Ärzte als Gastarbeiter: „Multikulti-Docs“

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Ärzte als Gastarbeiter: „Multikulti-Docs“

Dr. Hans Langer berichtet in seiner aktuellen Kolumne, wieso er seine ausländischen Kollegen so sehr schätzt.

Wenn ich morgens in unserer Frühbesprechung sitze, schauen mir Kollegen aus vielen Nationen ins Gesicht. Das kannte ich früher nur von den Gruppenschulungen für Patienten in unserer Klinik. Klar, wir leben in einer Multikulti-Gesellschaft – und Patienten aus europäischen und außereuropäischen Ländern sind die Regel. Bei uns Ärzten ist das aber irgendwie neu.

Klar, es gab immer mal ein paar ausländisch aussehende Ärzte, jedoch waren dies meist die Kinder von den früheren sogenannten Gastarbeitern. Sie sprachen meist reinstes Hochdeutsch oder perfekten schwäbischen Dialekt – wie auch immer. Heute haben wir aber Kollegen, die extra nach Deutschland gekommen sind, um hier ihren Beruf auszuüben.

Meine Freundin Gabi meint immer, das sind die sogenannten Gastarbeiterärzte. Wundert ja auch nicht, denn viele meiner deutschen Kollegen sind jetzt Gastarbeiterärzte in Österreich, der Schweiz, Italien oder in Schweden. Manche sind sogar in Amerika oder in Australien.Das ist offenbar die Folge der Globalisierung, und die macht natürlich auch nicht vor dem Beruf von uns Medizinmännern halt.

Persönlich finde ich das gut. Ich schätze meine ausländischen Kollegen sehr, denn sie sind allesamt fleißig. Außerdem bringen sie Leben in unser Team. Und wenn sie von ihrer Heimat erzählen und wie dort der Diabetes behandelt wird, ist das zumeist sehr spannend und zeigt uns auch, wie gut wir es mit der Diabetestherapie hier in Deutschland haben.

Mein Chef fragte mich kürzlich, ob ich wüsste, wie die Patienten unsere ausländischen Kollegen finden. Da kann ich nur sagen: Die meisten werden richtig geliebt, so dass ich fast schon neidisch bin. Ob das am aparten fremdländischen Aussehen liegt oder an dem ausländischen Akzent? Ich glaube, noch mehr zählen die Zuverlässigkeit, das Engagement und der Charme, den so manche von ihnen versprühen.

Sorge machte ich mir zu Anfang, weil ich befürchtete, dass unsere Multikulti-Docs den schwäbischen Akzent nicht verstehen – scheint aber kein Problem zu sein, denn gestern traf ich meinen Kollegen Dr. Kristian Nicolescu aus Rumänien dabei an, wie er im Gespräch mit unseren Patienten im Klinikgarten sogar “uff de schwäb’sche Eisebahne” mitsang. Also demnach: alles klar mit unseren Multikulti-Docs.


von Dr. Hans Langer
Das Team für den guten Schluss: Dr. Hans Langer arbeitet als Arzt in einer Diabetesklinik, Jana Einser hat schon seit Kindertagen Typ-1-Diabetes und Alex Adabei hat viele Bekannte und Verwandte mit Typ-2-Diabetes. Sie schreiben abwechselnd für diese Kolumne.

Kontakt:
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz, Tel.: (06131) 9 60 70 0,
Fax: (06131) 9 60 70 90, E-mail: redaktion@diabetes-journal.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2013; 62 (11) Seite 82

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  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • calvin240 antwortete vor 1 Woche

      @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • stephanie-haack postete ein Update vor 1 Monat

    Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 1 Monat

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

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