- Leben mit Diabetes
Kolumne | Zum Guten Schluss: Arbeiten wir an einem besseren Image!
2 Minuten

Jana Einser hat sich Gedanken darüber gemacht, wieso Diabetes noch immer ein eher schlechtes Image hat – und wie man das ändern kann.
Neulich ergab sich in einem Gespräch die Frage: Warum verstecken gerade Typ-1-Diabetiker oft ihren Diabetes? Warum wollen sie nicht, dass die Umgebung von ihrer Erkrankung erfährt? Ja, warum eigentlich nicht? fragte auch ich mich.
Denn ich gehe seit Jahren offen damit um, alle Arbeitskollegen und auch viele andere Menschen wissen selbstverständlich davon. Mein Typ-1-Diabetes gehört zu mir wie meine schiefe Nase und meine kurzen Beine.
Schlechtes Image
Trotzdem ist es eigentlich kein Wunder, dass auch heute noch Menschen Angst davor haben, anderen von ihrer Erkrankung zu erzählen: Das Image von Diabetikern ist auch heute noch nicht gut.
Zum einen werden Typ-1- und Typ-2-Diabetiker immer noch von vielen in einen Topf geworfen – und Typ-2-Diabetiker sind nun einmal oft übergewichtig und bewegen sich nicht gern, wodurch sie auch anfälliger für viele andere Krankheiten sind. Zum anderen gibt es aber auch viele Typ-1-Diabetiker, die unser Image selbst zerstören – vielleicht sogar, ohne sich dessen bewusst zu sein.
Offener Umgang von Vorteil
Wie ich auf diese Idee komme? Wenn ich beobachte, wie viele Typ-1-Diabetiker darum kämpfen, als schwerbehindert anerkannt zu werden – mit allen Sonderrechten, die ihnen dadurch zustehen –, ist nachvollziehbar, dass Arbeitgeber bei der Erwähnung des Diabetes Bauchschmerzen bekommen. Auch die Arbeitskollegen sollen oft lieber nichts davon mitbekommen, denn dann erfährt es der Arbeitgeber vielleicht doch.
Dass die Kollegen vom Diabetes wissen, kann aber auch seine guten Seiten haben. Neulich erzählte mir eine Bekannte, dass in ihrer Arbeitsstelle, auf demselben Flur wie sie, auch eine Typ-1-Diabetikerin arbeitet, zuverlässig und gut.
Deren Bürotür steht immer offen, weil sie Unterzuckerungen überhaupt nicht mehr wahrnimmt – die Kollegen wissen deshalb von ihrem Diabetes, um im Notfall schnell helfen zu können. Auch wenn das Beispiel drastisch ist: Der offene Umgang mit einer Krankheit kann durchaus von Vorteil sein.
Viele positive Beispiele
Was bedeutet das jetzt? Aus meiner Sicht kann es nicht sein, dass auf der einen Seite mit dieser Stoffwechselstörung Leistungssport möglich ist – positive Beispiele gibt es einige – und auf der anderen Seite angeblich massive Einschränkungen im Leben bestehen sollen, die durch eine Anerkennung auf Schwerbehinderung zementiert werden, bürokratisch und in den Köpfen vieler.
Wichtig dabei: Die Sportler mit Typ-1-Diabetiker treten nicht bei den Paralympics an, sondern in den regulären Wettbewerben. Das spricht doch für sich! Also: Arbeiten wir alle gemeinsam an einem besseren Image!

von Jana Einser
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2013; 62 (5) Seite 90
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florahdo postete ein Update vor 4 Tagen, 4 Stunden
Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!
Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB
Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂
mr postete ein Update vor 6 Tagen, 15 Stunden
Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
- katrin-kraatz antwortete vor 1 Tag, 12 Stunden
Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?
moira postete ein Update vor 6 Tagen, 17 Stunden
Hallo!
Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
Ich wüsste gerne wie gut das klappt.- moira antwortete vor 5 Tagen, 19 Stunden
Ich meinte Liberty




