- Eltern und Kind
„Zirkusarbeit stärkt das Selbstbewusstsein der Kinder!“
3 Minuten
Kunstvoll an einem Trapez hängen, in die Rolle eines „Fakirs“ schlüpfen oder wie eine Ballerina auf dem Seil tanzen: Dies und noch mehr Zauberhaftes erwartet die Kinder und Jugendlichen des Zirkuscamps „Circus Courage“, das vom 8. bis 14. August 2021 bei Nürnberg stattfindet. Zirkuspädagoge René Zander erzählt, was es mit dem „Mutmach“-Zirkus so alles auf sich hat.
René Zander aus Feucht ist seit 2002 professioneller, hauptberuflicher Zauberkünstler und Zirkus-Trainer. Nach den Diabetes- und Zöliakie-Diagnosen seiner Tochter gründete er das Projekt „Circus Courage – Das Zirkus-Camp für Kinder und Jugendliche mit Diabetes und/oder Zöliakie“.
E-Mail-Kontakt: info@zauberkunst-zander.de |
Deutscher Diabetiker Bund (DDB): Der DDB unterstützt 2021 erstmals das Zirkuscamp des „Circus Courage“, ein Camp speziell für Kinder und Jugendliche mit Diabetes und/oder Zöliakie. Wie kann Zirkus den Kindern Mut machen?
René Zander: Pädagogisch wertvoll und gut gemachter Zirkus stärkt alle Kinder und Jugendlichen, egal ob krank oder nicht. Sie lernen dabei, plötzlich etwas zu können, was sie sich vielleicht selbst nicht zugetraut haben. Jemand, der sonst zum Beispiel Angst vor dem Feuer hat, hat plötzlich ein entzündetes Feuer‚auf der Hand’, oder ein anderes mit großer Höhenangst hängt auf einmal am Trapez und fühlt sich wohl damit.
Die Zirkusarbeit macht etwas mit den Teilnehmer:innen und stärkt ungemein das Selbstbewusstsein. Ich sehe es an meiner eigenen Tochter, die an Typ-1-Diabetes und Zöliakie erkrankt ist, die bereits solche Wochen mitgemacht und selbst unglaublich davon profitiert hat: Sie geht mit 8 Jahren sehr selbstbewusst und sicher mit ihren Krankheiten um.
Zusätzlich lernen die Kinder beim Camp andere Kinder mit der gleichen Krankheit kennen und spüren, dass sie nicht alleine sind. Abgerundet wird das Konzept durch camp-typische Aktionen wie gemeinsame Spiele, Lagerfeuer, Nachtwanderungen, etc.
DDB: Was steht auf dem Programm des Camps?
Zander: Auf dem Plan steht natürlich das Zirkustraining mit typischen Disziplinen wie Trapez, „Fakir“, Seiltanz, Jonglage, Zaubern oder Rope Skipping (Seilspringen). Je nach Anzahl der Teilnehmer:innen gibt es bis zu 12 spannende Disziplinen und auch immer wieder Freizeit, um Freundschaften entwickeln und pflegen zu können. Und wir veranstalten, wie erwähnt, zusätzliche Spiele, Lagerfeuer, Nachtwanderungen.
DDB: Wer kümmert sich um die medizinische Versorgung bzw. die Ernährung der Kinder vor Ort?
Zander: Die medizinische Versorgung vor Ort wird durch eine Krankenschwester und Diabetesberater:innen und voraussichtlich eine Ärztin gewährleistet. Für das Kochen haben sich über die Deutsche Zöliakie Gesellschaft Ehrenamtliche gefunden. Hier nochmals ein herzliches Danke an alle, die sich ehrenamtlich engagieren, denn ohne sie wäre der Preis für das Camp wahrlich astronomisch.
DDB: Wie können die Sicherheitsmaßnahmen hinsichtlich Corona eingehalten werden?
Zander: Bereits im letzten Jahr hatten wir pandemietaugliche Konzepte, und damit war auch 4 Wochen Zirkus möglich. Es gibt bei uns eine Trainerin, die auch Virologin ist und ihr Fachwissen mit eingebracht hat. Das hat sehr geholfen, Zirkus machen zu können und trotzdem so sicher wie möglich zu sein. Da wir 2021 noch mehr über Corona wissen, werden wir das noch besser anpassen können. Disziplinen wie Akrobatik, die sehr große Körpernähe benötigen, fielen z.B. letztes Jahr weg.
Zirkuscamp des „Circus Courage“ – die Fakten
Wie viele Kinder können teilnehmen?
Maximal 50.
Wo übernachten die Kinder und ggf. die Eltern?
Die Eltern am besten daheim in Ruhe ohne Kinder. Die Kinder sind in Zelten untergebracht, die der Zirkus stellt, es braucht also niemand ein Zelt mitbringen.
Mit wie vielen Kindern ist zu rechnen, die beides haben – Diabetes und Zöliakie?
Statistisch gesehen müssten bei 50 Teilnehmern 5 dabei sein, wenn man davon ausgeht, dass circa 10 % der Diabetiker auch Zöliakie haben.
Gibt es eine Online-Alternative, falls das Camp coronabedingt ausfallen bzw. auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden muss?
2020 fand für zwei Wochen ein Online-Zirkus statt – mit weniger guten Erfahrungen. Daher würde das Camp dann leider ausfallen. Die gezahlten Beiträge werden den Eltern ggf. natürlich zurückerstattet.
Kontakt: info@circus-courage.de
Website: www.circus-courage.de
von Deutscher Diabetiker Bund e. V. (DDB)
Bundesgeschäftsstelle
Käthe-Niederkirchner-Straße 16, 10407 Berlin
Tel.: 0 30/4 20 82 49 80
E-Mail: info@diabetikerbund.de
Website: www.diabetikerbund.de
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stephanie-haack postete ein Update vor 3 Tagen, 1 Stunde
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 3 Tagen, 3 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 3 Tagen, 1 Stunde
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
René Zander aus Feucht ist seit 2002 professioneller, hauptberuflicher Zauberkünstler und Zirkus-Trainer. Nach den
