- Leben mit Diabetes
Kolumne | Zum guten Schluss: Verflixt: Alltag ist nicht gleich Alltag!
2 Minuten

In ihrem letzten Urlaub hat Alex Adabei aufs Neue festgestellt, wie sehr sie diejenigen bewundert, die dem Diabetes alltäglich gerecht werden – zu Hause wie im Urlaub.
Ach, Urlaub! Auch schon wieder vorbei! Schön war die Pause von der deutschen Hektik. Kaum zu Hause, bricht der Alltag über mich herein. Und ein neues Auto brauchen wir auch …
Ich muss an einen Satz denken, der immer wieder fällt, wenn es um Diabetes geht: “Vom Diabetes gibt es keinen Urlaub.” Es stimmt, Ihr Diabetes-Alltag bleibt, auch wenn Sie in exotische Länder reisen. Ein Kind mit Diabetes nur Fanta trinken zu lassen, einfach weil Urlaub ist? Das geht natürlich nicht. Ungehemmt alle landestypischen Süßspeisen probieren, aus Neugier und weil es so gut schmeckt? Beim Büffet am Abend über die Stränge schlagen? Geht auch nicht so ohne weiteres. Und wenn es im Urlaub Probleme gibt mit dem Diabetes? Dann müssen Sie einen Plan B in der Tasche haben.
Interessant ist trotzdem, dass es neben dem Diabetes-Alltag und den Routinen zu Hause auch den Urlaubs-Alltag gibt. Dieser ganz spezielle Alltag stellt sich bei mir schon nach zwei Tagen ein.
Zum Beispiel beim Frühstück im Urlaub. Mir tut es nämlich gut, ordentlich zu frühstücken. Tue ich das nicht, kann ich im Tagesverlauf kaum einer Süßigkeit widerstehen. Wird mein Bauch also des Morgens nicht ausreichend gefüllt, haben Schokolade und Kekse den ganzen Tag über leichtes Spiel.
Verflixt: Obwohl ich das weiß, gelingt es mir in meinem Zu-Hause-Alltag selten, mich morgens gegen die süßen Versuchungen des Tages zu wappnen. Im Urlaubs-Alltag hingegen geht das ganz wunderbar – dank des reichhaltigen Büffets und der flinken Kellner.
Kann ich das bitte auch zu Hause haben? Ich hab’s versucht, aber: Das Büffet passt noch nicht mal in die große Reisetasche, und die Kellner wehrten sich und ließen sich nicht koffergerecht zusammenfalten. Aber wenigstens die Idee könnte ich doch mit nach Hause nehmen, als ganz besonderes Souvenir – die Idee, sich morgens Zeit zu nehmen fürs Frühstück und vielleicht sogar mal etwas Neues auszuprobieren.
Zurück im Zu-Hause-Alltag: Die Idee ist da, ich bin da – es könnte losgehen. Nur leider sind auch ganz viele Zeiträuber und Probleme da, die mich meistens scheitern lassen. Eine Idee als Souvenir – das funktioniert bei mir leider nicht. Mein Alltag hat mich wieder, und ein gutes Frühstück scheint unerreichbar!
Urlaubsalltag, Zu-Hause-Alltag? So eine spitzfindige Unterscheidung können Sie sich nicht leisten – der Diabetes gehört immer dazu. Ich bewundere alle, die dem Diabetes alltäglich gerecht werden – zu Hause und im Urlaub.

von Alex Adabei
Alex Adabei war ein fiktiver Charakter im Rahmen der Kolumne „Zum guten Schluss“, die von 2013 bis 2024 im Diabetes-Journal erschienen ist. Hinter der Rolle als Frau mit vielen Bekannten und Verwandten mit Typ-2-Diabetes, die von ihren Typ-F-Erfahrungen berichtete, steckte ein echter Mensch, mit ähnlichem Hintergrund.
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2013; 62 (6) Seite 82
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multi postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Doppel-Diabetes vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo, hat hier noch jemand Doppeldiabetes (durch Corona verursacht oder warum auch immer)? Ich würde mich gerne austauschen.
olivers postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Hallo Zusammen!
Ich bin ein T3er und freue mich Gleichbetroffene zwecks Erfahrungsaustausch zu finden. Bin im Frankfurter Raum, aber auch im Heidelberger Raum unterwegs.
Liebe Grüße
Oliver- gunnar83 antwortete vor 2 Tagen, 18 Stunden
Hey Oliver, kannst mich gerne mal anschreiben. Viele Grüße
Gunnar - olivers antwortete vor 2 Tagen, 15 Stunden
@gunnar83: hallo, aktuell im Frankfurter Raum. Wir können aber gerne mal ein Treffen organisieren, zwecks Austausch.
Viele Grüße
Oliver - brandt antwortete vor 13 Stunden, 30 Minuten
Hallo Oliver, auch ich bin Typ 3c und würde mich gern mit dir ein wenig per Mail mit dir austauschen, wenn du magst. Bin vor 15 Jahren mit Kausch-Whipple auf “Verdacht” operiert worden – war aber kein Krebs, sondern “nur” eine Pankreatitis (AIP), also eine Fehldiagnose (hätte keiner OP bedurft, also kein Diabetes als Folge).
zojou96 postete ein Update vor 2 Wochen
Hallo, ich bin DT1 und trage seit etwa 1 Jahr eine Omnipod-Pumpe. Letztere löst seit mehrere Monaten eine Hautallergie an der Platzierungsstelle aus. Ich habe es bereits mit dem Cavillon-Spray und Pflastern (derzeit Omnifix von Hartmann und Unterpatch von My Sweet Stitch) für empfindliche Haut unter dem Pod probiert. Es hilft aber leider nicht oder nur bedingt, da auch mit Spray die Allergie ausgelöst wird und die Schutzpflaster nicht lange haften. Hat jemand vielleicht eine ähnliche Erfahrung gemacht und eine gute Lösung gefunden? Ich würde gerne weiterhin eine Pumpe tragen, wäre aber auch bereit das Modell zu wechseln, wenn es das Problem mit der Allergie löst. Ich bin um jeden Rat dankbar. Vielen Dank im Voraus 🙂



