Weihnachtliche Leckereien genießen

2 Minuten

Weihnachtliche Leckereien genießen

In der Adventszeit, an den Weihnachtstagen und an Silvester möchten viele Menschen mit Familie und Freunden schlemmen und sich besondere Köstlichkeiten gönnen. Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes können daran genauso Anteil haben wie jene ohne eine chronische Stoffwechselerkrankung, erklärt die Organisation diabetesDE.

Menschen mit Diabetes können in der Advents- und Weihnachtszeit Herzhaftes und Süßes genauso verzehren wie Stoffwechselgesunde. Strenge Diätvorgaben, die früher Teil der Therapie waren, gehören seit Jahrzehnten der Vergangenheit an. Wer Fettes und Süßes in Maßen verzehrt, auf die Menge der Kohlenhydrate sowie seinen Glukosespiegel achtet, beugt möglichen Stoffwechselentgleisungen und Gewichtszunahmen über die Feiertage vor. Zudem schmecken viele süße Gerichte ohne geschmackliche Einbußen auch mit weniger Zucker und Fett.

Es muss nicht immer Fleisch sein…

„Wichtig beim Selbstmanagement ist, bei Übergewicht die Kalorien im Blick zu behalten und die Menge an Kohlenhydraten der Lebensmittel und Gerichte zu kennen. Frittierte Speisen sind in der Regel sehr fettreich. Süße Speisen können einen hohen Zuckeranteil aufweisen und den Glukosespiegel rasch ansteigen lassen“, sagt Nicole Mattig-Fabian, Geschäftsführerin von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. Menschen mit Typ-1-Diabetes, die Insulin spritzen sowie auch insulinbehandelte Betroffene mit Typ-2-Diabetes passen die Dosis ihrer Insulingaben entsprechend daran an.

Auch wer sich vegetarisch ernährt, findet auf dem Weihnachtsmarkt eine Fülle an herzhaften kulinarischen Angeboten wie zum Beispiel Champignons, Reibekuchen, Flammkuchen, Schupfnudeln, Maronen oder Kartoffelecken. Und auch süße Leckereien wie der klassische Christstollen, selbst gebackene Plätzchen oder Bratäpfel mit Marzipan gehören hierzulande traditionell zur Advents- und Weihnachtszeit. Vegetarisch essen ist aber nur dann gesund, wenn die Nahrung zuckerarm und fettnormalisiert ist und viel frisches Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte enthält.

Viele Festtagsgerichte kommen sehr gut ohne Fleisch aus. Besonders Vorspeisen wie Suppen und Gemüsegerichte lassen sich gut fleischlos zubereiten; für Halbvegetarier kommen auch Fischgerichte in Frage: „Für den Hauptgang eignen sich zum Beispiel gebratene Forelle oder gedünsteter Lachs, ergänzt um reichlich Salat und Gemüsebeilagen, um leicht und trotzdem satt machend zu schlemmen“, erklärt Nicole Mattig-Fabian.

Nährwert-Liste und Rezeptideen

diabetesDE bietet hierzu eine Nährwert-Liste mit den beliebtesten Weihnachtsmarktspezialitäten, saisonale Gerichte und ein Rezeptheft zu neu interpretierten regionalen Klassikern zum Download an. „Unsere Rezepte bieten viele Vorschläge zu (halb)vegetarischer Ernährung, es sind zudem einige vegane dabei.“

In der Weihnachtszeit ist zudem Bewegung wichtig für den Stoffwechsel, damit Weihnachtsplätzchen und Co. nicht ansetzen. „Die Feiertage sind hierfür ideal: Während viele Menschen im winterlichen Alltag durch den Beruf und andere Verpflichtungen entweder nur drinnen oder im Dunkeln draußen körperlich aktiv sein können, bieten die freien Tage die Möglichkeit für Wintersport wie Skilanglauf, Schneeschuhwandern oder einfach lange Spaziergänge mit Freunden und Verwandten“, sagt Nicole Mattig-Fabian.

Experten-Chat von diabetesDE

Unter dem Titel „Weihnachten mit Stolle und Co., aber gesund – oder lieber doch nicht?“ bietet diabetesDE auch einen Experten-Chat an: Am Donnerstag, 12. Dezember 2019, von von 17 bis 19 Uhr beantwortet Diabetesberaterin Michaela Berger live Fragen zu diesem Thema.


Quelle: diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe | Redaktion

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Neun Tage, vier Länder, ein Ziel: Mit Diabetes über die Alpen
Die Dialetics xAlps zeigen, dass Diabetes kein Hindernis für große Träume sein muss. Unsere Community-Autorin Conny war in diesem Sommer bei der Tour über die Alpen mit dabei und berichtet hier von ihren Erwartungen, ihrer Verbreitung und ihren Erlebnissen.
Neun Tage, vier Länder, ein Ziel: Mit Diabetes über die Alpen | Foto: Mike Fuchs

6 Minuten

Community-Beitrag
3.700 Stufen mit Typ-1-Diabetes: Unser Selbstversuch auf der Europatreppe 4000
Wie verhält sich der Blutzucker bei mehreren Stunden intensiver Belastung? Was passiert mit einem AID-System beim Treppensteigen über mehr als 700 Höhenmeter? Und kann man die Europatreppe 4000, eine der anspruchsvollsten Treppenanlagen Europas, auch mit Typ-1-Diabetes sicher bewältigen? Sandy berichtet von seinem Selbstversuch.
3.700 Stufen mit Typ-1-Diabetes: Unser Selbstversuch auf der Europatreppe 4000 | Foto: Sandys Diabetes-Loop

3 Minuten

Community-Beitrag
Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • thomas55 postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

    Wer ist am Start?

    ( 4 von 6 )
    66.67%
    ( 1 von 6 )
    16.67%
    ( 1 von 6 )
    16.67%