Reis

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Reis

Mehrere Tausend Sorten Reis gibt es weltweit. Doch die Auswahl hierzulande beschränkt sich in der Regel auf rund zehn Sorten. Reis ist ein Universal-Talent, wenn es darum geht, Abwechslung in den Speiseplan zu bringen. Zugleich ist er ein Lieferant von Kohlenhydraten und hat damit Auswirkungen auf die Blutzuckerwerte.

Milchreis, Hühnerfrikassee mit Reis oder Reis-Salat – typische Gerichte, bei denen in der heimischen Küche Reis eine bedeutende Rolle spielt. Wurden in den 1970er- und 80er-Jahren im Schnitt 2 Kilogramm Reis pro Person im Jahr gegessen, sind es heute knapp 7 Kilogramm. Grund dafür ist die größere Auswahl an internationalen Rezepten und Gerichten, bei denen Reis dazugehört: zum Beispiel Sushi, süße Reis-Bällchen, asiatische Gerichte mit Reis und natürlich das aus Italien stammende Risotto. Es lohnt sich, öfter mal ein neues Gericht mit Reis auszuprobieren. Denn ihn einfach nur als farblose Kohlenhydrat-Beilage zu betrachten, wäre viel zu schade.

Vollkornreis und weißer Reis – was ist besser?

Reis ist leicht verdaulich und insgesamt sehr gut verträglich. Dazu ist er glutenfrei und für Menschen mit Zöliakie/Sprue eine sinnvolle Alternative zu herkömmlicher Pasta, die von Natur aus Gluten enthält. Ganz gleich, ob Vollkorn-, Milch-, polierter oder parboiled Reis: Alle Sorten enthalten fast kein Fett. Ihr Gehalt an Eiweiß liegt bei etwa 6 bis 7 Gramm in 100 Gramm. Der Löwenanteil im Reis sind Kohlenhydrate: 100 Gramm trockener, ungekochter Natur- oder Vollkornreis enthalten 74 Gramm Kohlenhydrate und 2 Gramm Ballaststoffe. Parboiled oder polierter Reis enthält im Schnitt 3 Gramm Kohlenhydrate mehr in 100 Gramm im Vergleich zu Vollkornreis und etwa 0,6 Gramm weniger Ballaststoffe als dieser. Wer weißen Reis aufgrund seines Geschmacks und seiner Konsistenz bevorzugt, isst nicht sehr viel weniger Ballaststoffe als bei Vollkornreis. Damit das Reis-Gericht sättigt und Ballaststoffe liefert, empfiehlt es sich, dazu Gemüse oder Salat zu essen. Einen leckeren Vorschlag für eine schnelle Reis-Pfanne finden Sie in unseren Rezepten auf den Folgeseiten. Mineralien sind in Reis einige enthalten: Phosphor, Kalium, Magnesium und Eisen. Hier schneidet Vollkornreis besser ab als weiße Sorten. Parboiled Reis ist etwas reicher an Mineralstoffen als Rundkorn- oder Milchreis, da enthaltene Vitalstoffe aus der Silberhaut unter Dampf und Wärme in den Reiskern gepresst werden. Beim Genuss von Reis gibt es dazu Vitamine wie Niacin, Vitamin B1 und B6.

So wird die Reis-Portion größer

Ganz gleich, welche Sorte Reis auf den Teller kommt: Der Blutzucker wird darauf reagieren. Sich also allein durch Reis satt zu essen, wäre der falsche Weg. Damit die Reis-Portion nicht zu klein ausfällt, lässt sie sich vergrößern, zum Beispiel, indem sie mit Gemüse kombiniert wird. Dazu können Sie Zucchini oder Möhren fein oder grob reiben oder gelbe, grüne oder rote Paprika in Würfel schneiden und zehn Minuten vor Ende der Garzeit zum Reis geben und mitkochen. Pikant wird er durch Zwiebeln. Dazu halbieren Sie pro Portion Reis eine Zwiebel, schneiden sie in dünne Ringe und kochen sie ebenfalls zehn Minuten vor Ende der Garzeit mit. Cremig mit mediterraner Note schmeckt Reis, wenn bei zwei Portionen eine kleine Dose stückige Tomaten mitgekocht wird. Oder Sie schneiden frische Tomaten in kleine Stücke und kochen diese im Reis mit. Und schon ist eine kleine Reis-Portion doppelt so groß, wie wenn der Reis ohne alles gekocht wird. Etwas Farbe bekommt Reis, wenn ins Kochwasser ein Esslöffel mildes Paprika-Pulver (edelsüß) oder ein Esslöffel Curry-Pulver kommt. Gekochter Reis lässt sich auch mit frischen, gehackten Kräutern mischen, wie glatter Petersilie, Schnittlauch oder Basilikum.

