- Ernährung
Kohl- und Salat-Saison: Herbst-Gemüse
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Der Sommer verabschiedet sich und beschert in den Herbst-Monaten eine Fülle an heimischen Kohl- und Salat-Sorten. Hier täglich zuzugreifen lohnt sich, denn bei Geschmack, Qualität und Frische kann kein exportiertes Gemüse mithalten. So lässt sich der Körper mit den Schätzen aus heimischer Natur belohnen.
Herbstzeit ist Kohl-Zeit. Wärmende Eintöpfe und Suppen, deftige Gemüsegerichte und Aufläufe halten Einzug in Töpfe, Pfannen und Auflaufformen. So lecker und gesund Kohl und Co auch sind: Blähungen oder ein aufgeblähter Bauch sind häufige Begleiter. Viel zu schade wäre es, deshalb auf die gesunden Sorten zu verzichten. Kümmel, Anis und Fenchel helfen dabei, unangenehme Blähungen nach dem Essen von Kohl zu lindern.
Auch bei Diabetes-Medikamenten, die als Nebenwirkungen Blähungen und Gasentwicklung nach sich ziehen, hilft dieses Trio, zum Beispiel in Form von täglich zwei bis drei Tassen Kümmel-Anis-Fenchel-Tee oder alternativ einfach Fenchel-Tee. Und schon helfen die Kräuter dabei, Magen und Darm zu besänftigen. Hilfreich ist auch Ingwer, beispielsweise als Tee, gerieben oder im Gemüse mitgekocht. Es gibt in Apotheken und im Internet zudem Kümmel-Tropfen, die bei Blähungen helfen können.
Preisgünstig und einfach funktioniert es, wenn man Kümmelkörner im Essen mitkocht. In deftigen Gerichten wie Kohl oder Sauerkraut unterstreichen Kümmelkörner den Eigengeschmack der Gemüse. Wer kein Fan der ganzen Kümmelkörner ist, gibt diese in einem Tee-Ei oder einem Tee-Filter mit in den Topf. So gehen die ätherischen Öle aus den Körnern beim Kochen ins Gemüse über. Anschließend werden Ei oder Filter herausgenommen. So lassen sich deftige Kohlgerichte künftig entspannter genießen.
Die 5 besten Gründe für Herbstgemüse bei Diabetes
- Kohl, Salat, Sellerie, Rote Bete und Co erhöhen nicht den Blutzucker.
- Ballaststoffe aus den Gemüsen und Salaten können zu einem gemäßigteren Blutzuckerverlauf beitragen.
- Große Gemüse- und Salat-Portionen machen satt, fördern die gesunden Darmbakterien (Darm-Mikrobiom) und helfen bei der Verdauung.
- Alle sind reich bestückt an Vitaminen, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen.
- Zu günstigen Preisen sind die Herbstgemüse in jedem Lebensmittelgeschäft erhältlich.
Zarte Kohl-Sorten für Magen-Empfindliche
Wer einen empfindlichen Magen hat, muss nicht komplett auf Kohlgemüse verzichten. Denn es gibt Sorten, die besonders zart und damit sehr gut verträglich sind. Sie bereiten meistens keine Magen-Beschwerden und verursachen deutlich weniger Blähungen und abgehende Winde. Wer auch hier auf Nummer sicher gehen möchte, trinkt einfach wieder Kümmel-Anis-Fenchel-, Ingwer- oder Fenchel-Tee. Zu den besonders gut verträglichen, heimischen Saison-Kohlsorten gehören Blumenkohl, Broccoli, Chinakohl und Kohlrabi.
Übrigens: Wer Rohkost eher schlecht verträgt, kann beispielsweise Blumenkohl- und Broccoli-Röschen bissfest garen und abgekühlt zu Salat verarbeiten. Alle Kohlsorten sind besonders gut bestückt mit Ballaststoffen. Und die tun dem Körper gleich mehrfach gut. Die Pflanzenfasern helfen dabei, angenehm und länger satt zu bleiben. Auch der Blutzuckerverlauf profitiert davon, ebenso die Darmgesundheit. Denn Ballaststoffe tragen dazu bei, die gesunde Vielfalt an Darmbakterien zu fördern. Und sie können die Verdauung natürlich ankurbeln.
Salat geht immer – auch im Herbst
Ein frischer Blattsalat kann zum Beispiel eine leckere Vorspeise sein oder Bestandteil einer großen Salatmahlzeit. Ratsam ist, so oft es geht Salate zu essen. Denn auch sie bringen Abwechslung und lassen sich immer wieder neu kombinieren. Die Stars in der Herbstküche sind Endivie, Feldsalat, Lollo Rosso, Radicchio und Rucola. Endiviensalat schmeckt besonders lecker mit einem Dressing aus Zwiebeln, Senf, Kräutern sowie Essig und Öl.
