaben der Jugendliche übernimmt und wo er sich Unterstützung von den Eltern wünscht. Um eine Überforderung zu vermeiden, erfolgt die Übergabe der Aufgaben schrittweise.
Jugendliche sprechen nun – zeitweilig – alleine mit dem Arzt. Manches bespricht sich ohne Eltern einfach besser. Zudem werden die Jugendlichen mehr in die Therapieplanung einbezogen, wenn die Eltern nicht die ganze Zeit dabei sind.
2) Etwa ein Jahr vor dem Wechsel
Der Arzt bespricht mit den Jugendlichen, welche Veränderungen auf sie zukommen und wie der Arztwechsel ablaufen soll. Insbesondere die Frage, zu welchem Arzt der Jugendliche wechseln will, steht im Mittelpunkt. Eine frühzeitige Planung ist wichtig, da die Wartezeiten auf einen Termin recht lang sein können.
Kinderarzt und Familie überlegen, wie sicher der Jugendliche im Umgang mit seinem Diabetes ist und was bis zum Arztwechsel noch erledigt werden soll (z. B. Jugendschulung, Umstellung der Therapie, Einleiten eines Fallmanagements).
Aufgaben, die im weitesten Sinn mit dem Diabetes zu tun haben, werden dem Jugendlichen übertragen (z. B. Einschätzen des Vorrats an Insulin und Hilfsmitteln, Telefonate mit der Arztpraxis, Einlösen von Rezepten).
Neue Broschüre unterstützt professionelle Diabetesteams bei der Transition
Auch für Behandler ist die Transition eine Herausforderung. Daher gibt es nun die neue kostenfreie Broschüre „Zukunft mit Diabetes bahnen – Transition professionell begleiten“, in der Diabetesteams Wege für eine gelungene Transition vorgestellt werden. Die Kooperation von Erwachsenenmedizinern sowie Kinder- und Jugendärzten soll dadurch erleichtert und die strukturierte Transitionsversorgung in Deutschland insgesamt weiter vorangebracht werden.
Verfasst wurde die Broschüre von ausgewiesenen Experten auf diesem Gebiet: Dr. Gundula Ernst (Medizinische Hochschule Hannover und Vorsitzende der Gesellschaft für Transitionsmedizin), Dr. Silvia Müther (Leiterin des Diabeteszentrums für Kinder und Jugendliche an den DRK Kliniken Berlin), Dr. Thomas M. Kapellen (ärztlicher Leiter des MVZ Leipzig und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Diabetologie der DDG) sowie Dr. Nicolin Datz und Prof. Dr. Karin Lange (beide Kinder- und Jugendkrankenhaus Auf der Bult in Hannover). Die Erstellung der Broschüre wurden vom Unternehmen Sanofi unterstützt.
Weitere Informationen zur Broschüre und ein Download-Link sind auf dem Diabetes-Fachportal diabetologie-online.de zu finden.
3) Kurz vor dem Wechsel
Der Kinderarzt händigt in der Regel eine Zusammenfassung des Krankheitsverlaufes aus. So gehen wichtige Informationen nicht verloren.
Eltern und Jugendliche klären, wie der erste Besuch beim Internisten ablaufen soll. Die Wünsche des Jugendlichen sind ausschlaggebend: Geht der Jugendliche alleine? Kommen die Eltern mit – bis ins Behandlungszimmer oder nur in den Wartebereich? Welche Fragen wird der Internist stellen? Eigene Fragen sollten notiert werden, um sie nicht zu vergessen.
4) Am Tag des Arztbesuches
Der Jugendliche kontrolliert, ob er die Versichertenkarte und den Arztbrief dabei hat – und dann: toi toi toi!
Fit für den Wechsel?
Auf der Seite between-kompas.com finden Eltern und Jugendliche Hilfe, wenn es um den Wechsel zum Erwachsenenarzt geht. Mit dabei: viele Erfahrungsberichte und das Quiz „Bist du fit für den Wechsel?“.
von Redaktion Diabetes-Eltern-Journal
Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2019; 11 (2) Seite 31
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uho1 postete ein Update vor 3 Tagen, 7 Stunden
@calvin240
Ich hätte eine Frage zum
Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute- calvin240 antwortete vor 3 Tagen, 7 Stunden
Habe ich angenommen, schreibe mir gerne eine Nachricht
Liebe Grüße
123novesia postete ein Update vor 5 Tagen, 4 Stunden
Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.
- lena-schmidt antwortete vor 4 Tagen, 6 Stunden
Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staatsexamen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena
jseiffert postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen
Hallo zusammen,
heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
Wir freuen uns auf Euch! 🙂Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im September – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 8. September! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]





