- Ernährung
Suppen und Eintöpfe
4 Minuten
Besonders in der kalten Jahreszeit haben sie Hochsaison, denn sie wärmen und machen so wunderbar satt: Suppen und Eintöpfe! Je nach Zubereitung brauchen sie dafür noch nicht einmal Unmengen an Kalorien, beispielsweise aus fetten Zutaten wie Speck oder Öl. Auch ohne Fleisch, Wurst und Co lassen sich köstliche Kreationen zaubern. Wir haben die Tipps dazu.
Samstag ist hierzulande Suppentag. In 80 Prozent der deutschen Haushalte steht sie dann auf dem Tisch, berichtet das Deutsche Suppeninstitut. Früher kam in die flüssige Hauptspeise alles hinein, was innerhalb der Woche an Resten übrig blieb. Und noch einmal aufgewärmt schmeckte das oft besonders gut.
Wohltat für die Seele
Wenn es schnell gehen muss, greifen viele auch mal zur Konserve oder Tütensuppe – doch selbstgemacht ist die Krönung. Laut einer Suppen-Grundlagenstudie des Kölner Rheingold Salons werden frisch gekochte Suppen assoziiert mit Liebe, Wärme, familiärer Nähe, Kindheitserinnerungen, lieb gewonnenen Traditionen sowie deftigem und kräftigem Geschmack. Sie verleiht also ein Stück Geborgenheit und ist auch bei Diabetes ideal: Denn Konserven-, Tiefkühl- oder Tütenvarianten lassen sich im Hinblick auf die Kohlenhydratberechnung eher vage kalkulieren.
Wer aber aus Gemüse, Kräutern, Gewürzen, Fleisch oder Tofu selbst kocht, kann seine entsprechende Menge an Reis, Kartoffeln, Nudeln oder anderen Kohlenhydratträgern wie Erbsen, Bohnen oder Linsen genau berechnen. Besonders einfach klappt das, wenn zum Beispiel nach Portionen gekocht wird, wie in unseren Rezepten auf den nächsten Seiten.
Bei größeren Mengen, beispielsweise wenn Gäste kommen, lassen sich Reis, Kartoffeln und Nudeln auch separat kochen und in einem zweiten Topf dazustellen. Mit einem Esslöffel kann die jeweilige Kohlenhydratmenge abgeschätzt werden. Ein weiterer Vorteil dabei ist, dass alles nicht so matschig wird und auch noch als Nudel oder Reiskorn erkennbar bleibt, als wenn es ewig im Topf schwimmt.
Wenn es schnell gehen soll, bietet sich klassisches Tiefkühlgemüse an, am besten ohne jegliche Zusätze wie Butter, Sahne und Gewürze. Jeder Supermarkt und Discounter hat sie meist in Tüten im Angebot. Kochen Sie das Gemüse einfach mit Wasser und gekörnter Brühe – eine schnelle und dazu kalorienarme Eintopf- oder Suppengrundlage.
Eintopf ohne Fleisch – wie klappt das?
Gulaschkanone, Mettwürstchen oder Speck sind typische Suppenzutaten. Doch es geht auch ohne Fleisch und spart damit meist auch einiges an Fettkalorien. Wie wäre es mit einer cremigen Variante aus Kürbis, Pastinaken, Linsen, Kichererbsen oder weißen Bohnen?
Wer es deftig oder mit rauchigem Aroma liebt, kann beispielsweise geräucherten oder marinierten Tofu anbraten und dazugeben, wählt vegetarische Speckwürfel oder Würstchen. Praktisch sind auch geräucherte Gewürze wie Paprika, Pfeffer oder Meersalz, die es in Fachabteilungen gut sortierter Supermärkte und im Internet gibt. Auch ein paar geröstete Zwiebeln, Sesam, Kürbis- oder Sonnenblumenkerne runden den fleischlosen Suppengeschmack ab.
So wie für Fleischsuppen Knochen und Suppenfleisch als Basis dienen, ist es bei vegetarischen Suppen Gemüse. Entweder man kocht aus Suppengemüse eine Brühe und gießt sie durch ein Sieb, um den Fond zu erhalten und weiterzuverarbeiten; alternativ gibt es fertige Gemüsefonds aus dem Glas. Eine praktische Möglichkeit bietet geputztes, geschnittenes Gemüse, das man mit etwas Öl anbrät, dann Wasser aufgießt und nach Geschmack salzt oder etwas gekörnte Gemüsebrühe einrührt.
