- Aus der Community
Ein ruhiger Monat?
2 Minuten

Der Dezember ist ein ganz besonderer Monat, findet Tine. Er steht gleichsam für Hektik und Stress wie für Gemütlichkeit und Besinnlichkeit; und kulinarisch lauern gerade für Menschen mit Diabetes ganz besondere „Gefahren“. Tines Tipps für einen gelungen Dezember erfahrt Ihr in ihrer Kolumne.
Mit großen Schritten bewegen wir uns auf die Feiertage und das Jahresende zu. Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass der Dezember jedes Jahr immer schneller an mir vorbeizieht, allerdings habe ich noch nicht herausfinden können, woran das genau liegt. Vielleicht ein Phänomen des Alterns?
Trotz aller Hektik: endlich einen Gang runterfahren
Nicht nur in Berlin werden die Weihnachtsmärkte und -beleuchtungen immer früher aufgebaut. Und der Lebkuchen steht doch auch schon seit September im Supermarktregal. Es wird noch früher dunkel, aber gleichzeitig ist die ganze Stadt in strahlende Lichter und einen gewissen winterlichen Geruch gehüllt – und irgendwie plötzlich sehr gemütlich. Eine wirklich besondere Atmosphäre.
Und obwohl alle in diesen letzten Wochen des Jahres irgendwie hektischer werden, habe ich für mich die Erfahrung gemacht, dass es jetzt die beste Zeit ist, um endlich einen Gang runterzufahren: für mich und für meinen Blutzucker.
Anstrengend: Überall lauern winterliche kulinarische Gefahren
Habe ich mir im November noch vorgenommen, mir neue Routinen anzugewöhnen und den Sport wieder etwas gewissenhafter anzugehen, so dreht sich für mich im Dezember alles neben den neuen Routinen auch um Ankommen, Entspannen, Feiertags-Menüplanung und wie ich die Tage so gut es geht meinen Liebsten widmen kann, ohne mich selbst dabei zu vernachlässigen. Denn ich möchte es ja wie gesagt ruhiger angehen lassen im Dezember.
Dieser Monat kann blutzuckertechnisch gesehen sehr interessant, aber auch anstrengend für einen Menschen mit Diabetes sein. Überall lauern winterliche kulinarische Gefahren, von Allgäuer Kässpätzle bis Zuckerplätzchen verkaufen gerade die Weihnachtsmärkte Berlins alles, was das Herz begehrt und den Blutzucker unkontrolliert ansteigen lässt. Dazu gesellt sich noch der Stress, den wir uns um die Feiertage oft machen, schon ist das Chaos perfekt.
Dezember: aufregend, gemütlich, gesellig
All die Dezember-Besonderheiten lassen den Monat fix zu einem der aufregendsten, gemütlichsten und geselligsten des Jahres werden; da können die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden schnell mal hintenangestellt werden. Gerade jetzt ist es wichtig, auf sich zu achten und dabei nicht durchzudrehen. Sich nicht fertig zu machen, wenn etwas nicht so gut klappt; und wie schon gesagt einen Gang zurückzuschalten.
Der Dezember ist vielleicht nicht der beste Monat, um endlich lange aufgeschobene Basalratentests zu machen oder extrem streng mit sich und seinen Werten zu sein. Trotzdem dürfen wir uns nicht komplett gehenlassen, denn der Diabetes lässt uns auch jetzt nicht in Ruhe – das macht er so gut wie nie.
Nutzt den Monat – für Eure Liebsten und für Euch!
Nutzt den Monat: Vielleicht könnt ihr eure Partner, Freunde oder Familien ernsthafter in eure Therapie einbinden und euch mit ihnen zusammen um euch kümmern, sollten sie das nicht sowieso schon voller Liebe tun. Denn gemeinsam runterfahren und sich umeinander kümmern – darum geht es doch, oder?
Eure Tine
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2016; 65 (12) Seite 48
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kety22 postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?
- moira antwortete vor 5 Tagen, 18 Stunden
Hallo!
Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
Allerdings habe ich kaum noch Unterzucker seit ich meine Insulinpumpe habe.
Vielleicht hilft das etwas – viel Glück
katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 2 Wochen, 2 Tagen
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Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
- katrin-kraatz antwortete vor 2 Wochen, 1 Tag
Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?




