- Behandlung
Potenziale und Risiken: Sucht- und Rauschmittel bei Diabetes – meist schlechte Kombination
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Sucht- und Rauschmittel sind Substanzen, die in erster Linie das zentrale Nervensystem beeinflussen. Der Konsum kann sowohl psychische als auch physische Abhängigkeiten hervorrufen. Die typischen Eigenschaften dieser Stoffe sind, dass sie die Stimmung, das Bewusstsein oder die Wahrnehmung verändern. Die Einnahme führt zumindest kurzfristig zu angenehmen Wirkungen wie dem Gefühl der Entspannung oder der Euphorie. Welche Risiken, aber auch etwaige Potenziale sie insbesondere bei Diabetes bieten können, erklärt Prof. Haak.
Für die meisten Suchtmittel gilt, dass sie langfristig und bei regelmäßigem Konsum zur Toleranz-Entwicklung führen. Dies bedeutet, dass immer größere Mengen konsumiert werden müssen, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Ein Absetzen des Suchtmittels führt in vielen Fällen zu unangenehmen Entzugserscheinungen. Zu den legalen Suchtmitteln zählen Alkohol, Nikotin, Schmerzmittel und seit einiger Zeit auch Cannabis. Im Gegensatz dazu gelten Heroin, Kokain, Ecstasy und LSD (Lysergsäurediethylamid) als illegale Suchtmittel.
Aus gesundheitlichen Gründen ist der Konsum von Suchtmitteln nicht ratsam. Dies gilt umso mehr für Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes.
Risiko Suchtmittel bei Diabetes
- Auch legale Suchtmittel wie Alkohol können im Zusammenhang mit Diabetes riskant sein, z.B. bei Unterzuckerungen.
- Therapeutisch eingesetzt können Cannabis und Opioide z.B. bei Schmerzen positiv wirken.
- Illegale Suchtmittel können wegen Bewusstseins-Veränderungen gerade bei Diabetes lebensgefährlich sein.
Alkohol – ein Zellgift
Die Wirkung von Alkohol ist hinlänglich bekannt. Alkohol ist ein Zellgift und stört an vielen Körperstellen die Funktion der Organe. An der Leber blockiert Alkohol die Zucker-Neubildung, da Alkohol als Zellgift bevorzugt von der Leber abgebaut wird. Während dieser Zeit ist die Leber nicht in der Lage, andere Stoffwechsel-Prozesse ausreichend auszuführen, um beispielsweise eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) durch Zucker-Neubildung zu beseitigen.
In größeren Mengen und langfristig führt Alkohol auch zu einer schlechteren Hirn-Leistung. Gepaart mit häufigen Unterzuckerungen kann dies im Alter eine Demenz begünstigen.
Cannabis – therapeutisch einsetzbar
Cannabis enthält als psychoaktive Substanzen THC (Tetrahydrocannabiol) und CBD (Cannabidiol). Diese beeinflussen das Endocannabinoid-System. Cannabis hemmt Entzündungen und lindert Schmerzen. Wegen einiger dieser Eigenschaften wird Cannabis auch als Medikament eingesetzt. Andererseits kann Cannabis das Herz-Kreislauf-System beeinträchtigen und Puls und Blutdruck verändern. Dies ist insbesondere bei Folgeschäden des Diabetes problematisch. Es beeinflusst darüber hinaus auch das Bewusstsein für Unterzuckerungen und führt oft zu einer fehlenden Reaktion auf die typischen Symptome einer Unterzuckerung. Nicht erkannte schwere Hypoglykämien können die Folge sein.
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stephanie-haack postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 2 Wochen, 2 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
