- Leben mit Diabetes
Laubers Kolumne: Diabetes – die vergessene Pandemie
3 Minuten
Ungebremst explodieren seit Jahren die Zahlen beim Typ-2-Diabetes. Doch nun schlagen renommierte Experten Alarm. Bestsellerautor Hans Lauber gibt in seiner Kolumne einen Überblick.
Es geht doch! In einer einzigartigen Anstrengung hat sich die Gesellschaft gegen die Bedrohung durch Corona gewehrt: Um die Virus-Übertragung zu reduzieren, wurden Kontakte massiv eingeschränkt, bis hin zu Lockdowns und Ausgangssperren. Gleichzeitig wurde eine gigantische Impfkampagne gestartet, die Kosten von über 20 Milliarden Euro verursacht. Sicher, es gab vereinzelte Proteste. Aber ansonsten wurden diese Opfer von einem Großteil der Bevölkerung akzeptiert. Inzwischen gibt es ermutigende Ergebnisse, die Rückkehr zur Normalität verläuft holprig, aber zielstrebig. Wobei das Ziel einer völligen Eliminierung des Virus natürlich illusorisch ist, weshalb die Zero-Covid-Kampagnen weltweit scheitern.
So vielversprechend der Kampf gegen Corona verläuft, so enttäuschend verläuft der Kampf gegen die zweite große Geisel der Menschheit: Typ-2-Diabetes. Allein in Deutschland haben über acht Millionen Menschen einen sicher diagnostizierten Typ-2-Diabetes. Dazu kommen rund zwei Millionen Fälle von noch unerkanntem „Zucker“. Erschreckend: Jedes Jahr kommen einige Hunderttausend neue Fälle dazu. Erschreckend ist aber nicht nur das persönliche Leid infolge von Amputationen, schleichender Erblindung und vielen Toten. Erschreckend sind auch die Krankheitskosten von 21 Milliarden Euro, plus beträchtliche indirekte Kosten, etwa für Arbeitsunfähigkeit und Frühverrentung. Noch schlimmer sind die weltweiten Werte: Inzwischen sind weit über 400 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt, wahrlich pandemische Dimensionen.
Nur, das alles ist nicht neu. Schon als ich vor über 20 Jahren meinen Bestseller „Fit wie ein Diabetiker“ schrieb, waren die grundlegenden Tendenzen ähnlich. Ähnlich waren damals auch schon die vorgeschlagenen Maßnahmen gegen diese heimliche Pandemie: Reduktion des Gewichts, denn zu viele Pfunde sind die Hauptursache für Typ-2, weshalb ich auch von Lifestyle-Diabetes spreche. Doch inzwischen sind zwei Drittel aller Männer und über die Hälfte aller Frauen übergewichtig bis fett – und Corona hat diese Lage noch verschlimmert, viele haben in den Lockdowns mehrere Kilo zugelegt. Neben dem Übergewicht ist auch der Bewegungsmangel eine wesentliche Ursache für den Lifestyle-Diabetes – und da haben gesperrte Spielplätze und geschlossene Schwimmbäder gerade bei den Kindern „pfundige“ Spuren hinterlassen.
Wie dramatisch die Lage inzwischen von den Experten eingeschätzt wird, zeigt ein ungewohnt deutlicher Appell der renommierten Deutschen Diabetes Gesellschaft DDG, über den die FAZ am 15. September 2021 berichtete: Da werden ein „Paradigmenwechsel“, werden „Verbote“, gar ein „Umbruch der politischen Landschaft“ gefordert. Große Worte, die in der Regel aber wohl folgenlos bleiben. Denn nicht einmal die seit Jahren angemahnten praktischen Schritte, die von der DDG jetzt noch einmal wiederholt werden, haben größere Chancen auf eine Umsetzung: Nämlich ein Werbeverbot für ungesunde Lebensmittel, eine verpflichtende Lebensmittelampel (etwa Nutri-Score), eine nach Krankheitswert gestaffelte Mehrwertsteuer, sodass etwa Gemüse gar nicht und Süßgetränke hoch besteuert würden.
