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Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt: #2 | Wie ich den diabetischen Stereotypen in den A*sch trete
3 Minuten

„Frau R., ich sage Ihnen jetzt einfach wie es ist. Sie haben Diabetes.“

In dem Moment, wo meine Hausärztin die Diagnose ausgesprochen hatte, merkte ich, wie sich ein Kloß in meinem Hals bildete. Am liebsten hätte ich einfach direkt los geheult. Diabetes? OMG! Wie war das möglich? Was passiert mit mir? Was bedeutet das nun? Mir schwirrten so viele Fragen durch den Kopf und ich wusste zugleich nicht mehr, wo oben oder unten war. Ich war einfach komplett unter Schock. Ich meine, ich kam, um meinen seltsamen roten Flecken an den Schienbeinen auf den Grund zu gehen und bekam per Zufallsbefund die Diagnose „Diabetes“. Und das mit 27 Jahren! Ist das zu glauben? Nein? Da seid ihr nicht die Ersten!
Meine Hausärztin ordnete mich aufgrund meiner Familien-Historie und meines Übergewichts direkt als Typ 2 ein und empfahl mir, einen Diabetologen für die weitere Behandlung aufzusuchen. Für den Tag selber, wollte sie mich für die Arbeit krankschreiben lassen. Einfach um das Erfahrene verarbeiten zu können. Doch ich entschied mich dagegen. Das Letzte, was ich zu dem Zeitpunkt gebrauchen konnte, war allein mit meinen Gedanken, Sorgen und Ängsten zu sein.
Also entschloss ich mich, auf die Arbeit zu fahren. Doch meine Gedanken kreisten nur um die Diagnose. Was ist eigentlich Diabetes? Was genau macht es mit mir? Stehe ich schon mit einem Bein im Grab? Fragen über Fragen. In diesem Moment fühlte es sich für mich an, als wäre es das Ende der Welt…
Zuhause angekommen, startete ich mit meiner ersten Recherche. Ich lernte, dass es zwei Typen von Diabetikerinnen und Diabetikern gab und das ich zu der Gruppe gehörte, deren Bauchspeicheldrüse noch intakt war. Was bedeutete, dass sie noch eigenes Insulin produzieren konnte und ich somit nicht Insulin spritzen musste. Halleluja! Na wenigstens etwas positives…
Und die Symptome?
Ich las über erste Anzeichen einer diabetischen Erkrankung und ging die Liste sorgfältig durch.
- Starker Durst? Nein.
- Vermehrter Harndrang? Fehlanzeige!
- Trockene oder juckende Haut? Trocken ja, aber schon immer.
- Häufige Infektionen? Nie.
- Müdigkeit? Na, bei den Aufsteh-Zeiten…
- Heißhunger-Attacken? Kommen öfters vor!

Nein, jetzt mal ohne Scherz. Ich hatte wirklich keine typischen Anzeichen, die auf eine Diabetes-Erkrankung hinwiesen. Sprich, ohne meine lästigen Begleiter (also die roten Flecken, s. Bild) hätte ich vielleicht erst viele Jahre später von meiner Erkrankung erfahren. Wahrscheinlich erst dann, wenn es zu weiteren – vielleicht auch gefährlicheren – Folgeerkrankungen gekommen wäre. An dieser Stelle sollte ich meinem Körper für die Warnsignale danken!
Liest man sich durch sämtliche Websites und charakterisiert sowie visualisiert einen Typ 2-Diabetiker, so würde er laut dem mittlerweile veralteten gesellschaftlichen Bild wie folgt aussehen:
- 50+ Jahre
- Übergewichtig
- Ernährt sich überwiegend von zuckerhaltigen, fettigen und/oder stark verarbeiteten Lebensmitteln
- Bewegt sich selten bis nie
Klingt im ersten Moment nicht so rosig, hm?
Noch immer konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich unter dieses Krankheitsbild fallen sollte. Ich meine ja, ich war schon immer übergewichtig und habe vielleicht den ein oder anderen Schoko-Riegel zu viel gegessen. Doch Ernährungs-technisch gab es viele in meinem Alter, die sich ausschließlich von Chips, Cola sowie Tiefkühlpizza ernährten, während bei uns zu Hause immer frisch gekocht wurde. Auch an Sport hat es mir nie gemangelt, da ich schon immer sehr aktiv war. Und vom Alter ganz zu schweigen. Diesen Schnitt habe ich definitiv gesprengt! Warum hat es mich also so früh erwischt?
Caro im Video-Porträt
➤ „Die Diagnose war für mich ein Signal zum Aufwachen“
So genau wird man das leider nie sagen können, doch ein großer Einfluss auf meine Erkrankung ist natürlich die genetische Veranlagung. Sowohl beide Eltern, als auch meine Großmütter haben bzw. hatten einen Typ 2-Diabetes. Da das Risiko einer Erkrankung, wenn beide Eltern einen Diabetes haben, bei rund 80 Prozent liegt, hatte ich wohl nicht wirklich eine Chance dem zu entkommen. Oder?
Caros Kolumne
Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt

Hallo, mein Name ist Caro! Ich wurde als 27-Jährige mit einem Typ-2-Diabetes diagnostiziert. Erfahrt in meiner Kolumne „Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt“ alles über meine außergewöhnliche Reise als junge Frau mit Diabetes. Viel Spaß beim Lesen!
von Caro
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lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 6 Tagen, 21 Stunden
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 2 Wochen, 3 Tagen
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!- calvin240 antwortete vor 2 Wochen, 3 Tagen
Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
- uho1 antwortete vor 2 Wochen, 3 Tagen
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
- calvin240 antwortete vor 2 Wochen, 2 Tagen
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße
stephanie-haack postete ein Update vor 1 Monat, 1 Woche
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/




