- Ernährung
Die Ernährung umstellen – ganz einfach? Ein Erfahrungsbericht …
4 Minuten
Vor etwa zehn Monaten haben meine Kollegin Steffie Wolf und ihr Mann Florian beschlossen, ab jetzt nach dem Prinzip „Low Carb – High Fat“ (LCHF) zu leben. Das bedeutet konkret: Sie haben den Anteil der Kohlenhydrate in ihrer Ernährung verringert und dafür den Anteil an Fett und Eiweiß erhöht.
Steffies Ziel als Typ-1-Diabetikerin: den Blutzucker besser in den Griff bekommen. Das gemeinsame Ziel von Steffie und Florian: die Kilos purzeln lassen. Ob das geklappt hat und welche Erfahrungen sie mit der neuen Ernährungsweise gemacht haben, hat Steffie mir – einer Kollegin aus der Redaktion – im Interview erzählt.
„Low Carb“ ist ja momentan im Trend und viele Menschen versuchen, mit nur wenig Kohlenhydraten auszukommen. Warum habt Ihr Euch entschlossen, Eure Ernährung umzustellen?
Steffie Wolf: Ich habe über einen Typ-1-Diabetiker gelesen, der das gemacht und dadurch seine Werte besser in den Griff bekommen hat. Das hat mich interessiert, weil ich doch immer noch recht viel mit Blutzuckerschwankungen zu tun hatte und auch das Thema Abnehmen mich beschäftigt hat. In meiner Ernährung einfach das Fett zu reduzieren, hat bei mir nichts gebracht. Bei Unterzuckerungen musste ich außerdem immer wieder Kohlenhydrate zu mir nehmen, die ich dann akut zwar benötige, die aber nicht wirklich mit Genuss verbunden sind. Die Unterzuckerungen wollte ich reduzieren.
Den Artikel habe ich mal meinem Mann gegeben und ihm gesagt: Das würde ich gerne ausprobieren. Er ist sofort darauf angesprungen. Schließlich hatten wir gemeinsam in den letzten Jahren zugenommen. Er hat es speziell beim Joggen gemerkt, dass da doch das eine oder andere Kilo weg könnte. Ja, und dann haben wir unsere Ernährung vom einen auf den anderen Tag umgestellt.
Das fing wirklich am selben Abend an, dass wir überlegt haben: Was können wir aus dem machen, was wir jetzt im Hause haben? In welchen Lebensmitteln Kohlenhydrate enthalten sind, weiß ich ja sehr genau; das Thema beschäftigt mich schließlich schon seit meiner Diabetes-Diagnose vor über 30 Jahren.
Es gab also nicht das Problem, dass Du grundlegend hättest überlegen müssen, wo überhaupt Kohlenhydrate drin sind…
Steffie Wolf: Genau. Vielmehr ging es darum, zu entscheiden: Welche Kohlenhydratmenge ist richtig? Es gibt verschiedene Abstufungen, und wir haben uns dann entschieden, in dem Bereich zwischen 60 und 100 Gramm Kohlenhydraten pro Tag zu bleiben. Ich habe gelesen, dass der „Durchschnittsdeutsche“ über 300 Gramm Kohlenhydrate zu sich nimmt; und ich lag vor der Umstellung locker auch bei 250 bis 280 Gramm Kohlenhydraten am Tag.
Also warst Du „durchschnittsdeutsch“…
Steffie Wolf: Ich kam schon in die Tendenz rein. Und wenn eine Unterzuckerung dabei war, kam natürlich ganz schnell ganz viel dazu. Also, von daher war Low Carb ein neuer Ansatz für mich.
Auf einige Lebensmittel verzichten – fällt das schwer?
Fällt es schwer, auf Sachen zu verzichten, oder wie gestaltet sich das so im Alltag?
