- Leben mit Diabetes
Gut gegen Stress und körperliche Beschwerden
3 Minuten

Musik tut gut – und kann sogar Stress reduzieren und körperliche Beschwerden lindern. Das zeigt eine aktuelle Studie, an der Frauen mit einem chronischen Leiden teilgenommen haben und bei der die Wirkung von Musik im Alltag untersucht wurde.
Das Hören von Musik im Alltag kann stressreduzierend wirken und körperliche Symptome lindern. Das zeigen Psychologinnen und Psychologen der Universität Wien in einer aktuellen Studie. Personen mit chronischen körperlichen Leiden beantworteten dazu regelmäßig Fragen zum subjektiven Befinden und zu ihrem Musikhörverhalten. Parallel dazu wurden biologische Indikatoren für Stress im Speichel erhoben, um mögliche psychobiologische Mechanismen zu erforschen, die diesen positiven Effekten zugrunde liegen. Auch die Art der Musik spielte dabei eine Rolle.
Im Fokus: Musikhören und Musikwirkung im Alltag
Bislang wurde die positive Wirkung von Musik auf Stress und körperliche Beschwerden primär im Labor oder im Klinikkontext untersucht. Die Forschenden des Music & Health Lab um den Klinischen Psychologen Urs Nater von der Universität Wien wählten demgegenüber einen alltagsnahen Ansatz und untersuchten in Kooperation mit der psychologischen Forschungs-, Lehr- und Praxisambulanz der Universität Wien die gesundheitsförderlichen Effekte des Musikhörens in einem natürlichen Umfeld unter Zuhilfenahme mobiler Technologien.
- Was bedeutet Musik für mich und den Diabetesalltag? – Martina Trommer erzählt, welche Wirkung Musik auf sie hat.
- The Sound of my diabetic life – Ina hat ihre Playlist zu typischen Situationen im Alltag mit Diabetes für euch zusammengestellt.
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- Song “Zucker ist Liebe” – 1980 hat Isabel Lotz Typ-1-Diabetes bekommen. Ihre Kindheitserfahrungen hat sie in diesem starken Song verarbeitet.
- Die dunkle Seite des Zuckers – eine Metal-Band covert berühmte Zucker-Songs.
Welche Art der Musik ist für wen unter welchen Umständen zur Linderung Stress-abhängiger körperlicher Beschwerden geeignet? Und welche biopsychologischen Mechanismen liegen den positiven Effekten des Musikhörens im Alltag zugrunde? Diesen Fragen ging Anja Feneberg, Mitarbeiterin des Music & Health-Lab, gemeinsam mit Urs Nater und Ko-Autorinnen auf den Grund.
„Elektronisches Tagebuch“ lieferte Einblicke
Untersucht wurden insgesamt 58 Frauen, von denen die meisten bereits seit über einem Jahr unter körperlichen Symptomen wie Schmerzen, Erschöpfung oder Übelkeit litten. Es wurden ausschließlich Frauen untersucht, da es Unterschiede zwischen den Geschlechtern hinsichtlich der Effekte von Musik gibt und Frauen tendenziell häufiger von Stress-abhängigen körperlichen Leiden betroffen sind.
Während 14 aufeinanderfolgenden Tagen führten die Versuchspersonen ein „elektronisches Tagebuch“ in ihrem Alltag mit sich und beantworteten mittels einer App jeweils sechs Mal am Tag Fragen zu ihrem aktuellen Befinden, körperlichen Beschwerden, Stressniveau sowie ihrem Musikhörverhalten. Zusätzlich gaben die Versuchspersonen bei jeder App-Eingabe eine Speichelprobe ab. Diese Proben wurden nach Abschluss der Erhebung von den Forscher*innen auf die beiden biologischen Stressindikatoren Cortisol und Alpha-Amylase getestet.
Indirekter Effekt auf körperliche Beschwerden
Die Ergebnisse der Studie zeigen: Musikhören mildert körperliche Beschwerden. Die Musik linderte zwar nicht direkt die körperlichen Leiden, hatte aber einen Einfluss auf das empfundene Stressniveau und so auch eine indirekte Wirkung auf den Körper. „Wir konnten somit einen wichtigen Mechanismus identifizieren: Musikhören im Alltag hatte in unserer Studie zunächst einen stressreduzierenden Effekt, und diese Stressreduktion zog dann eine Besserung körperlicher Symptome nach sich“, sagt Anja Feneberg.
Die Forschenden fanden zudem heraus, dass insbesondere Musik, die als fröhlich empfunden wurde, einen lindernden Effekt auf den Körper hatte, und Musik, die als beruhigend empfunden wurde, mit einem körperlichen Entspannungszustand zusammenhing.
„Auf Basis dieser Ergebnisse planen wir im nächsten Schritt eine musikbasierte Intervention, die flexibel und gezielt im Alltag zur Stressreduktion und Linderung körperlicher Beschwerden eingesetzt werden kann und die direkt auf die Bedürfnisse von Betroffenen zugeschnitten ist“, so Urs Nater.
Quelle: Universität Wien | Redaktion
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lena-schmidt postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen
Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/
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thomas55 postete ein Update vor 1 Monat, 1 Woche
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Monat, 1 Woche
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?





Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße