Gesunde und klimaverträgliche Ernährungsweise fördern

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Gesunde und klimaverträgliche Ernährungsweise fördern

Ein in dieser Woche vorgelegter Bericht unterstreicht, dass sich die gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen ändern müssen, damit sich möglichst viele Menschen ausgewogen und gesund ernähren können – auch das Klima würde davon profitieren. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) erneuert daher ihre Forderungen nach politischen Maßnahmen.

Sich gesund und ausgewogen zu ernähren – laut Umfragen wollen das fast alle Menschen in Deutschland. Jedoch gelingt dies vielen offensichtlich nicht: Noch immer nimmt die Zahl der stark Übergewichtigen und an Diabetes Typ 2 Erkrankten stetig zu. Hinzu kommt, dass die durch Fehlernährung verursachten Gesundheitskosten inzwischen auf 17 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt werden.

Dass die Trendwende ausblaeibt, ist auch auf ungünstige gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen zurückzuführen, wie eine Erhebung des Policy Evaluation Networks (PEN) nun nahelegt. Der in dieser Woche von der LMU München vorgestellte Bericht sieht viel Raum für Verbesserung und unterbreitet Vorschläge, wie eine gesunde Ernährungsweise erleichtert und gefördert werden kann. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V. (DGEM) schließt sich den im Bericht genannten Maßnahmen ausdrücklich an und erneuert damit Forderungen, die sie in der Vergangenheit bereits gestellt hat.

Quengelmeile im Supermarkt und omnipräsente Werbung für Süßes

Die mit Süßigkeiten gepflasterte „Quengelmeile“ vor der Supermarktkasse, omnipräsente Werbung für Schokoriegel oder Softdrinks und die noch immer unübersichtlichen und für Laien schwer verständlichen Nährstoffangaben auf Lebensmittelverpackungen – selbst wer sich gesund ernähren möchte, scheitert oft an einer Ernährungsumgebung, die mit Verlockungen einerseits und Hürden andererseits gespickt ist. Wie die Politik hier regulierend eingreifen kann und wie effektiv bereits ergriffene Maßnahmen sind, untersucht das PEN in verschiedenen europäischen Ländern. Der Bericht für Deutschland liegt nun vor und konstatiert einen dringenden Reformbedarf.

Besonders schlecht schneiden dabei die Bereiche Lebensmittelpreisgestaltung, Lebensmittelangebot in Einzelhandel und Gastronomie sowie Lebensmittelmarketing ab. „Untersuchungen wie diese sind sehr wichtig und die Ergebnisse überraschen uns leider nicht“, sagt Professor Dr. oec. troph. Dr. med. Anja Bosy-Westphal, Leiterin der Abteilung Humanernährung an der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität Kiel und Präsidentin der DGEM. Schon in der Vergangenheit habe die DGEM darauf hingewiesen, dass Hürden auf dem Weg zu einer gesunden – und zugleich nachhaltigen – Ernährung abgebaut werden müssten.

Ernährungsumfelder machen es schwer, sich ausgewogen zu ernähren

„Besonders vorteilhaft für Klima und Gesundheit ist es, rotes und verarbeitetes Fleisch durch gesunde pflanzliche Lebensmittel zu ersetzen“, sagt Professor Dr. med. Diana Rubin, Leiterin des Zentrums für Ernährungsmedizin Vivantes Region Nord in Berlin und Schatzmeisterin der DGEM. „Das Problem ist, dass unsere Ernährungsumfelder es uns schwer machen, uns ausgewogen zu ernähren. Denn sie sind geprägt von einer allgegenwärtigen Verfügbarkeit von wenig gesunden Lebensmitteln, die geschickt beworben und attraktiv präsentiert werden“, ergänzt die Expertin.

Neben der Zugänglichkeit entscheide allzu oft auch das Haushaltsbudget mit darüber, ob gesunde Nahrungsmittel oder billige „Stoffwechselkiller“ auf den Tisch kommen. „Wenn die Menschen zwischen einem teuren Gemüsegericht und einem billigen Burger abwägen müssen, wird die Wahl in vielen Fällen auf die ungesündere Variante fallen“, so Rubin. Weil es teurer und aufwändiger sei, Mahlzeiten frisch zuzubereiten und Produkte nicht mit billigem Zucker oder Fett zu strecken, könne die Preisgestaltung nicht den freien Kräften des Marktes überlassen werden.

Impulse für positives Ernährungsverhalten müssen aus der Politik kommen

Impulse, die das Ernährungsverhalten positiv beeinflussen könnten, müssen nach Ansicht des PEN von allen politischen Ebenen ausgehen. So müsse etwa auf europäischer Ebene eine Mehrwertsteuerreform durchgesetzt werden, die es ermögliche, gesunde Lebensmittel völlig von der Mehrwertsteuer zu befreien. Andere Reformoptionen betreffen eher den Bund – wie etwa eine nach Zuckergehalt gestaffelte Herstellerabgabe auf Softdrinks oder eine verbindliche Regelung zum Kinder-Lebensmittelmarketing.

Länder und Kommunen wiederum stünden in der Pflicht, die Verpflegung in öffentlichen Einrichtungen wie Behörden, Kliniken, Hochschulen oder Seniorenheimen an verbindlichen Qualitätsstandards für eine gesunde Ernährung auszurichten.

An erster Stelle des Maßnahmenkatalogs stehe jedoch eine qualitativ hochwertige und gebührenfreie Verpflegung in Schulen und Kitas. „Ernährungsgewohnheiten werden bereits in der Kindheit geprägt“, betont Rubin. Nur was man früh kennen und schätzen lerne, finde auch Eingang in den späteren Speiseplan. Schul- und Kita-Kinder unabhängig vom Familienbudget mit einer ausgewogenen Ernährung bekannt zu machen, sei daher die beste Investition in eine gesunde Zukunft.


Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) | Redaktion

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  • Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Tag, 6 Stunden

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 1 Tag

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
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