Steffie Wolf: Mir fiel es eigentlich gar nicht schwer. Wir haben viele gute Alternativen gefunden, wir haben uns auch nicht auf Low Carb/Low Fat, sondern auf Low Carb/High Fat konzentriert. Durch genug Eiweiß und Fett sind wir satt. Die Portionen, die wir essen, sind eher kleiner als früher, aber es ist auch nicht dieses Hungergefühl da; wir sind gut gesättigt. Das war für uns wichtig, damit wir auch durchhalten können.
Anders ist es auf die Dauer ja auch schwierig … und man gibt schnell wieder auf…
Steffie Wolf: Wir sind jetzt gut zehn Monate dabei. Ich habe in dieser Zeit 13,5 Kilo abgenommen, bei Florian sind es 17,5. Es ist aber eine sehr sanfte Gewichtsabnahme. Es sind keine Riesenerfolge, es sind wirklich kleine Schritte, aber sie laufen kontinuierlich, und so klappt es für uns am besten, so läuft es gut.
Aber das ist dann vielleicht auch ein bisschen eine Typsache. Du hast ja gesagt, der Versuch, abzunehmen, indem Du weniger Fett gegessen hast, hat bei Dir nichts gebracht. Aber für andere wäre es ja vielleicht genau das Richtige …
Steffie Wolf: Ja, natürlich.
Ein bisschen Ernährungswissen braucht es schon …
Wie viel theoretisches Wissen ist nötig, um die Ernährungsumstellung gut zu schaffen?
Steffie Wolf: Kenntnisse über Lebensmittel sind schon wichtig. Man sollte wissen, in welchen Lebensmitteln schnellwirksame Kohlenhydrate enthalten sind und in welchen Kohlenhydrate sind, die den Blutzucker nur langsam erhöhen. Bei fertigen Sachen sollte man einschätzen können: Hinter welchen Bezeichnungen verbirgt sich Zucker? Auf der Liste kann ja Glukosesirup stehen, Zucker, Fruktose … Das sind die kleinen Fallstricke, aber das ist ja etwas, was ich aus der Vergangenheit schon gut kenne, und von daher war das für mich nichts Neues. Wenn jemand neu einsteigt und sich überhaupt noch nicht auskennt damit, kann es schwieriger werden, da braucht es ein bisschen mehr Vorbereitungszeit.
Wie bist Du auf neue Ideen gekommen? Hast Du Dir trotz der Vorkenntnisse auch ein Kochbuch gekauft?
Steffie Wolf: Nein, ich habe mich auf verschiedenen Blogs umgetan, habe mal geschaut, was da an Alternativen genannt wurde, habe auch einiges ausprobiert und bei manchem gemerkt: Meins ist es nicht; damit kann ich nichts anfangen. Andere Sachen haben dafür gut funktioniert. Ich habe schon so viele Kochbücher und stelle die Rezepte daraus dann nach meinen Bedürfnissen um.
Interview: Nicole Finkenauer
Nicole Finkenauer-Ganz | Redaktion Diabetes-Journal
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de
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marina26 postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Für alle Höhen und Tiefen vor 13 Stunden, 31 Minuten
Huhu, ich bin Marina und 23 Jahre alt, studiere in Marburg, habe schon etwas länger Typ 1 Diabetes und würde mich total über persönlichen Austausch mit anderen jungen Menschen/Studis… freuen, vielleicht auch mal ein Treffen organisieren oder so 🙂 Schreibt mir gerne, wenn ihr auch Lust habt!
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wolfgang65 postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 1 Tag, 9 Stunden
Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!
Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.
Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.
LG Wolfgang
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laila postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 2 Tagen, 4 Stunden
Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!
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suzana antwortete vor 2 Tagen, 2 Stunden
Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter! -
laila antwortete vor 1 Tag, 23 Stunden
@suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊
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wolfgang65 antwortete vor 1 Tag, 9 Stunden
Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.
Gruss Wolfgang
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michatype3 antwortete vor 1 Tag, 9 Stunden
Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.
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