Einkaufen nach Nutri-Score

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Einkaufen nach Nutri-Score

Seit November finden Sie auf einigen Lebensmitteln das von Verbrauchern propagierte Nährwert-Farbsystem. Der Blick auf Zutaten und Nährwerte lohnt sich bei Diabetes aber weiterhin.

Hersteller können den farbigen Kasten, der einem Ampelsystem ähnelt, ab sofort auf der Vorderseite ihrer Produkte abdrucken. Ist ein Lebensmittel z. B. besonders gehaltvoll hinsichtlich günstiger oder gesunder Nährwert­eigenschaften, wird es mit dem grün unterlegten A gekennzeichnet.

Dieses Punktesystem teilt sich in 5 Stufen: von A (gesund) über ein gelbes C (mittlere Nährwertqualität) bis hin zum roten E. Der rot unterlegte Buchstabe steht als eindeutiges Erkennungszeichen für Lebensmittel mit ungünstigen Nährwerten: z. B. für einen hohen Zucker- oder Salzgehalt sowie für eine ungesunde Fettzusammensetzung. Bei Lebensmitteln der Kategorie E gilt die Empfehlung, sie sparsam zu essen.

Sicher ist es sinnvoll, ­Lebensmittel entsprechend ihrem gesundheitlichen Nutzen zu bewerten. Dennoch ist es nach wie vor ratsam, einen Blick auf Nährwertanalyse und Zutatenliste zu werfen.

Kein Freifahrtschein bei Diabetes

Der Nutri-Score ersetzt diese Angaben nicht, sondern bietet lediglich eine zusätzliche Hilfe bei der Auswahl. Denn im Schnitt dauert die Kaufentscheidung für ein Produkt aus einer bestimmten Warengruppe knapp eine Sekunde. Leider ist das neue Farbsystem nicht verpflichtend, sodass jedes Unternehmen dies freiwillig auf seinem Produkt angeben kann. So werden wohl auch künftig einige Lebensmittel der roten Kategorie E kaum damit deklariert sein.

Was der Nutri-Score nicht abbilden kann, sind z. B. Mengen an Fett, Salz oder Zucker, die bei der Weiterverarbeitung zu Hause noch dazukommen. Wer genau wissen möchte, wie viel Energie, Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate, Zucker und Salz im Lebensmittel enthalten sind, sollte sich auch künftig auf die Angaben der leider meist sehr kleingedruckten Zutatenliste und Nährwertanalyse auf der Verpackungsrückseite verlassen.


von Kirsten Metternich von Wolff
Diätassistentin DKL und DGE,
Hildeboldstraße 5, 50226 Frechen-Königsdorf,
E-Mail: info@metternich24.de
Website: www.metternich24.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2020; 69 (12) Seite 7

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Tag, 12 Stunden

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 2 Tagen, 5 Stunden

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 2 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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