- Leben mit Diabetes
Das Glück, Diabetes zu haben
2 Minuten
Gewiss wünscht sich niemand, Diabetes zu haben. Für unsere Kolumnistin Jana Einser gilt dies natürlich ebenso. Doch in Anbetracht einer Krebserkrankung in ihrem engsten Familienumfeld sagt sie sich: Wenn schon eine Erkrankung haben, dann lieber eine, die ich aktiv und selbstbestimmt managen kann.
Ich bin glücklich, Diabetes zu haben! “Spinnt die?” werden jetzt bestimmt einige sagen. Denn krank zu sein, ist wahrscheinlich für niemanden wünschenswert. Wenn ich aber ein Wort ergänze, dann werden mir viele zustimmen: Ich bin glücklich, nur Diabetes zu haben!
Es kann immer viel schlimmer kommen…
Das wurde mir wieder einmal sehr bewusst, als vor wenigen Wochen bei einem Familienmitglied Krebs diagnostiziert wurde. Erst der Schock, dann die bange Zeit des Wartens bis zur Krankenhausaufnahme zur weiterführenden Diagnostik: War der Krebs nur an der gefundenen Stelle, oder war er bereits durch den Körper gewandert? Und dann das Bewusstsein: Jetzt hängt nahezu alles von anderen ab, wie das ausgehen wird. Können Sie sich jetzt mein Empfinden vorstellen?
Natürlich bringt der Diabetes Einschränkungen mit sich – aber ich kann, wie viele andere, damit gut umgehen und leben. Natürlich ist der Diabetes eine tödliche Erkrankung, wenn ich mein lebenserhaltendes Insulin nicht mehr bekomme – aber in unseren Breiten und in der heutigen Zeit muss ich nicht mit einem Mangel an Insulin rechnen. Natürlich müssen manchmal andere Menschen auf mich Rücksicht nehmen, wenn eine Unterzuckerung eintritt, die mich zu einer Pause zwingt – aber das ist normalerweise kein Problem.
Die Krankheit aktiv und selbstbestimmt managen
Das Entscheidende aber ist: Ich kann eine Menge selbst dafür tun, dass der Diabetes in mein Leben passt – und “mein guter Freund” und ich ein schönes Leben führen können. Das gilt nicht nur für uns Typ-1-Diabetiker, noch mehr gilt es für Typ-2-Diabetiker.
Ich muss es einfach wollen und die Sache anpacken – aktiv und selbstbestimmt. Ich kann entscheiden, ob ich meinen Blutzucker mit ungesunder Limonade in die Höhe jage oder mir lieber einen Kräutertee mache, der meinem Blutzucker gar nichts anhaben kann. Ich kann auch entscheiden, ob ich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahre oder mich faul im Bus transportieren lasse.
Natürlich kann auch jemand, bei dem eine Krebserkrankung auftritt, sich für oder gegen Dinge im alltäglichen Leben entscheiden – dem Krebs ist das aber meist völlig egal. Er und das Überleben mit ihm hängt weitgehend von anderen ab. Genießen wir deshalb, dass wir aktiv unsere Krankheit managen können!
von Jana Einser

Kontakt:
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (06131) 9 60 70 0, Fax: (06131) 9 60 70 90,
E-mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2016; 65 (12) Seite 90
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 5 Tagen, 16 Stunden
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus! -
stephanie-haack postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 3 Wochen, 6 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße