Light-Lebensmittel … (Un-)Sinn?

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Light-Lebensmittel … (Un-)Sinn?

Käse, Joghurt, Fertigsoßen: Eine ­Reihe von Lebensmitteln präsentiert sich mit Attributen wie „leichter Genuss“ oder „weniger Zucker“. Lohnt sich der Kauf?

Es gibt sie, die „echten“ Light-Lebensmittel, die durchaus sinnvoll sind. Dazu gehören Käse/Wurst fettreduziert, Halbfettmargarine oder -butter sowie Light-/Zero-Erfrischungsgetränke. Bei diesen Käse, Wurst und Co ist es aber nicht sinnvoll, dann die doppelte Menge zu essen: „Ist ja light und praktisch kalorienfrei.“ Denn das sind sie nicht … mit Ausnahme von Zero-Erfrischungsgetränken. Mit den meisten Light-Produkten lassen sich Zucker und teilweise auch Fett einsparen, allerdings braucht es für Konsistenz und Geschmack Alternativen wie ungesunde Fette, Stabilisatoren, Farb- oder Aromastoffe.

Vorsicht: mehr Kohlenhydrate

Wenn „light“ auf der Verpackung steht, dann müssen gesetzlich definierte Vorschriften eingehalten werden: So darf sich das Lebensmittel light nennen, wenn es mindestens 30 % weniger Energie enthält als vergleichbare Lebensmittel. Klassische Beispiele hierfür sind Halbfettbutter oder -margarine, Light-Ketchup oder Light-Salatdressing. Dennoch lohnt es sich, auch bei Produkten in leichter Version auf die Nährwertanalyse und die Zutatenliste zu schauen. Teilweise können sie den Vorschriften entsprechen – und trotzdem mehr Kohlenhydrate enthalten als Vergleichbares (häufig bei Milchprodukten).

Light und trotzdem nicht leicht

Dazu untersuchte die Stiftung Warentest 77 Light-Produkte: Dabei zeigte sich, dass Joghurts oder Milchdrinks mit der Deklaration „weniger Fett“ mehr Zucker enthielten. Mit bis zu 14 g pro 100 g sind sie ebenso süß wie vergleichbare Produkte, die nicht fettreduziert sind, heißt es. Bei zuckerreduzierten Lebensmitteln kompensieren die Hersteller das Minus an Haushaltszucker gern durch Fruchtzucker, Honig oder Agavendicksaft. Das ergibt kaum Kalorienersparnis, und alle haben Einfluss auf den Blutzucker. Es lohnt sich, Nährwerttabellen und Zutatenlisten solcher Produkte mit herkömmlichen zu vergleichen.


von Kirsten Metternich von Wolff
Diätassistentin DKL und DGE,
Hildeboldstraße 5, 50226 Frechen-Königsdorf,
E-Mail: info@metternich24.de
Website: www.metternich24.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2020; 69 (4) Seite 9

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  • kety22 postete ein Update vor 6 Tagen, 10 Stunden

    Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?

    • Hallo!
      Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
      Allerdings habe ich kaum noch Unterzucker seit ich meine Insulinpumpe habe.
      Vielleicht hilft das etwas – viel Glück

  • katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 1 Woche, 5 Tagen

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  • mr postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen

    Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.

    • Hallo mr,

      Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.

      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?