- Aus der Community
Kolumne „Fernweh“: Reisen im Kopf
2 Minuten
In ihrer Kolumne „Fernweh“ erzählt Susanne Löw von ihrer Reiseleidenschaft, die schon als Kind mit einem leuchtenden Globus begann. Trotz der Herausforderung, mit Typ-1-Diabetes unterwegs zu sein, lässt sie sich nicht davon abhalten, in Gedanken und auf echten Reisen die Welt zu entdecken.
Als Kind hatte ich einen Globus. Der stand auf dem Nachtkästchen neben meinem Bett und hatte eine integrierte Lampe. Wenn ich die im Dunkeln anmachte, leuchtete die Welt neben mir und ich konnte mit dem Finger über Länder und Meere reisen. Dank des Lichts erkannte man Berge, Wüsten und Grünflächen.
Oft drehte ich den Globus und bremste ihn bei geschlossenen Augen mit einem Finger wieder: Wo hält er an, werde ich irgendwann mal dorthin reisen? Wie sieht es da wohl aus? Genauso oft stoppte mein Finger allerdings auf einem der Weltmeere und ich musste wieder und wieder drehen, bis er endlich mal auf Land landete …
Heute drehe ich keinen Globus mehr, um mich für mögliche Reisen zu inspirieren. Ich höre vielmehr von spannenden Reise-Erlebnissen von Freunden, lese über Kulturen und Länder, sehe Reportagen und Dokumentationen. Mein Lieblingsort in Buchläden? Ganz klar: die Reise-Abteilung.
Reisen beginnt oft schon in unseren Vorstellungen
Denn damals wie heute gilt: Mit der Vorstellung beginnt die Reise bereits! Auch gedankliche Ausflüge in Form von Büchern, Bildern, Podcasts und Videos von nahen und fernen Orten machen mir große Freude. Was haben andere in der Fremde erlebt, wen haben sie vor Ort getroffen? Wie sehen die Länder aus, was essen die Menschen dort, wie feiern und trauern sie?
Dass sich im Alter von 21 Jahren auf den echten und den gedanklichen Reisen Typ-1-Diabetes als Reisebegleiter gesellte, der ungefragt kam und blieb, änderte nichts an dieser Freude. Denn auch wenn es mit Zucker im Gepäck unterwegs einiges (mehr) zu beachten gibt, sollte man sich von der chronischen Erkrankung nicht von seinen Interessen und Hobbys abhalten lassen.
Autorin Susanne Löw und ihre Kolumne Fernweh
Susanne Löw ist freie Journalistin und lebt in Hamburg. Die gebürtige Bayerin hat seit dem Jahr 2002 Typ-1-Diabetes und ist seitdem erst recht gern unterwegs. Über ihre weltweiten Erfahrungen mit „Zucker im Gepäck“ berichtet sie im Diabetes-Anker-Podcast.
In der Kolumne Fernweh schreibt sie in jeder Diabetes-Anker-Ausgabe über ihre Reise-Leidenschaft uns alles, was dazugehört.

Den Globus gibt es schon lange nicht mehr in meinem alten Kinderzimmer bei meinen Eltern. Mittlerweile war ich aber an vielen schönen Flecken der Erde. Einmal war ich viele Wochen lang an Bord eines Containerschiffs und überquerte unter anderem den Atlantik damit. Dass mein Finger damals in der Kindheit hin und wieder beim Drehen der Weltkugel mitten auf einem Ozean gestoppt ist, hat sich also nachträglich tatsächlich als Prognose bewahrheitet.
Aus Fantasie wird manchmal Realität. Daher nichts wie los auf die nächste Reise im Kopf. Ich bin dann mal eben weg … in der Buchhandlung!
von Susanne Löw
Erschienen in: Diabetes-Anker, 2025; 73 (7) Seite 82
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stephanie-haack postete ein Update vor 3 Wochen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 3 Wochen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 3 Wochen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Monat
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
