- Leben mit Diabetes
Kampagne macht auf Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit Diabetes aufmerksam
2 Minuten

Beim diesjährigen ATTD-Kongress, bei dem sich alles um neue Diabetestechnologie dreht, beteiligten sich erstmals auch Menschen aus der Diabetes-Community mit einer eigenen Sitzung. Hier erfährst du mehr über einem der Vorträge, in dem eine neue US-amerikanische Kampagne vorgestellt wurde. Sie macht sich stark gegen Ausgrenzung und Vorurteile gegenüber Menschen mit Diabetes.
Bislang waren wissenschaftliche Kongresse ausschließlich medizinischen Fachkräften vorbehalten. Patient*innen hatten keinen Zutritt – auch wenn sie sich quasi direkt an der Quelle über ihre Erkrankung schlau machen wollten. Und erst recht nicht, wenn sie der Fachwelt selbst ein wenig Inneneinsichten vom Leben mit Diabetes vermitteln wollten.
Doch so langsam öffnen sich die zuvor verschlossenen Türen. An immer mehr Diabetes-Tagungen dürfen auch Menschen mit Diabetes teilnehmen, Vortragssitzungen besuchen und im Anschluss via Social Media ihrer Community davon berichten. Oder sie gestalteten sogar das Programm mit, wie beim #dedoc°-Symposium im Rahmen des ATTD-Kongresses Ende April in Barcelona. Das Kürzel dedoc steht dabei für ‚Deutsche Diabetes Online-Community‘.
Bewusstsein für die Stigmatisierung und Diskriminierung gegenüber Menschen mit Diabetes schärfen
Ein zentrales Anliegen der Community ist es, das Bewusstsein für die Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit Diabetes zu schärfen. „Das Thema ist bislang eine Leerstelle in der Diabetesversorgung“, berichtete Mathew Garza von der Stiftung diaTribe in San Francisco. Er stellte die jüngst gestartete Kampagne „dStigmatize“ vor. Diabetesbezogene Stigmatisierung bezeichnet dabei Ausgrenzung, Ablehnung, Vorurteile und Vorwürfe, die Menschen mit Diabetes im Zusammenhang mit ihrer Erkrankung erleben. Sie wurzeln häufig in falschen Vorstellungen darüber, was Diabetes auslöst und wie er behandelt wird.
„Menschen mit Diabetes begegnen überall Stigmatisierung, auch in den Arztpraxen und sogar in der Diabetes-Community“, betonte Garza. Während Stigmatisierung beim Typ-2-Diabetes vor allem mit dem Körpergewicht assoziiert ist, berichten Menschen mit Typ-1-Diabetes eher über Ausgrenzung oder Ablehnung im Zusammenhang mit der Insulininjektion.
Folgen von Stigmatisierung und Diskriminierung: Sorgen, Anspannung und sogar depressive Episoden
Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit Diabetes könne sich negativ auf die psychische und physische Gesundheit auswirken. „Sie kratzt am Selbstbewusstsein und kann Selbstvorwürfe und Scham, aber auch Gefühle wie Angst, Wut und Einsamkeit auslösen“, erklärte der Referent. Außerdem begünstige sie Sorgen und Anspannung bis hin zu depressiven Episoden. Betroffene versuchten dann häufig, ihren Diabetes zu verheimlichen. Darunter leide die Behandlungsqualität ebenso wie die Leistungsfähigkeit in Beruf und Alltag Eine belastete Psyche kann sogar die Insulinresistenz verstärken. „Ärztinnen und Ärzte sollten wissen, dass Stigmatisierung die klinischen Ergebnisse verschlechtern kann“, sagte Garza.
Herzstück der Kampagne ist die Website dStigmatize.org, auf der Menschen mit Diabetes über ihre Erfahrungen bezüglich Stigmatisierung und Diskriminierung berichten. Daneben liefert die Seite konkrete Anregungen für den Alltag. Besonderer Fokus liegt dabei auf dem Thema Sprache. „Wir wollen keine Sprachpolizei sein“, betonte Garza, „sondern vielmehr im Zusammenhang mit Diabetes eine Kultur des Mitgefühls schaffen.“
Deutsche Kampagne ‚Sag es laut!‘ will Menschen mit Typ-2-Diabetes zu mehr Sichtbarkeit verhelfen
In Deutschland gibt es zwar noch keine Kampagne, die sich gezielt gegen Stigmatisierung und Diskriminierung bei Diabetes wendet. Dafür will die Kampagne ‚Sag es laut‘ über das Portal Diabetes-Stimme Menschen mit Typ-2-Diabetes zu mehr Sichtbarkeit verschaffen und ihre Herausforderungen in Politik und Öffentlichkeit bekannter machen.
von Antje Thiel
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uho1 postete ein Update vor 22 Stunden, 27 Minuten
@calvin240
Ich hätte eine Frage zum
Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute- calvin240 antwortete vor 22 Stunden, 15 Minuten
Habe ich angenommen, schreibe mir gerne eine Nachricht
Liebe Grüße
123novesia postete ein Update vor 2 Tagen, 19 Stunden
Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.
- lena-schmidt antwortete vor 1 Tag, 20 Stunden
Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staatsexamen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena
jseiffert postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Hallo zusammen,
heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
Wir freuen uns auf Euch! 🙂Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im September – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 8. September! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]





