- Leben mit Diabetes
Laubers Kolumne: Die Pissköche
2 Minuten
Fäkalsprache statt Essensfreude. Die neue Vox-Dinnershow verhunzt Essen endgültig zum Gelaber. Auf der Strecke bleibt: Der gute Geschmack.
Um Quote zu machen, werden die Kochshows immer schriller: Besonders schlimm treibt es die vom omnipräsenten Tim Mälzer konzipierte Sendung „Ready to Beef“ auf Vox. Dort treten jeweils zwei Dreier-Teams gegeneinander an, die genau zehn Minuten Zeit haben, ein exzellentes Gericht mit einer speziellen Zutat zu kochen. Wer gewinnt, das entscheidet der ebenfalls allgegenwärtige, mit zwei Sternen ausgezeichnete Tim Raue aus Berlin.
So weit, so irreal. Denn nach der Präsentation der Zutat, etwa einer Lammkeule, starten die Teams sofort mit dem Kochen, ohne dass es eine Besprechung gibt. Aber das alles spielt keine Rolle, das Ganze ist natürlich eine Inszenierung – und die Regeln sind ähnlich abstrus wie bei der Urmutter all dieser „Wettkämpfe“, nämlich Tutti Frutti von RTL.
Wirklich ärgerlich ist der Umgangston. Wenn etwa Tim Mälzer, der mit „Kitchen Impossible“ durchaus ein aufschlussreiches Format kreiert hat, Tim Raue sowohl als „Riesenarschloch“ und gleichzeitig als „Freund“ bezeichnet. Und wenn Mälzer dann beim Probieren eines Gerichtes frotzelt „ich kann mich nicht erinnern, wann ich bei dir das letzte Mal so gut gegessen habe“. Worauf Raue in die unterste Schublade greift und lospoltert: „Da wunderst du dich, dass ich sage, dass ich dir ins Essen pisse beim nächsten Mal“.
Das ist natürlich eine gezielte Provokation – und gerade Raue kokettiert immer wieder mit seinem Image als Schläger einer Kreuzberger Jugendgang. Nur, wie verträgt sich „ins Essen pissen“ mit dem gleichzeitigen Aufbau einer gutbürgerlichen Küche für die herrlich gelegene „Villa Kellermann“ in Potsdam zusammen mit Günther Jauch? Wie verträgt sich das mit dem unverhohlenen Streben nach einem dritten Stern, der höchsten gastronomischen Auszeichnung?
Was ich auch nicht verstehe: Warum begeben sich renommierte Köche wie Tristan Brandt (zwei Sterne in Mannheim) und Max Strohe (ein Stern in Berlin) auf dieses Niveau. Es wäre für sie ein Leichtes, sich von diesem erbärmlichen Gelaber zu distanzieren, schließlich werden die Sendungen ja aufgezeichnet. Überhaupt die Michelin-Sterne: Sie geben diesem Unterschichtenfernsehen (Originalton Harald Schmidt) erst den seriösen Anstrich. Wäre es da nicht an der Zeit, dass die gestrengen Michelin-Tester auch einmal die charakterliche Eignung der Ausgezeichneten in die Bewertung einbeziehen?
Noch ein generelles Wort zu all diesen Küchenschlachten, die ja gerade junge Leute ganz stark in ihrem Essverhalten determinieren: Immer geht es ums Gewinnen. Immer geht es darum, schneller als andere fertig zu sein. Fast nie geht es um das wirklich Wichtige: Wo kommen die Produkte her; wurden die Erzeuger korrekt bezahlt; welche gesundheitlichen Wirkungen haben die Gerichte – und was auch völlig zu kurz kommt: Essen als eine verbindende Kulturtechnik, wo der gute Geschmack auch eine sinn- und identitätsstiftende Funktion hat.
Jenseits des Schlachtenlärms: Vincent Klink
Wer all diese Tugenden erleben will, dem empfehle ich eine scheinbar altväterliche Sendung von einem unserer großen Meisterköche, der schon regional und verständlich gekocht hat, als all die durchgeknallten Hipster aus Berlin noch an der Currywurst hingen: Vincent Klink im dritten Programm des SWR.
von Hans Lauber
- E-Mail: aktiv@lauber-methode.de
- Internet: www.lauber-methode.de
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 2 Wochen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55
