Böser Wolf oder … die Diabetesberaterin?

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Böser Wolf oder … die Diabetesberaterin?

Hänsel, Gretel und die wahnsinnige #Diabetologin? Die sieben Diabetiker? Tobias Sessler ist Autor, Freizeitmusiker, hat Typ-1-Diabetes … und Humor! Die Helden der Grimm-Märchen haben in seiner Version Diabetes und gruseln sich nachts in der Diabetes-Klinik etc. Wir haben den Buchautor interviewt.

Minutenlange Lachanfälle schon beim Erstellen des Buches (so heißt es) sprechen für sich: Rapunzel, Rotkäppchen, böse Wölfe und Hexen – sie alle hat Autor Tobias Sessler (47) parodiert in seinem im Oktober erschienenen Werk „Grimms Märchen – Die kuriosen Versionen mit Diabetes“. Die Lesenden erwartet „eine bunte Fantasiewelt, in der sich der böse Wolf beispielsweise als Diabetesberaterin verkleidet und die zuckerkranken Prinzessinnen die Süße ihres Blutes mit Hilfe eines Löffels (oder eines Frosches) bestimmen“. Wir fragten nach.

Diabetes-Journal (DJ): Welches Märchen ist Ihr Lieblingsmärchen?
Tobias Sessler:
Mein Lieblingsmärchen ist – vermutlich kann man es beim Lesen des neuen Buches schon erahnen – „Das Rotkäppchen“. Es handelt sich hierbei um eine der ältesten Überlieferungen, die von den Brüdern Grimm in ihre Sammlung aufgenommen wurden. Die Geschichte ist in vielfältigen Varianten noch immer im Gedächtnis der Allgemeinheit präsent.

Ältere Versionen, welche bereits die bekannte Struktur des Märchens aufweisen, deuten auf einen Ursprung im französischen Raum, obwohl das Märchen als deutsches Kulturgut gesehen wird. Eine frühe schriftliche Fassung („Le petit chaperon rouge“) aus dem 17. Jahrhundert stammt vom Franzosen Charles Perrault. Die Geschichte ist letztlich so interessant, dass ich dem Rotkäppchen in all meinen Märchen zu einem kleinen Auftritt verholfen habe.

DJ: Welches Ihrer eigenen Diabetes-Märchen ist Ihr Lieblingsmärchen?
Sessler:
Das Märchen „Hänsel, Gretel und die wahnsinnige Diabetologin“ hat mich beim Schreiben besonders zum Schmunzeln gebracht, denn wer rechnet schon damit, dass es sich beim wohlbekannten Pfefferkuchenhaus um eine diabetologische Praxis handelt. Schon beim Verfassen des Textes stellte sich zwangsläufig die Frage, ob Gretel am Ende die Diabetologin in den Backofen stoßen wird. Das kann sie doch nicht machen! Oder doch?

DJ: Welcher Satz in Ihrem Buch gefällt Ihnen am besten?
Sessler:
„Ich bin es, eure Diabetesberaterin“, rief der verkleidete Wolf. „Lasst mich nur schnell herein, damit ich euch beraten und von dem guten Insulin bringen kann.“

Autor Tobias Sessler lebt mit seinem tibetischen Hund Lucy am Rande der Alpen (Kiefersfelden am Kaisergebirge), 2 km entfernt von Kufstein.

DJ: Was finden Sie als Märchenschreiber gut an Diabetes-Facebook-Gruppen?
Sessler:
Die Struktur einer Gruppe führt zu einem starken Zusammenhalt der Betroffenen. Ich denke, für viele Diabetiker ist es wichtig zu wissen, dass man mit der Krankheit nicht allein ist. Die psychischen Auswirkungen der verschiedenen Diabetes-Typen werden oftmals unterschätzt. Nicht wenige Diabetiker stehen teilweise erheblichen Problemen gegenüber, die die Akzeptanz der Krankheit und soziale Auswirkungen betreffen.

Als Autor versuche ich zu vermitteln, „dass wir eine große Gemeinschaft sind“ und dass man die täglichen Hürden der Therapie auch einmal mit einem Augenzwinkern betrachten kann.
„Ich versuche zu ­vermitteln, dass wir eine große Gemeinschaft sind.“

DJ: Kennen Sie das Diabetes-Journal und die Dinge, die wir alle so machen?
Sessler:
Ich befasse mich intensiv mit allen medialen Veröffentlichungen und Studien, die das Thema „Diabetes“ betreffen. Selbstverständlich bin ich Leser des Diabetes-Journals und anderer Plattformen des Kirchheim-Verlags (wie etwa der Blood Sugar Lounge). Ich freue mich über alle Projekte, die zu einem modernen, selbstbestimmten Umgang mit der Krankheit beitragen.

DJ: Sie sind selbst Diabetiker?
Sessler:
Ja. Ich habe seit meiner Kindheit einen Diabetes Typ 1. (…) Da ich die Belange der Krankheit Tag für Tag selbst erlebe, ist es mir leichtgefallen, diese nun auch einmal in ein „ganz anderes“ Buchformat zu überführen.

Rumpelstilzchen erfindet das Insulin, der böse Wolf verkleidet sich als Diabetes­beraterin … druckfrische Diabetes-Märchen „für Leser mit und ohne Diabetes, Typ 1, Typ 2 – ganz einerlei“.

„Grimms Märchen – Die kuriosen Versionen mit Diabetes“ von Tobias Sessler, 184 Seiten, ISBN: 978-3-7526-0834-2. Für 12,95 €, BoD (Books on Demand GmbH).

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  • Huhu, ich bin Marina und 23 Jahre alt, studiere in Marburg, habe schon etwas länger Typ 1 Diabetes und würde mich total über persönlichen Austausch mit anderen jungen Menschen/Studis… freuen, vielleicht auch mal ein Treffen organisieren oder so 🙂 Schreibt mir gerne, wenn ihr auch Lust habt!

  • Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!

    Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.

    Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.

    LG Wolfgang

  • Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!

    • Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
      Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
      Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
      Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
      Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter!

    • @suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊

    • wolfgang65 antwortete vor 2 Tagen

      Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
      Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
      Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
      auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.

      Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.

      Gruss Wolfgang

    • Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.

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