- Aus der Community
Oh je! – Wegen mir machen sich andere Sorgen
3 Minuten
Im Alltag bin ich mit meinem Diabetes hauptsächlich alleine, wir sind unter uns. Alle drei Monate sehe ich meine Diabetologin und wir sprechen über meine Therapie. Ab und an habe ich Termine mit meiner Diabetesberaterin oder ich treffe meine Freund_innen, die auch zufällig Diabetes haben und unser Gespräch fällt mal zwischendurch auf die chronische Krankheit, was ein guter und wichtiger Austausch ist.
Den Rest der Zeit – oder eigentlich die meiste Zeit – sind es aber nur wir beide, mein Diabetes und ich. So denke ich zumindest darüber. Dass das allerdings nur die halbe Wahrheit ist, wird mir dann klar, wenn ich mit Freund_innen und Verwandten spreche, die selbst keinen Diabetes und nicht so viele persönliche Berührungspunkte mit der Krankheit haben. Und zwar spätestens dann, wenn sie sagen, dass sie sich große Sorgen um mich machen.
Der Duden sagt zu “Sorgen”: sich Sorgen machen, besorgt, in Sorge sein, sich um jemandes Wohlergehen kümmern
Ich möchte anderen lieben Menschen in meinem Leben aber keine Sorgen bereiten. Dieses Gefühl, dass sich wegen mir geliebte Freund_innen oder Verwandte Sorgen machen könnten, dass sie sich jetzt gerade in diesem Moment um mich und mein Wohlsein sorgen, bedrückt mich und ich wünschte, ich könnte es ihnen abnehmen.
Ich kann nichts für meinen Diabetes und ich versuche mich im Alltag so gut es geht und so weit meine Energie Tag für Tag ausreicht, um ihn zu kümmern, so dass ich meinen Alltag möglichst ungestört leben kann. Dass das nicht immer geht, weiß ich. Und meine Liebsten können auch nichts für meinen Diabetes. Aber sie können meist auch wenig tun, um mir damit zu helfen.

Ein Gefühl der Machtlosigkeit
Meine Mama zum Beispiel hatte nie einen Alltag mit mir und dem Diabetes. Ich habe meine Diagnose mit 22 Jahren bekommen, da war ich schon fast drei Jahre in Berlin. Ungefähr 650 km entfernt hat sie nur ab und zu die Gelegenheit, mich und meinen Diabetes live zu erleben. Natürlich telefonieren wir viel zwischendurch, aber für sie ist es dennoch immer noch ungewohnt, wenn sie mich ab und an mit einem Sensor am Arm oder einem Insulinpen in der Hand sieht.
Und natürlich macht sie sich dann auch Sorgen. Das liegt wohl auch in der Natur der Sache – Mütter machen sich oft Sorgen über ihre Kinder, egal, ob diese schon lange ausgezogen sind oder nicht, egal ob kerngesund oder eben nicht. Da sie mich nicht täglich sieht, fühlt sie sich oft, als könne sie nichts machen, im Falle eines Falles nicht helfen. Was ich von hier aus machen kann, ist ihr dann so viel wie möglich erklären und vom Diabetes berichten. Wenn sie sich Sorgen macht, ihr die Sorgen versuchen zu nehmen, aber diese gleichzeitig auch ernst nehmen.
Die Sorgen der Typ F ernst nehmen, aber der Diabetes ist am Ende des Tages unserer
Ich fühle mich permanent wie im Spagat. Am Ende des Tages ist es aber mein eigener Diabetes. Ich muss mich gut um ihn kümmern und muss auf mich selbst achten. Dennoch kann ich es nicht ignorieren, dass andere sich Sorgen um mich machen. Ich darf meinen Fokus aber auch nicht permanent darauf legen, denn ich kann nur bedingt anderen Menschen die Sorgen nehmen, die sie wegen meines Diabetes haben. Ich kann mich zwar bestmöglich um meinen Diabetes und meinen Alltag kümmern und an mir arbeiten, aber ich kann leider auch nicht zaubern. Meine Typ F sind genauso für sich selbst und ihre Gedanken und Gefühle verantwortlich, wie ich es bei mir bin.
Ein schwieriges Thema, zu dem ich immer wieder versuche zu reflektieren und mir bewusst zu machen, dass ich nicht alle Sorgen und Probleme all meiner Liebsten mittragen kann, nur weil ich Diabetes habe. Oder gerade auch weil ich Diabetes habe. Wie haltet ihr es mit all diesen Gedanken und Gefühlen und Typ F, die sich Sorgen um euch machen?
Mit dem Thema “Die Ängste der Typ-Fler” hat sich Autorin Lisa beschäftigt.
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 6 Tagen, 11 Stunden
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus! -
stephanie-haack postete ein Update vor 4 Wochen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 4 Wochen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 4 Wochen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße