- Ernährung
Ernährungstrend „Fiber Maxxing“: Je mehr Ballaststoffe, desto besser?
3 Minuten

Das Karussell im Hinblick auf gesundes Essen und Trinken dreht sich immer schneller. Erst waren Kohlenhydrate, dann war Eiweiß im Fokus, jetzt sind unter dem Stichwort „Fiber Maxxing“ die Ballaststoffe an der Reihe. Was ist dran am Ernährungstrend, täglich so viele Pflanzen-Fasern wie möglich zu essen?
Insbesondere in den sozialen Medien wie Instagram, TikTok oder YouTube sind Ballaststoffe aktuell das Ernährungsthema Nummer eins. Häufig wird aber nicht kritisch hinterfragt, ob und wie der Trend Sinn ergeben kann. Für einen neuen Anstrich der ballaststoffreichen Ernährung wird für den Trend der englische Begriff „Fiber Maxxing“ verwendet statt der deutschen Bedeutung „Ballaststoffe maximieren“.
Zunächst einmal sind Ballaststoffe gesund – und das nicht nur für Menschen mit Diabetes, sondern für jeden. Wird Stoffwechselgesunden eine tägliche Ballaststoff-Menge von 30 Gramm empfohlen, dürfen es im Zuge einer gesunden Diabetes-Ernährung sogar noch 10 Gramm mehr sein, also 40 Gramm Ballaststoffe täglich. Allein diese leicht erhöhte Ballaststoff-Empfehlung bei Diabetes lässt sich praktisch schon als „Fiber Maxxing“ bezeichnen.
Gut für Darm, Herz und Gewicht
Die Empfehlung, regelmäßig ausreichend Ballaststoffe zu essen, ist vielen Menschen mit Diabetes bekannt. Ballaststoffe erfüllen vielfältige Aufgaben im Körper. Das faserreiche Essen hilft dabei, Blutzuckerverläufe im Gleichgewicht zu halten. Dank der Pflanzen-Fasern ist es einfacher, angenehm satt zu werden, was wiederum das Abnehmen erleichtern kann.
Auch der Darm profitiert in vielerlei Hinsicht von Ballaststoffen: Sie quellen im Darm und kurbeln so die Verdauung auf natürliche Art an. Des Weiteren fördern sie die Vielfalt gesunder Darmbakterien (Darm-Mikrobiom). Zudem können Ballaststoffe helfen, die Blutfettwerte und die Herz-Gesundheit zu verbessern. Auch das Risiko für verschiedene Krebs-Erkrankungen, allen voran Darmkrebs, lässt sich positiv beeinflussen.
Fakt ist, dass die meisten Menschen durch ihre herkömmliche Lebensmittel-Auswahl eine tägliche Ballaststoff-Menge von 18 bis 25 Gramm essen. Um auf 50 Gramm und mehr zu kommen, werden beim „Fiber Maxxing“ beispielsweise Fitness-Getränke oder Milch-Produkte mit Ballaststoff-Zusatz und andere hoch verarbeitete Lebensmittel mit extra Pflanzen-Fasern sowie spezielle, isolierte Ballaststoff-Pulver empfohlen.
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jseiffert postete ein Update vor 6 Tagen, 9 Stunden
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lena-schmidt postete ein Update vor 1 Monat
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thomas55 postete ein Update vor 2 Monaten
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomas






