„Zirkusarbeit stärkt das Selbstbewusstsein der Kinder!“

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© Jari Hindström
„Zirkusarbeit stärkt das Selbstbewusstsein der Kinder!“

Kunstvoll an einem Trapez hängen, in die Rolle eines „Fakirs“ schlüpfen oder wie eine Ballerina auf dem Seil tanzen: Dies und noch mehr Zauberhaftes erwartet die Kinder und Jugendlichen des Zirkuscamps „Circus Courage“, das vom 8. bis 14. August 2021 bei Nürnberg stattfindet. Zirkuspädagoge René Zander erzählt, was es mit dem „Mutmach“-Zirkus so alles auf sich hat.

René Zander aus Feucht ist seit 2002 professioneller, hauptberuflicher Zauberkünstler und Zirkus-Trainer. Nach den Diabetes- und Zöliakie-Diagnosen seiner Tochter gründete er das Projekt „Circus Courage – Das Zirkus-Camp für Kinder und Jugendliche mit Diabetes und/oder Zöliakie“.

E-Mail-Kontakt: info@zauberkunst-zander.de

Deutscher Diabetiker Bund (DDB): Der DDB unterstützt 2021 erstmals das Zirkuscamp des „Circus Courage“, ein Camp speziell für Kinder und Jugendliche mit Diabetes und/oder Zöliakie. Wie kann Zirkus den Kindern Mut machen?
René Zander:
Pädagogisch wertvoll und gut gemachter Zirkus stärkt alle Kinder und Jugendlichen, egal ob krank oder nicht. Sie lernen dabei, plötzlich etwas zu können, was sie sich vielleicht selbst nicht zugetraut haben. Jemand, der sonst zum Beispiel Angst vor dem Feuer hat, hat plötzlich ein entzündetes Feuer‚auf der Hand’, oder ein anderes mit großer Höhenangst hängt auf einmal am Trapez und fühlt sich wohl damit.

Die Zirkusarbeit macht etwas mit den Teilnehmer:innen und stärkt ungemein das Selbstbewusstsein. Ich sehe es an meiner eigenen Tochter, die an Typ-1-Diabetes und Zöliakie erkrankt ist, die bereits solche Wochen mitgemacht und selbst unglaublich davon profitiert hat: Sie geht mit 8 Jahren sehr selbstbewusst und sicher mit ihren Krankheiten um.

Zusätzlich lernen die Kinder beim Camp andere Kinder mit der gleichen Krankheit kennen und spüren, dass sie nicht alleine sind. Abgerundet wird das Konzept durch camp-typische Aktionen wie gemeinsame Spiele, Lagerfeuer, Nachtwanderungen, etc.

DDB: Was steht auf dem Programm des Camps?
Zander:
Auf dem Plan steht natürlich das Zirkustraining mit typischen Disziplinen wie Trapez, „Fakir“, Seiltanz, Jonglage, Zaubern oder Rope Skipping (Seilspringen). Je nach Anzahl der Teilnehmer:innen gibt es bis zu 12 spannende Disziplinen und auch immer wieder Freizeit, um Freundschaften entwickeln und pflegen zu können. Und wir veranstalten, wie erwähnt, zusätzliche Spiele, Lagerfeuer, Nachtwanderungen.

DDB: Wer kümmert sich um die medizinische Versorgung bzw. die Ernährung der Kinder vor Ort?
Zander:
Die medizinische Versorgung vor Ort wird durch eine Krankenschwester und Diabetesberater:innen und voraussichtlich eine Ärztin gewährleistet. Für das Kochen haben sich über die Deutsche Zöliakie Gesellschaft Ehrenamtliche gefunden. Hier nochmals ein herzliches Danke an alle, die sich ehrenamtlich engagieren, denn ohne sie wäre der Preis für das Camp wahrlich astro­nomisch.

DDB: Wie können die Sicherheitsmaßnahmen hinsichtlich Corona eingehalten werden?
Zander:
Bereits im letzten Jahr hatten wir pandemietaugliche Konzepte, und damit war auch 4 Wochen Zirkus möglich. Es gibt bei uns eine Trainerin, die auch Virologin ist und ihr Fachwissen mit eingebracht hat. Das hat sehr geholfen, Zirkus machen zu können und trotzdem so sicher wie möglich zu sein. Da wir 2021 noch mehr über Corona wissen, werden wir das noch besser anpassen können. Disziplinen wie Akrobatik, die sehr große Körpernähe benötigen, fielen z.B. letztes Jahr weg.

Zirkuscamp des „Circus Courage“ – die Fakten


Wie viele Kinder können teilnehmen?
Maximal 50.

Wo übernachten die Kinder und ggf. die Eltern?
Die Eltern am besten daheim in Ruhe ohne Kinder. Die Kinder sind in Zelten untergebracht, die der Zirkus stellt, es braucht also niemand ein Zelt mitbringen.

Mit wie vielen Kindern ist zu rechnen, die beides haben – Diabetes und Zöliakie?
Statistisch gesehen müssten bei 50 Teilnehmern 5 dabei sein, wenn man davon ausgeht, dass circa 10 % der Diabetiker auch Zöliakie haben.

Gibt es eine Online-Alternative, falls das Camp coronabedingt ausfallen bzw. auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden muss?
2020 fand für zwei Wochen ein Online-Zirkus statt – mit weniger guten Erfahrungen. Daher würde das Camp dann leider ausfallen. Die gezahlten Beiträge werden den Eltern ggf. natürlich zurückerstattet.

Kontakt: info@circus-courage.de
Website: www.circus-courage.de


von Deutscher Diabetiker Bund e. V. (DDB)
Bundesgeschäftsstelle
Käthe-Niederkirchner-Straße 16, 10407 Berlin
Tel.: 0 30/4 20 82 49 80
E-Mail: info@diabetikerbund.de

Website: www.diabetikerbund.de

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  • kety22 postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?

    • Hallo!
      Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
      Allerdings habe ich kaum noch Unterzucker seit ich meine Insulinpumpe habe.
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  • katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 2 Wochen, 2 Tagen

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  • mr postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen

    Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.

    • Hallo mr,

      Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.

      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?