#BSLounge- und Buch-Autorin Antje Thiel ausgezeichnet

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#BSLounge- und Buch-Autorin Antje Thiel ausgezeichnet

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hat heute im Rahmen der 13. Diabetes Herbsttagung in Leipzig zum sechsten Mal ihre Medienpreise für herausragende journalistische Beiträge zum Thema Diabetes mellitus vergeben. Dabei ist auch Antje Thiel unter den Preisträgern, die in der Kategorie Online geehrt wurde.

Kommunikative Fähigkeiten sind für die Behandlung des Diabetes mellitus von besonderer Bedeutung und ein wichtiger Bestandteil der Patientenorientierung. Aber nicht nur Ärztinnen und Ärzte sind gefordert, wenn es um die richtige Art des Miteinander-Sprechens geht, sondern auch Patientinnen und Patienten können und sollen aktiv mit dem gesamten Behandlungsteam kommunizieren.

Welche Bedeutung gute Kommunikation hat und wie sie gelingt – diese Fragen standen im Mittelpunkt der Medienpreise 2019, ausgeschrieben unter dem Titel: „Kommunikation und Patientenorientierung“, in den vier Kategorien Hörfunk, Fernsehen, Print und Online. „Unseren vier diesjährigen Preisträgern ist es – so unterschiedlich ihre Themen und Herangehensweisen auch sind – überzeugend gelungen, hierauf Antworten zu geben“, sagte Prof. Dr. Baptist Gallwitz, DDG-Mediensprecher und Vorsitzender der fünfköpfigen Jury der DDG-Medienpreise.

„Schluss mit negativer Sprache“ – Antje Thiel für Blogbeitrag geehrt

Den Preis in der Kategorie Online erhält die Medizinjournalistin Antje Thiel, die unter anderem für die Online-Diabetes-Community Blood Sugar Lounge (#BSLounge) schreibt und Autorin des Buches „In guten wie in schlechten Werten“ ist. Den DDG-Medienpreis erhielt sie für ihren Blogbeitrag „Schluss mit negativer Sprache – warum wir auch in Deutschland eine Bewegung wie #LanguageMatters brauchen“.

„Diabetiker“ oder „Mensch mit Diabetes“?, „Compliance, Adhärenz und Therapietreue“ oder besser „gemeinsam erarbeitete Therapieziele“? Sprache kann Selbstbild und Haltung zu einer Erkrankung wie beispielsweise Diabetes beeinflussen. Sprache kann diskriminierend, stigmatisierend und verletzend sein. Sie kann Machtgefälle abbilden und Überlegenheitshaltungen offenbar machen.

Menschen mit Diabetes sprachlich nicht herabsetzen und stigmatisieren

Antje Thiel greift in ihrem Text eine Debatte aus englischsprachigen Ländern wie Australien, Großbritannien und den USA auf. Dort wird seit einiger Zeit bereits unter dem Hashtag #LanguageMatters eine Diskussion geführt, wie man mit und über Menschen mit Diabetes sprechen kann, ohne sie herabzusetzen und zu stigmatisieren. Die Autorin macht deutlich, weshalb auch in Deutschland eine Auseinandersetzung dazu nötig ist.

„Kritisiert wird eine Sprache, die Menschen mit Diabetes auf Objekte reduziert, ihnen implizit Eigenverantwortung abspricht und ihnen dadurch die Selbstwirksamkeit nimmt. Der Text ist zudem von besonderer Qualität, weil er sowohl aus der Betroffenenperspektive als auch aus Sicht eines Profis, nämlich einer Medizinjournalistin, geschrieben ist“, fasst Gallwitz die Jury-Entscheidung zusammen. Die im Blogbeitrag begründete Sprachkritik samt Verbesserungsvorschlägen kann langfristig zu einer besseren Akzeptanz der Menschen mit Diabetes beitragen und den Betroffenen den Rücken stärken. Ein herausragender Beitrag, so das Votum der Jury.

Weitere Preisträger der diesjährigen DDG-Medienpreise

Neben Antje Thiel ging die DDG-Medienpreise 2019 an Regine Hauch (WDR 5 Quarks) in der Kategorie Hörfunk für den Beitrag „Diabetes und die Psyche“, Marco Giacopuzzi (Hessischer Rundfunk) in der Kategorie Fernsehen für den Beitrag „Leonard hat Diabetes“ sowie Dr. Sabine Haaß (Diabetes Ratgeber) in der Kategorie Print für ihren Artikel „Mein Arzt und ich“.


Quelle: Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) | Redaktion

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  • Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 3 Tagen, 15 Stunden

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 4 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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