- Ernährung
Buch „Das Anti-Diabetes-Programm“: Was kann es?
3 Minuten

Es ruht auf 11 Säulen, das Programm von Bettina Meiselbach, das sie in ihrem Buch „Das Anti-Diabetes-Programm“ vorstellt. Kompakt, informativ und mit vielen Rezepten lädt die Autorin und Bloggerin mit eigener Diabetes-Geschichte dazu ein, sich mit ihrem 12-Wochen-Programm auf den Weg zu machen, abzunehmen und gesündere Blutzuckerwerte zu erreichen. Was können Leser:innen von Meiselbachs Buch erwarten?
2013 bekam Bettina Meiselbach, damals 132 Kilogramm schwer, die Diagnose Typ-2-Diabetes. Nach eigener Aussage im Vorwort ihres Buches war sie damals
- Körperlich inaktiv und ideenlos, wie ich das hätte ändern können
- Stets fresslustig auf der Suche nach Kohlenhydraten/Zucker in Kombination mit Fett
- Total gestresst von einem Beruf, der mir jede positive Energie geraubt hatte
- Im Clinch mit meiner verfetteten Leber und einem kaum zu bändigenden Blutdruck
- In Unkenntnis, dass ich familiär vorbelastet bin, auch wenn meine Eltern nicht an Diabetes erkrankt sind.
In den folgenden anderthalb Jahren nahm sie 60 Kilogramm ab. Den Neustart und sich neu zu sortieren, schaffte sie auch durch den Aufenthalt in einer Reha-Klinik. Und sie erkannte für sich selbst: Ich muss weniger Kohlenhydrate essen. Ihr Plan ging auf: Sie nahm ab und hat ihren Typ-2-Diabetes zurückgedrängt. Aus ihrem eigenen Aufbruch entstanden ist letztlich der Blog Happy Carb – mit vielen Tipps und Rezepten – und inzwischen ist Bettina Meiselbach auch mehrfache und erfolgreiche Buchautorin.
Dem Buch „Das Anti-Diabetes-Programm“ eine Chance geben – ja oder nein?
„Kommen Sie mit mir und geben Sie dem Anti-Diabetes-Programm eine Chance. Zwölf Wochen, die Ihre Krankheitsgeschichte und Ihr Leben zum Positiven verändern können – das ist mein Versprechen an Sie und es ist die Verantwortung, die Sie gegenüber sich selbst und den Menschen haben, denen Sie am Herzen liegen.“ Kann Bettina Meiselbach in ihrem Buch dieses Versprechen halten?
Sie startet mit einer sehr ausführlichen Vermittlung ihrer Erkenntnisse und Grundsätze. Da geht es um die richtige Ernährung als maßgeblichen Erfolgsfaktor, um Bewegung, Entspannung und Schlaf und schließlich um das Anti-Diabetes-Programm mit seinen 11 Säulen, in denen sie ihre Grundsätze zur Ernährung, zu Essen und Trinken, zu Bewegung und Entspannung kurz und knapp formuliert hat. Das alles ist flott und unterhaltsam geschrieben, sie nimmt die Leser:innen mit in ihre Welt, lässt sie an ihrem Leben teilhaben, hat als selbst Betroffene Verständnis und weiß einfach, was die Leute bewegt. In Summe kann das sehr motivierend sein und Menschen, die sich auf den Weg machen möchten, den letzten Kick zum Start geben.
Danach kommt der große Rezeptteil mit der Unterteilung in
- Blutzuckerschonende Frühstücke
- Suppen und Eintöpfe für jeden Tag
- Schlemmerküche mit Fleisch und Fisch
- Veggie-Freuden für Genießer
- Kalte Küche für zu Hause und unterwegs
- Backen ohne Mehl und Zucker
Der Rezeptteil ist sehr ansprechend und übersichtlich gestaltet, die Rezepte selbst sind gut und anschaulich geschrieben, so dass man sich während des Kochens nicht über unklare Formulierungen ärgern muss. Sehr schön sind auch die Rezeptbilder, die richtig Appetit machen auf die Happy-Carb-Küche von Bettina Meiselbach.
©Südwest-Verlag
Aus diesen Rezepten soll man sich nun täglich drei Rezepte für drei Mahlzeiten aussuchen. Bettina Meiselbach schreibt dazu: „Das Anti-Diabetes-Programm ist so ausgerichtet, dass Sie pro Tag in Form von drei Mahlzeiten etwa 1400 bis 1600 Kalorien zu sich nehmen.“ Das ist ein toller Service, denn man kann nun nach Lust und Laune drei Rezepte aussuchen, ohne selbst noch einmal Kalorien berechnen zu müssen. Hilfreich dabei ist der aufklappbare Umschlag am Ende des Buches mit einem beispielhaften Ernährungsplan für eine Woche.
©Südwest-Verlag
Fazit: empfehlenswert
Etwas schade ist, dass es nicht einen Blanko-Wochen-Ernährungsplan zum Herausnehmen und/oder Kopieren gibt, mit dem man sich seinen eigenen Plan für die Woche zusammenstellen kann. Auch wäre eine etwas deutlichere Beschreibung des Programms an sich hilfreich. Trotzdem ist das Buch alles in allem empfehlenswert, weil es alle Informationen bietet, um seine Ernährungsweise zu verändern und in diesem Bereich einen Neustart zu versuchen. Dabei helfen sicherlich auch die „Säulen des Anti-Diabetes-Programms“ und Bettina Meiselbachs motivierende Art, ihre Botschaften an den Leser und die Leserin zu bringen.
von Nicole Finkenauer
Kirchheim-Verlag, Wilhelm-Theodor-Römheld-Straße 14, 55130 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de
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kety22 postete ein Update vor 1 Woche
Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?
katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 2 Wochen
Diabetes-Anker-Podcast | Extra: Gürtelrose bei Diabetes – Risiken, Symptome und Vorbeugung im Überblick
In dieser Podcast-Sonderfolge geht es um Gürtelrose bei Diabetes. Dr. Katrin Kraatz spricht mit Diabetologe Dr. Dietrich Tews über Risiken, Symptome u …mr postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen
Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
- katrin-kraatz antwortete vor 1 Woche, 6 Tagen
Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?




Hallo!
Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
Allerdings habe ich kaum noch Unterzucker seit ich meine Insulinpumpe habe.
Vielleicht hilft das etwas – viel Glück