Was essen die Deutschen? Und wie gesund ist das?

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© Alexas_fotos auf Pixabay
Was essen die Deutschen? Und wie gesund ist das?

104 Kilogramm Gemüse isst der durchschnittliche Deutsche/die durchschnittliche Deutsche pro Jahr. Und insgesamt landen rund 330 Kilogramm Lebensmittel jährlich im Magen von jedem/von jeder von uns. Aber was genau liegt auf unseren Tellern? Und wie gesund ernähren wir uns? Eine Einschätzung von Diabetologe und Adipositasforscher Professor Matthias Blüher aus Leipzig.

Welche Lebensmittel landen auf den Tellern der Deutschen und wie gesund sind sie? Der Trend im Land ist positiv, doch der Fleischkonsum noch immer zu hoch. Zu diesem Ergebnis kommt die
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.
(DGE) in ihrem aktuellen Ernährungsbericht. „Um der steigenden Tendenz von Übergewicht in Deutschland in den kommenden Jahren entgegen zu wirken, muss auch der Verzehr von Fleisch deutlich zurückgehen“, sagt Prof. Dr. Matthias Blüher, Adipositasforscher an der Universität Leipzig.

Zunächst die guten Nachrichten aus dem Ernährungsbericht: Gemüse liegt mit 104 Kilogramm pro Kopf im Jahr am meisten auf den Tellern in Deutschland. Die Tendenz ist steigend. Beliebt sind Tomaten, Möhren, Rote Rüben sowie Zwiebeln. Auch Hülsenfrüchte stehen in der Gunst der Konsumenten weit oben. „Besonders gut für die Verbraucher sind Kohlarten, Broccoli, Blaubeeren oder Brombeeren, weil neben dem Reichtum an Vitaminen, Spurenelementen und Ballaststoffen mit vergleichsweise wenig Kalorien Sättigung erreicht werden kann“, erklärt der Diabetologe Blüher.

© Deutsche Gesellschaft für Ernährung

Mehr Mineralwasser, weniger Bier – und weniger Obst

Eine ebenfalls positive Meldung: Deutsche trinken viel Mineralwasser sowie Kräuter- und Früchtetees. Der Verbrauch von Wasser steigt um 1,5 Liter im Vergleich zum Vorjahr und liegt nun bei 154 Litern pro Kopf im Jahr. Der Professor für Klinische Adipositasforschung sagt: „In der Ernährungsberatung legen wir großen Wert darauf, dass Kalorien nicht über Getränke zugeführt werden.

Somit sind Wasser und ungesüßte Getränke wie Tee ein wichtiger Bestandteil bei der Verhinderung und Therapie von Übergewicht.“ Der Gesamtalkoholverbrauch sinkt in Deutschland, wobei Bier mit einem Rückgang von 900 Milliliter pro Kopf im Jahr am deutlichsten betroffen ist, zeigt die Analyse zum Lebensmittelverbrauch.

Rückgänge sind auch beim Verzehr von Obst zu verzeichnen. Äpfel, Birnen und Trauben sind nicht mehr so gefragt, im Trend liegen Beeren und Bananen. Getreideerzeugnisse und frische Kartoffeln kommen seltener auf den Teller als noch vor ein paar Jahren. Der Verbrauch von Käse hingegen steigt weiter an mit durchschnittlich 200 Gramm jährlich pro Person.

Weniger Fleisch essen – und so Gutes tun

Die Deutschen essen außerdem mehr Rind-, Kalb- und Geflügelfleisch. Allein der Konsum von Schweinefleisch ist um 370 Gramm pro Kopf im Jahr gesunken. Der gesamte Fleischverbrauch liegt seit langer Zeit weitgehend unverändert bei etwa 60 Kilogramm pro Kopf im Jahr. „Mitunter verursacht erhöhter Fleischkonsum erhebliche Gesundheitsprobleme und kann zu Adipositas beitragen. Diese chronisch fortschreitende Erkrankung ist nicht heilbar, aber behandelbar“, erläutert Blüher.

Warum sind so viele von uns übergewichtig?

„Wenn es gelänge, den Verzehr von tierischen Lebensmitteln zu senken und dafür eine pflanzenbetonte Ernährung mit viel Gemüse, Hülsenfrüchten, Obst, Getreideprodukten, Kartoffeln und Nüssen zu erreichen, könnten gleichzeitig die Risiken für Gesundheit und Klima reduziert werden. Damit trägt jeder Mensch nicht nur zur eigenen Gesunderhaltung bei, er kann auch für die gesamte Gesellschaft etwas bewirken“, appelliert Professor Blüher an die Deutschen und ihre Ernährungsgewohnheiten.

Adipositasforschung in Leipzig
Die Universität Leipzig bietet eine vielfältige Forschungslandschaft, die sich der Prävention und Behandlung der Fettleibigkeit widmet. Zu den Themen der Adipositasforschung in Leipzig zählen unter anderem genetische Assoziationen, Stoffwechselstörungen, Mechanismen der Fettakkumulation, die Rolle des Gehirns beim Essen und therapeutische Interventionen zum Gewichtsverlust und -erhalt.

Quelle: Universität Leipzig

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  • kety22 postete ein Update vor 1 Woche

    Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?

    • Hallo!
      Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
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  • katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 2 Wochen

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  • mr postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen

    Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.

    • Hallo mr,

      Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.

      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?