Language matters: Selbstbild und Zielbild machen auch bei Diabetes den Unterschied

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Language matters: Selbstbild und Zielbild machen auch bei Diabetes den Unterschied | Foto: Vitalii Vodolazskyi – stock.adobe.com
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Language matters: Selbstbild und Zielbild machen auch bei Diabetes den Unterschied

Wissen allein reicht oft nicht aus, um etwas zu verändern. Auch unsere Gedanken nehmen Einfluss auf den Prozess der gewünschten Veränderung. Aber was haben unsere Gedanken mit unserem Leben und unserer Gesundheit zu tun und warum ist dieses Wissen auch für Menschen mit Diabetes nützlich?

Unsere Gedanken haben Einfluss darauf, wie wir uns und unsere Umwelt wahrnehmen, und darauf, wie wir leben. Dies ist insbesondere im Umgang mit und in der Bewertung von Erkrankungen ein hilfreiches Werkzeug. Wissen allein reicht dabei nicht, wir dürfen unser Wissen anwenden. Um das zu verstehen, lohnt es sich, den menschlichen Verstand zu betrachten.

Verstand ist nicht nur das Gehirn

Es ist herausfordernd, unseren Verstand zu beschreiben. Wahrscheinlich denken die meisten zuerst an das Gehirn. Das ist jedoch in diesem Zusammenhang nur gemeint, wenn wir ihm das Denken zuschreiben. Tatsächlich sind uns allerdings nur 5 Prozent unserer Gedanken bewusst und 95 Prozent dagegen nicht bewusst. Wir sagen etwas und tun das Gegenteil. Unser Körper und unsere Handlungen folgen dem Unterbewusstsein. Will ich beispielsweise eine Therapie umsetzen, die mir bekannt ist, und ich tue es nicht oder nur teilweise, dann lohnt es sich, genauer hinzusehen. Irgendein unbewusster Gedanke sabotiert die Umsetzung.

In diesem Zusammenhang lohnt sich der Vergleich mit dem Sinken der Titanic. Die Spitze des Eisbergs (5 Prozent) hat nicht zum Sinken geführt. Dies war der Teil des Eisbergs unter der Wasseroberfläche (95 Prozent). Wäre den Menschen auf der Titanic der Teil des Eisbergs unter Wasser bewusst gewesen, wären sicher andere Handlungen getroffen worden, um die Kollision zu verhindern. Ähnlich ist es auch im Umsetzen von Therapie-Empfehlungen.

Zum eigenen Kapitän werden

Wenn es um das Anwenden unseres Wissens geht, dürfen wir unsere Handlungen genau beobachten. Spannend wird es besonders dann, wenn Wissen und Handlung nicht zusammenpassen. Dann lohnt es sich, die eigenen Gedanken zu beobachten. Sobald wir uns unserer Gedanken bewusst werden, können wir sie auch verändern, wenn wir andere Ergebnisse wollen.

Hilfreiche Strategien

  1. Hinterfragen der eigenen Gedanken und Bewertungen
  2. Etablieren eines neuen Selbstbilds mit positiven Bewertungen und Ausrichtung auf das, wie es sein soll
  3. Entwickeln eines (Gesundheits-)Zielbilds: Wie soll es ganz konkret sein und warum? Was ist dann anders?
  4. Language matters – liebevolle, achtsame Sprache mit und über sich selbst

Language matters

Seit vielen Jahren sprechen Menschen mit Diabetes in Diskussionen unter Gleichgesinnten über die Macht der Wörter und der Kommunikation. Dabei geht es insbesondere um den Schaden, welcher durch negative (Vor-)Urteile und unbedachte Äußerungen entstehen kann. Seit 2022 gibt es ein deutsches Positionspapier und auch auf Kongressen haben sich Symposien dazu etabliert. Aber nicht nur die Art, wie andere über den Diabetes sprechen, kann Einfluss auf das Erleben und das Leben haben. Die Art, wie wir über uns selbst denken und sprechen, hat genauso Macht.

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  • florahdo postete ein Update vor 3 Tagen, 8 Stunden

    Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!

    Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB

    Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂

  • mr postete ein Update vor 5 Tagen, 19 Stunden

    Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.

    • Hallo mr,

      Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.

      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?

  • moira postete ein Update vor 5 Tagen, 20 Stunden

    Hallo!
    Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
    Ich wüsste gerne wie gut das klappt.