- Ernährung
Lupine: Sojabohne des Nordens
< 1 minute
Veggie-Schnitzel, vegetarischer Aufschnitt oder Grillwurst ohne Fleisch gibt es heute in jedem gut sortierten Supermarkt. Neben Soja als Fleischalternative steht in Zutatenlisten immer öfter „Lupine“.
Sie sind die Alternative zu Soja und immer mehr im Kommen: Produkte auf der Basis von Lupinen – ob als Fleischalternative, glutenfreie Back- und Teigwaren, glutenfreies Mehl oder in diätetischen Produkten bei Milcheiweißallergie (z. B. Lupinenjoghurt). Selbst geröstet zum Knabbern lassen sie sich zubereiten – oder als koffeinfreier Kaffee.
Verwandt mit Bohnen und Sojabohnen
Botanisch gesehen sind sie eng verwandt mit Bohnen und Sojabohnen. Zur Herstellung einer vegetarischen Fleischersatzbasis werden die getrockneten Lupinen in Wasser eingeweicht, dann passiert und mit Wasser gemischt, bis eine cremige Flüssigkeit entsteht. Werden sie anschließend erhitzt, gerinnt das pflanzliche Eiweiß, es bildet sich eine quarkähnliche Masse.
Das ergibt die Ausgangssubstanz zur Produktion von vegetarischem und veganem Brotaufstrich sowie sämtlichen Fleischersatzprodukten. In Bio- und Reformhäusern gibt es die Samen, ähnlich wie Hülsenfrüchte, trocken oder vorgegart und konserviert zu kaufen.
Pflanzliches Eiweiß und reichlich Ballaststoffe
Lupine ist eine willkommene vegetarische Alternative. Und hinsichtlich ihrer Nährwerte können sich die Bohnen sehen lassen: 100 g trockene Samen enthalten im Schnitt 42 g Eiweiß, nur 6 g Fett, 5 g Kohlenhydrate und satte 19 g Ballaststoffe bei rund 240 Kilokalorien. So können Produkte auf Lupinenbasis für Abwechslung auf dem Diabetes-Speiseplan sorgen.
Ein Vorteil: Die für den Verzehr geeigneten Süßlupinen wachsen hierzulande sowie in Nord- und Osteuropa, deshalb werden sie auch als Sojabohnen des Nordens bezeichnet. Dabei sind sie frei von Gentechnik und dank moderater Transportwege auch ökologisch passend. Ein modernes, gesundes Lebensmittel mit großer Zukunft.
von Kirsten Metternich von Wolff
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2018; 67 (4) Seite 32
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Behandlung
5 Minuten
- Bewegung
3 Minuten
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
-
stephanie-haack postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
-
tako111 postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
-
katrin-kraatz antwortete vor 2 Wochen, 5 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
-
-
moira postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
