- Soziales und Recht
Auch ernste Töne bei der Diabetes-Charity-Gala 2023 in Berlin
3 Minuten
Viele waren zur Diabetes-Charity-Gala am 19. Oktober 2023 nach Berlin gekommen. Es wurde Aufmerksamkeit für den Diabetes geschaffen, Spenden wurden gesammelt und es gab eine Ehrung.
Seit 15 Jahren gibt es diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. Zum 12. Mal fand in diesem Jahr die von diabetesDE ins Leben gerufene Diabetes-Charity-Gala statt – am 19. Oktober im TIPI am Kanzleramt in Berlin. Sie stand unter dem Motto “Das ist Dein Leben”. Viele waren der Einladung gefolgt, die Anwesenden kamen zum Beispiel aus der Politik, aus der Industrie, aus Verbänden. Dabei waren auch viele Menschen, die selbst Diabetes haben und als Influencerinnen und Influencer durch digitale Medien den Diabetes in die breite Öffentlichkeit bringen. Die Gala selbst gelangte auf diesem Weg in viele heimische Wohnzimmer.
Politik, Spenden, Ehrung
Die Gala bot auch in diesem Jahr Raum für den politischen Diskurs, für das Sammeln von Spenden für den Diabetes betreffende Projekte, für das Ehren von großem Engagement. Für Letzteres erhielt Lea Raak aus Ratekau den Thomas-Fuchsberger-Preis – die Verleihung stellt in jedem Jahr den Höhepunkt der Gala dar. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert, gestiftet hat ihn die MedTriX GmbH.
“Herz von ‚Blickwinkel Diabetes‘”
Lea Raak, die seit November 2011 mit Typ-1-Diabetes lebt, hatte im Jahr 2014 begonnen mit ihrem Blog Insulea. Im Mai 2021 rief sie das Projekt “Blickwinkel Diabetes” ins Leben. Hier hat es sich ein rein ehrenamtlich arbeitendes Team unter anderem zur Aufgabe gemacht, Menschen mit Diabetes durch Peer Support zu unterstützen und die Gesellschaft für Diabetes zu sensibilisieren. In ihrer Laudatio betonte Schauspielerin Stefanie Stappenbeck. “Lea Raak ist das Herz von ‚Blickwinkel Diabetes‘ – und ihr Team ist die Seele!” Und lobte ihr Engagement: “Du bist ein wahres Vorbild!”
Mehr wissen und über Wichtiges reden
Die Keynote hielt Dr. Helene Bubrowski, Politik-Redakteurin bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Sie stellte mit Blick auf die Politik ernüchtert fest: “Über die 11 Millionen Diabetes-Kranken wird in Berlin nicht gesprochen.” In Richtung der Anwesenden aus der Politik mahnte sie: “Abwarten ist keine Option!” Und fragte: “Warum gibt es in Deutschland noch keine Zuckersteuer?”
Die Journalistin meinte, eine Aussage des ehemaligen Bundesinnenministers Dr. Thomas de Maizière aufgreifend: “Wir reden zu viel über die unwichtigen und zu wenig über die wichtigen Dinge.” Die Diabetes-Charity-Gala hat auch ihr die Augen geöffnet, wie sie am Ende feststellte: “Ich bin dankbar, dass ich jetzt mehr über das Thema weiß und meinen Beitrag dazu leisten kann.”
Unterstützung für zwei Projekte
Die Vertreterinnen und Vertreter der Industrie reisen immer mit großen Schecks nach Berlin.Denn ein Ziel der Gala ist, Gelder zu sammeln für Projekte, die Menschen mit Diabetes helfen. Dieses Mal ging es um zwei Projekte: das Vorbeugen von Typ-2-Diabetes nach Schwangerschaftsdiabetes und die Awareness-Kampagne #SagEsLaut #SagEsSolidarisch. Informationen zu beiden Projekten gibt es unter dem Kurzlink t1p.de/4m9kw.
Prominente Patinnen und Paten
Insgesamt wurden gut 110 000 Euro gespendet. Die Spenden der Industrie wurden jeweils von einer prominenten Patin oder einem prominenten Paten entgegengenommen. Die spendenden Unternehmen waren Dexcom mit der Influencerin Lyn Künstner als Patin, Boehringer Ingelheim mit der Moderatorin Vera Int-Veen, Medtronic mit der Moderatorin Anastasia Zampounidis. Den Scheck von Abbott übernahm Sängerin, Moderatorin, Kabarettistin und Schauspielerin Annie Heger, Sänger Samuel Rösch erhielt den Scheck des Unternehmens Lilly und die Schauspielerin und Sängerin Ina Paule Klink war Patin für den Scheck von Novo Nordisk.
Der Abend wurde abgerundet durch viele Berichte von Menschen mit Diabetes. Ein Dank ging auch an die Fachgesellschaft Deutsche Diabetes Gesellschaft, die diabetesDE unterstützt. Deren Präsident Prof. Dr. Andreas Fritsche betonte: “Es ist ganz wichtig, dass wir alle Diabetes ernst nehmen!”
Diabetes-Community stärken: Ihre Spende hilft!
Ein Leben ohne Vorurteile, das wünschen sich viele Menschen mit Diabetes. Doch abschätzige Blicke und “gute Tipps” von Menschen, die nichts über die Erkrankung wissen, sind Alltag. Dennoch meistern die Menschen mit Diabetes ihr Leben und erreichen ihre Ziele.
Die Kampagne #SagEsLaut #SagEsSolidarisch, die diabetesDE mit vielen Partnern durchführt, leistet dazu einen wichtigen Beitrag: Sie zeigt Missstände auf und fördert den Austausch mit anderen – online und offline.Bei der Diabetes-Gala standen wieder zahlreiche Menschen mit Diabetes auf der Bühne.
Zum Beispiel Caro, die mit 27 Jahren die Diagnose Typ-2-Diabetes erhielt und die auf ihrem Instagram-Kanal von Sport und tollen Reisen, aber auch von frustrierenden Erlebnissen erzählt. Mutige Menschen wie Caro, die ihre Stimme erheben, machen deutlich: Menschen mit Diabetes sind mit ihrer Erkrankung nicht allein.
Unterstützen auch Sie den Kampf gegen Vorurteile und Stigmatisierung! So hilft Ihre Spende:Schon mit 58 Euro können wir Postkarten drucken, um die Kampagne bei Events bekannt zu machen.Mit 132 Euro übernehmen Sie die Kosten der Kampagnen-Website für einen Monat.Für 225 Euro kann eine Person mit Diabetes an einem Vor-Ort-Treffen teilnehmen, wo sich die Mitwirkenden der Kampagne austauschen. Darum bitten wir Sie: Spenden Sie jetzt! – Ganz einfach online unter: www.diabetesde.org/sageslaut.
Dr. med. Katrin Kraatz ist Ärztin, Medizin-Redakteurin und lebt seit ihrer Kindheit mit Typ-1-Diabetes. Sie arbeitet seit über 20 Jahren mit am Diabetes-Anker (vormals Diabetes-Journal) und ist seit 2021 zusammen mit Prof. Haak Chefredakteurin der Zeitschrift. Darüber hinaus schreibt Dr. Kraatz auch für weitere Diabetes-Medien aus dem Hause MedTriX.
Erschienen in: Diabetes-Anker, 2023; 72 (X) Seite 14-15
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stephanie-haack postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 1 Woche, 3 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 3 Wochen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