Um daraus eine Mahlzeit zu machen, kocht man Kartoffeln und lässt diese über Nacht abkühlen. Am Folgetag werden sie zerdrückt, kurz erwärmt und mit dem angemachten Endiviensalat gemischt. Lollo Rosso und Lollo Bionda bringen Abwechslung auf den Salatzettel. Heimische Salatköpfe davon sind meist sehr sandig. Deshalb empfiehlt es sich, die Lollos gründlich zu waschen.
Herbst-Star Feldsalat
- Feldsalat ist die Vitamin-A- und -C-Bombe unter den Salaten.
- Eine 100-Gramm-Portion liefert 35 Milligramm Vitamin C, was den Tagesbedarf eines Erwachsenen zu 35 Prozent deckt.
- Die 100-Gramm-Portion deckt den Vitamin-A-Tagesbedarf eines Erwachsenen zu 42 Prozent.
- 100 Gramm enthalten nur
- 18 Kilokalorien bzw. 77 Kilojoule.
Blattsalate müssen nicht geschnitten werden, es reicht, sie in mundgerechte Stücke zu zupfen. Dann kommen sie in eine Schüssel oder eine mit kaltem Wasser gefüllte Salatschleuder. Hier wird der Salat im Wasser zum Waschen bewegt, anschließend geschleudert oder er darf auf einem Sieb gründlich abtropfen. Damit die Blattsalate gut trocknen, ist es sinnvoll, sie vor dem Mischen mit anderen Zutaten und dem Dressing über einem Sieb auszuwringen. Zu wässrige Salatblätter verdünnen das Dressing und der Salat schmeckt fade.
Zwei Geschmacks-Stars in der herbstlichen Salatfamilie sind Radicchio und Rucola. Insbesondere in den Blattrippen sitzt hier der natürliche Bitterstoff Lactucopikrin oder auch Intybin. Er gehört zur Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe. Bitterstoffe sind dafür bekannt, dass sie das Verlangen nach Süß mindern können.
Radicchio macht dabei nicht nur optisch etwas her, dank seiner violetten Blattfarbe. Der Salat schmeckt besonders lecker in Kombination mit Walnüssen, etwas Camembert oder Blauschimmelkäse sowie frischen Apfel-, Birnen- oder Orangen-Spalten. Rucola eignet sich besonders gut als Topping auf Nudel-Gerichten, Aufläufen, Risottos oder auch mal auf einem Stück Pizza.
Was im Herbst noch Saison hat
Die Abwechslung aus dem Gemüseland geht auch im Herbst weiter: Neben Kohl und leckeren Salaten gibt es jetzt Champignons, Chicorée, Fenchel, Kürbis, Möhren, Porree, Radieschen, Rettich, Rote Bete, Spinat und Stangen-Bleichsellerie. Heimische Sorten bringen nicht nur im Hinblick auf ihren Geschmack Abwechslung. Ihre Transportwege sind kurz, sodass ihre Ökobilanz vorbildlich ist.
Auch die inneren Werte können sich sehen lassen. Allein schon durch kurze Transportwege und Lagerzeiten sind sie reicher bestückt mit Vitalstoffen, allen voran wasserlöslichen Vitaminen, als importiertes Gemüse. Die Öko-Bilanz fällt bei Bio-Produkten noch besser aus als bei konventionell angebauten Sorten. Im Hinblick auf Vitamine und Mineralien schneiden diese aber nicht besser ab als bei konventionellem Anbau.
Diese heimischen Kohlsorten haben jetzt Saison:
- Blumenkohl
- Broccoli
- Chinakohl
- Grünkohl
- Kohlrabi
- Rosenkohl
- Spitzkohl
- Rotkohl
- Weißkohl
- Wirsing
Video: Zucker in Fertig-Lebensmitteln – ist Krautsalat aus dem Supermarkt gesund?
Kohlgemüse ist gesund – aber was ist z. B. mit Krautsalat aus dem Supermarkt? Diabetes-Anker-Redakteurin und Ernährungs-Expertin Kirsten Metternich von WoIff hat genau hingeschaut und berichtet darüber in diesem Video:
von Kirsten Metternich von Wolff
Kirsten Metternich von Wolff hat eine ernährungsmedizinische Ausbildung mit Zusatzqualifikation bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Seit mehr als 20 Jahren arbeitet sie als freie Journalistin, Buchautorin und Referentin. Gesunde Ernährung bei Diabetes ist einer ihrer thematischen Schwerpunkte.
Erschienen in: Diabetes-Anker, 2024; 72 (10) Seite 30-32
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 2 Tagen, 20 Stunden
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!-
calvin240 antwortete vor 2 Tagen, 19 Stunden
Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
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uho1 antwortete vor 2 Tagen, 17 Stunden
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
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calvin240 antwortete vor 1 Tag, 14 Stunden
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße
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stephanie-haack postete ein Update vor 3 Wochen, 3 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 3 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 3 Wochen, 3 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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