Drinks, Papier und Co: Reis-Produkte

Mittlerweile werden verschiedene Produkte auf Basis von Reis hergestellt und in Supermärkten, Bio-Läden, Drogeriemärkten und asiatischen Lebensmittelgeschäften angeboten, zum Beispiel Reisdrinks als vegane Alternative zu Kuhmilch. Dazu wird entspelzter Naturreis mit reichlich Wasser gekocht, bis ein Brei entsteht. Dieser wird mit Enzymen versetzt, die eine Fermentation in Gang bringen. Anschließend presst man die Flüssigkeit durch einen Filter und versetzt sie mit Zusätzen wie Öl, Kakao oder Zucker. Wenn Sie sich für einen Reisdrink entscheiden, wählen Sie ungesüßte Produkte. Informationen über die Inhaltsstoffe finden Sie in der Zutatenliste und Nährwert-Analyse auf der Verpackung. Ungesüßte Reisdrinks enthalten, im Vergleich zu ungesüßten Mandel- oder Sojadrinks, Kohlenhydrate, die den Blutzucker beeinflussen können. Im Schnitt sind in 100 Milliliter Reisdrink 10 Gramm Kohlenhydrate enthalten.

Bekannt und beliebt sind Reiswaffeln und Reiskräcker. Allerdings sind sie vor einiger Zeit aufgrund ihres Gehalts an Arsen in die Diskussion geraten. Deshalb empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Reis zwar zu essen, allerdings nicht ausschließlich, sondern im Wechsel mit anderen kohlenhydrathaltigen Getreiden wie Couscous, Quinoa, Hirse oder Amaranth. Aus der asiatischen Küche sind zudem Reisblätter oder essbares Reispapier beliebt. Diese runden, hauchdünnen, leicht biegsamen Platten werden in Wasser eingeweicht und sind dann elastisch wie ein Fensterleder. Anschließend werden sie zum Beispiel mit Gemüse-Streifen, Garnelen oder Hähnchen gefüllt und mit asiatischen S0ßen gewürzt. Diese Blätter bestehen aus Stärke und Reismehl. Ein Blatt wiegt im Schnitt 8 bis 10 Gramm und liefert 6 bis 8 Gramm Kohlenhydrate. Reis ist also weit mehr als nur eine sättigende Beilage aus Kohlenhydraten.

Reis – ein schmackhaftes Lebensmittel
  • Für eine Portion Reis kalkuliert man 50 bis 80 Gramm trockenen Reis. Die Portion lässt sich mit Gemüse vergrößern.
  • Statt Salz können Sie ins Wasser zum Reiskochen etwas gekörnte Gemüsebrühe geben. So schmeckt der Reis direkt pikanter.
  • Reis wird auf der Welt seit etwa 7000 Jahren gegessen. In Asien ist er so wichtig wie bei uns das Brot.
Koch- und Küchen-Tipps zu Reis
Reis ist nicht gleich Reis. Deshalb bedarf es unterschiedlicher Mengen an Flüssigkeit und auch seine Gar-Zeiten sind verschieden. Egal, welchen Reis Sie verwenden: Dunkel und trocken gelagert ist er praktisch unbegrenzt haltbar. Deshalb empfiehlt es sich, ihn nach dem Kauf aus der Tüte oder Schachtel direkt in eine fest verschließbare Dose zu füllen. Lagern Sie ihn am besten trocken und dunkel, also im Schrank. Gelb verfärbte Körner sind verschimmelt. Zeigen sich im Reis dunkle Körnchen, ist er von Ungeziefer befallen und sollte in den Müll. Reis ist vielseitig einsetzbar, preisgünstig und schnell zubereitet.


Autorin:
Kirsten Metternich von Wolff

Diätassistentin DKL, DGE
Redaktion Essen und Trinken
Hildeboldstraße 5
50226 Frechen-Königsdorf

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2022; 71 (10) Seite 74-77

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  • moira postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen

    Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄

  • bloodychaos postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen

    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

  • thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen

    Hallo,
    ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
    Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
    Thomas55

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