- Ernährung
Einfach schlank dank Drink?
2 Minuten
Wie gelingt das Abnehmen bei Typ-2-Diabetes? Diät-Drinks können beim Einstieg helfen – sinnvoll ist jedoch, sich zusätzlich professionelle Unterstützung zu holen, empfiehlt Ingeborg Fischer-Ghavami in der Blickwinkel-Kolumne.
Seit Jahren werden sie immer beliebter und versprechen eine leichte Gewichtsabnahme: Diätdrinks. Fachleute nennen sie Formuladiät. Verlockend erscheint vielen sicher, dass die Werbung für diese Produkte verspricht, einfach anstelle der gewohnten Ernährungsweise drei Trink-Mahlzeiten am Tag zu sich zu nehmen und damit schnellen Erfolg zu erzielen.
Doch was können die Diät-Drinks wirklich? Und sind sie für Menschen mit Diabetes geeignet? Fakt ist: Wenn eine Insulinresistenz vorliegt, erschweren hohe Insulinspiegel im Blut das Abnehmen. Insulin blockt die für das Abnehmen erforderliche „Fettverbrennung“.
Um effektiv Fettgewebe abzubauen, braucht es niedrige Insulinspiegel. Und die lassen sich durch eine Ernährungsweise mit wenigen Kohlenhydraten erreichen. Das funktioniert mit einer Low-Carb-Ernährung, für die es seit Oktober des vergangenen Jahres endlich auch einen Konsens der Fachgesellschaften gibt – und mit Diät-Drinks!
Zu Beginn funktioniert das Abnehmen gut, doch was kommt danach?
Deshalb werden Formuladiäten auch in der Leitlinie zur „Prävention und Therapie der Adipositas“ genannt, die Experten erarbeitet haben und die eine Richtschnur für die Therapieempfehlung der Ärzte darstellt. Dort heißt es: „In Abhängigkeit von der Situation des Patienten kann der zeitlich begrenzte Einsatz von Formulaprodukten mit einer Energiezufuhr von 800 bis 1.200 kcal/Tag erwogen werden.“
Dass Formuladiäten wirksam sind, belegen Studien. An anderer Stelle der Leitlinie steht auch: „(…) Damit sind Formuladiäten die wirksamste diätetische Methode zur initialen Gewichtsreduktion.“ Das bedeutet: Zu Beginn funktioniert das Abnehmen mit Hilfe dieser Produkte gut, und der Motivationsschub kann bei sehr hohem Körpergewicht wirklich hilfreich sein. Doch die entscheidende Frage aus meinem Blickwinkel ist doch: Was kommt danach?
An dieser Stelle ist es sinnvoll, nach den Ursachen für das Übergewicht zu suchen. Diese liegen zu einem Teil in unseren Lebensbedingungen begründet: Hochkalorische Lebensmittel gibt es reichlich, Bewegung nicht automatisch. Dazu kommen individuelle, z. B. genetische Faktoren. Deshalb ist es wichtig, auch hier anzusetzen und die eigenen Lebensbedingungen anzuschauen.
Mit Unterstützung: neue (Ess-)Gewohnheiten und mehr Wissen über Lebensmittel
Was trägt dazu bei, dass das Körpergewicht ist, wie es ist? Viel Macht, wenn es ums Essen und Trinken geht, haben vor allem unsere Gewohnheiten. Wenn es gelingt, ungünstige Ess- und Trinkgewohnheiten zu identifizieren und an deren Stelle neue Gewohnheiten zu entwickeln, ist viel gewonnen auf dem Weg zu einem dauerhaft schlankeren Leben. Zudem braucht man viel Wissen über Lebensmittel und die Zusammenhänge, die oft ganz unbemerkt Einfluss auf das Körpergewicht ausüben.
„Zudem sollte die Einbindung eines Arztes gewährleistet sein“, empfiehlt die Leitlinie eindrücklich. Und das gilt in Verbindung mit Diabetes in jedem Fall, ganz besonders, wenn blutzuckersenkende Medikamente im Spiel sind. Denn sobald weniger Kohlenhydrate verzehrt werden, sinkt der Blutzucker, und eine Anpassung der Medikamente kann rasch erforderlich werden.
Aus meiner Sicht sollte daher eine Gewichtsabnahme bei Diabetes immer in Begleitung eines professionellen Ernährungsteams erfolgen, ganz gleich ob man für die „Initialzündung“ einen Diät-Drink verwendet oder ob man gleich mit der neuen Ernährungsweise beginnt.
von Ingeborg Fischer-Ghavami
Redaktion Diabetes-Jjournal, Kirchheim-Verlag,
Wilhelm-Theodor-Römheld-Straße 14, 55130 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2019; 68 (2) Seite 38
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hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 5 Tagen, 20 Stunden
Hallo,
das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann? -
uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen
Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?
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diahexe postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen
Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?
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gregor-hess antwortete vor 2 Wochen
Liebe diahexe,
Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
Viele Grüße
Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion -
diahexe antwortete vor 2 Wochen
@gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.
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crismo antwortete vor 6 Tagen, 11 Stunden
@gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…
Kann es nur empfehlen!!!
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Hallo hexle,
ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”
Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.
Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.
Beste Grüße
PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.
Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.
@ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.
@schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….