Bio-Produkte, die es heute in Drogeriemärkten und teils in Discountern gibt, enthalten kein Glutamat. Dieser Geschmacksverstärker übertüncht schnell den herrlichen Eigengeschmack der einzelnen Suppenkomponenten. An Gewürzen harmonieren neben Salz und Brühe etwas Pfeffer, Knoblauch, Zwiebeln, Lorbeerblätter, Petersilie oder Liebstöckel, auch Maggikraut genannt. Eine Prise Exotik verleihen Chili, Ingwer, Zitronengras und Koriander. Geben Sie frische Kräuter am besten erst kurz vor dem Essen dazu, so behalten sie ihr typisches Aroma.
Heißes für kalte Tage
Neben deftigen und kräftigen Eintöpfen gibt es auch die feineren Varianten als Cremesuppe. Besonders Zucchini, Brokkoli, Kohlrabi, Spinat, Sellerie und Möhren bieten sich dazu an – am besten nach Saison ausgewählt, dann ist ihr Bouquet an Vitaminen und Mineralien besonders reich. Damit sie wunderbar sämig werden, kochen Sie das Gemüse ganz durch und pürieren es mit einem Passierstab sämig.
Damit alles nicht zu fettreich wird, eignet sich statt Sahne beispielsweise etwas fettarme Milch, ungesüßte Mandel-, Soja- oder Kokosmilch und etwas fettreduzierte Sahne. Auch ein Klecks fettfreundlicher Frischkäse mit und ohne Kräuter macht sie cremig. Wenn sie dann noch in vorgewärmte Teller oder Schalen kommt – ein wahrer Genuss.
Suppenpannen – so können Sie retten
Oh Schreck, die Suppe ist versalzen, angebrannt oder zu dick – was nun? Kein Grund, alles wegzugießen, denn dazu gibt es hilfreiche SOS-Tipps. Wenn Suppenköchin oder Suppenkoch verliebt sind und die Suppe versalzen, kochen Sie einfach eine rohe, geschälte, ganze Kartoffel mit. Sie saugt ein Zuviel an Salz praktisch aus der Flüssigkeit. Alternativ geben Sie zwei Esslöffel trockenen Reis in ein Tee-Ei, Gewürzsieb oder einen großen Teefilter und nehmen ihn nach dem Kochen wieder aus der Suppe.
Ist die Suppe zu scharf, was bei Pfeffer, Chili oder Ingwer schnell passieren kann, gießen Sie etwas Wasser zu. Alternativ helfen ein bis zwei Schuss flüssiger Süßstoff, etwas Milch oder fettarmer Naturjoghurt. Die Kartoffel kann nicht nur Salz, sondern auch Schärfe aus der Suppe ziehen. Ist es zu viel Chili geworden, verrühren Sie etwas Öl in der warmen Flüssigkeit. Chilis Schärfe kommt durch Capsaicin, das fett-, aber nicht wasserlöslich ist. Das Öl nimmt einen Teil der Schärfe auf, sammelt sich an der Oberfläche und kann wieder abgeschöpft werden.
Manche Suppen sind so dick wie Saucen, was gern bei Kürbis oder Hülsenfrüchten passiert. Geben Sie einfach noch etwas Wasser, einen Schuss Milch, fettreduzierte Sahne oder etwas Tiefkühlgemüse dazu. Sollte die Suppe tatsächlich einmal zu fett geraten sein, lässt sich die Schicht mit einem Tuch oder Küchenpapier entfernen. Bei größeren Mengen nimmt man einen Löffel oder eine Kelle. Einfacher geht es, wenn die Suppe abgekühlt ist: Dann lässt sich die Fettschicht auf der Oberfläche ganz leicht abnehmen.
Haben Sie Lust auf eine heiße Versuchung aus dem Kochtopf? Dann viel Spaß beim Nachkochen unserer Rezepte:
von Kirsten Metternich
Diätassistentin DKL, DGE
Hildeboldstraße 5, 50226 Frechen-Königsdorf
Tel.: 0 22 34/91 65 41, Fax: 0 22 34/91 65 42
E-Mail: info@metternich24.de
Internet: www.metternich24.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2017; 66 (1) Seite 70-73
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wolfgang65 postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 14 Stunden, 58 Minuten
Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!
Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.
Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.
LG Wolfgang
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laila postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 1 Tag, 10 Stunden
Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!
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suzana antwortete vor 1 Tag, 8 Stunden
Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter! -
laila antwortete vor 1 Tag, 5 Stunden
@suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊
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wolfgang65 antwortete vor 15 Stunden, 24 Minuten
Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.
Gruss Wolfgang
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michatype3 antwortete vor 15 Stunden, 1 Minute
Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.
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vio1978 postete ein Update vor 2 Tagen, 20 Stunden
Habe wieder Freestyle Libre Sensor, weil ich damit besser zurecht kam als mit dem Dexcom G 6. ist es abzusehen, ob und wann Libre mit d. Omnipod-Pumpe kompatibel ist?🍀