Genussvolle Diabetes-Prävention: Keine Mehrwertsteuer für Gemüse
Würden allein diese drei Maßnahmen verwirklicht, wäre das ein gewaltiger Fortschritt für die Diabetes-Prävention. Ein Fortschritt, der menschliches Leid lindert und die Kosten für die Behandlungen deutlich senkt. Sicher, die entsprechenden Lobbyisten würden aufschreien. Nur, da empfiehlt sich etwas, das bei Corona sehr wirksam war: Der Verweis auf die Hospitalisierung und ihre Kosten, schließlich wird jedes fünfte Krankenhausbett von Diabetes-Patienten belegt. Wäre doch ein guter Ansatz für anstehende Koalitionsverhandlungen: Mehr Corona-Courage wagen!
Wer wissen will, wie die einzelnen Menschen, aber auch wie die Gesellschaft Diabetes-präventiv werden kann, dem empfehle ich meine sieben Bücher.
von Hans Lauber
- E-Mail: aktiv@lauber-methode.de
- Internet: www.lauber-methode.de
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lelolali postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Für alle Höhen und Tiefen vor 9 Stunden, 21 Minuten
Hallo, ich bin noch ganz neu hier. Ich war heute beim T1day und bin dadurch auf den DiabetesAnker aufmerksam geworden. Ich bin Ende 20 und komme aus Berlin und bin auf der Suche nach anderen Menschen mit Typ 1 Diabetes (ungefähr in meinem Alter) zum Austauschen und Quatschen. Vielleicht hat ja jemand Interesse 🙂
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jasminj postete ein Update vor 16 Stunden, 57 Minuten
Hi,
Ich bin Jasmin und gerade auf dem t1day 🙂 hab seit 23 Jahren Diabetes, aktuell mit Ypsopump und G7. Bin entweder in Hamburg oder Berlin anzutreffen und freue mich auf Kontakte und Austausch!-
lelolali antwortete vor 9 Stunden, 30 Minuten
Hey Jasmin, ich war heute auch auf dem T1day, vielleicht hast du Lust auf Austausch 🙂
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jasminj antwortete vor 9 Stunden, 7 Minuten
@lelolali: Ich würde mich über Austausch und Kontakte sehr freuen. Gerne hier oder anders online und ansonsten bin ich aktuell alle ein bis zwei Wochen in Berlin – also ggf. auch gerne persönlich?
Wie hat Dir der Tag gefallen? -
lelolali antwortete vor 8 Stunden
@jasminj: Ja sehr gerne! Ich kann dir hier leider keine private Nachricht schreiben (werde auf die Startseite weitergeleitet) , funktioniert dies bei dir? 🙂
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jasminj antwortete vor 7 Stunden, 6 Minuten
@lelolali: funktioniert bei mir leider auch nicht. Ich wollte es mir morgen nochmal über die Webabsicht anschauen, vllt geht es da 🙂
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galu postete ein Update vor 4 Tagen, 13 Stunden
hallo,
ich bin d«Deutsche und lebe seit ca.40jahren in Portugal… meine Tochter, deutsch portugiesin, nun 27 ist seit ihrem 11.Lebensjahr Typ1.
Nachdem ich, gleich nach der Diagnose, eine Selbsgthilfegruppe – die jungen Diabetiker der Algarve, gegruendet habe – finden wir nun so einige Beschraenkungen, was Selbsthilfe und relevante Info betrifft….meine Frage an die Gruppe:
Kann mir jemand , irgendwo in Deutschland eine gute Diabetes Kur oder Kuren mit Hauptgewicht auf Diabetes empfehlen?
Wir werden eh alles privat organsieren und bezahlen muessen – also sind eh nicht auf Krankenkassenangebote angewiesen (falls es diese ueberhaupt (wo?) geben sollte)
Irgendwo in Deutschland (vielleicht nicht zuweit weg von internationalen Flughaefen, da wir ja immer aus Portugal kommen muessen.
Hat vielleicht jemand eine Idee? vielen dank im Voraus-
connyhumboldt antwortete vor 4 Tagen, 11 Stunden
Hallo! Die beste Klinik für Diabetes ist in Bad Mergentheim! Ich hoffe Euch damit geholfen zu haben! Die Gesetzlichen Krankenkassen schicken die bei ihnen versicherten Diabetiker alle dahin! Privat geht aber auch? Liebe Grüße aus dem kalten Deutschland!
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