Warum sind Obst und Gemüse gesund?

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Warum sind Obst und Gemüse gesund?

Dieser Frage gehen Lebensmittelchemiker*innen der Bergischen Universität Wuppertal nach. In einer ihrer Studien gelang es ihnen nun, einen möglichen neuen Wirkmechanismus der Inhaltstoffe dieser Lebensmittelgruppen zu beschreiben.

„Der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, fünf Portionen Obst und insbesondere Gemüse täglich zu essen, sollte man wirklich folgen, denn sie enthalten viele Mineralstoffe und Vitamine“, rät Prof. Schebb, Leiter des Lehrstuhls für Lebensmittelchemie an der Bergischen Universität Wuppertal. Häufig sei bereits nachgewiesen worden, dass sich der regelmäßige Verzehr von Obst und Gemüse positiv auf Lebensdauer und Gesundheit von Menschen auswirke.

Bleibt die Frage nach dem „Warum“: „Wie diese Wirkung auf molekularer Ebene vermittelt wird, ist nach wie vor umstritten“, so Schebb.

Warum sind Obst und Gemüse gesund? Dieser Frage gehen Prof. Dr. Nils Helge Schebb (li.), Leiter des Lehrstuhls für Lebensmittelchemie, und Doktorandin Nadja Kampschulte nach.

Neben essenziellen Vitaminen und Spurenelementen ist für die Wirkung insbesondere die Stoffklasse der sogenannten Polyphenole von Interesse. Lange ging die Forschung davon aus, dass diese als „Antioxidantien“ eine positive Wirkung zeigen, indem sie den Körper vor schädlichen Stoffwechselprodukten schützen.

Allerdings ließ sich nicht klar belegen, dass es nach Aufnahme dieser Verbindungen wirklich zu einer „antioxidativen“ Wirkung im menschlichen Körper kommt. Nun hat die Wuppertaler Arbeitsgruppe einen möglichen neuen Mechanismus entdeckt, über den die Polyphenole – und somit Obst und Gemüse – wirken können.

Polyphenole hemmen eine bestimme Familie von Enzymen

Doktorandin Nadja Kampschulte zeigt, dass Polyphenole eine bestimme Familie von Enzymen, sogenannte Cytochrom-P450-Monooxygenasen, hemmen können. „Polyphenole hemmen gezielt die durch P450-Enzyme katalysierte Bildung von verschiedenen Lipidmediatoren“, so Kampschulte. Lipidmediatoren sind an der Regulation zahlreicher Prozesse im Körper, wie beispielsweise dem Blutdruck, aber auch Entzündungsreaktionen beteiligt.

Kampschulte erläutert weiter: „Diese Lipidmediatoren haben ganz unterschiedliche Effekte und eine selektive Hemmung der Bildung einiger dieser Mediatoren durch Polyphenole könnte sich positiv im Hinblick auf chronische Erkrankungen auswirken.“

In der vorliegenden Studie wurde die Wirkung auf Basis von Enzymen aus menschlichen Leberbiopsien (Gewebeproben der Leber) sowie in kultivierten Darmzellen nachgewiesen. Derzeitige Arbeiten der Wuppertaler Gruppe zielen darauf ab, den Zusammenhang zwischen der Wirkung von Polyphenolen und deren chemischer Struktur genauer zu untersuchen und somit einen Beitrag zu leisten, die Relevanz dieses Wirkmechanismus für die menschliche Gesundheit herauszuarbeiten.

Die Studienergebnisse wurden im „Journal of Agricultural and Food Chemistry“ veröffentlicht. Das von der „American Chemical Society“ herausgegebene Fachmagazin gehört zu den anerkanntesten im Fach Lebensmittelchemie.


Quelle: Pressemitteilung der Bergischen Universität Wuppertal

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    • Hallo mr,

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      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?