- Soziales und Recht
Corona-Selbsttest: Schon probiert?
3 Minuten

Für die einen sind sie längst Routine, für die anderen noch Neuland: Corona-Selbsttests. Diese „Tests-to-go“ auf SARS-CoV-2-Infektionen sind seit Februar auch für Laien zu Hause erlaubt. Inzwischen gibt es die Tests im Supermarkt oder im Discounter, im Drogeriemarkt oder in der Apotheke, im Online-Handel oder im Testzentrum. Schnelltest ist aber nicht gleich Selbsttest.
Bürgertest: 1 x pro Woche kostenfrei testen – schnelles Testergebnis in nur 20 Minuten. PCR-Labortest: Nur 79,00 Euro – für Reisen in einigen Ländern erforderlich. Antigen-Schnelltest: Nur 39,90 Euro – schnellstes Testergebnis in nur 20 Minuten.“ So wirbt ein Berliner Testzentrum für die neuen Schnelltests. Alles klar?
PCR-Test, Antigen-Schnelltest, Selbsttest
Zu jeder Testart das passende Erklärstück findet man auf den Seiten des Bundesgesundheitsministeriums (BMG):
PCR-Tests sind der „Goldstandard“ unter den Corona-Tests. Die Probenentnahme erfolgt durch medizinisches Personal, die Auswertung durch Labore. Mit diesem Test wird bei Personen, die Symptome haben, kon-
trolliert, ob bei ihnen eine SARS-CoV-2-Infektion vorliegt. Der PCR-Test hat auch die Aufgabe, einen positiven Schnell- oder Selbsttest zu bestätigen.
Antigen-Schnelltests heißen so, weil das Ergebnis schnell vorliegt. Seit 8. März können sich alle Bürger:innen mindestens 1-mal pro Woche mit einem Schnelltest kontrollieren lassen, etwa in den Testzentren der Gesundheitsämter vor Ort oder bei beauftragten Stellen (z. B. Apotheken, Arztpraxen). Die Kosten trägt der Bund. Für diese Tests ist geschultes Personal vorgesehen, und ähnlich wie beim PCR-Test erfolgt ein Nasen- oder Rachenabstrich. Die Auswertung wird direkt vor Ort erledigt, nicht wie beim PCR-Test im Labor.
Selbsttests haben ihren Namen, weil sie jeder selbst, etwa zu Hause, machen kann – ohne geschultes Personal. Das hat das BMG mit der Änderung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung im Februar entschieden. Diese Schnelltests zum Selbstanwenden, die man überall im (Online-)Handel kaufen kann, kosten zwischen knapp 5 und 8 Euro pro Stück. Das enthaltene Zubehör der Selbsttests ist immer gleich: ein Teströhrchen mit Kappe, ein Fläschchen mit der Pufferlösung, ein steriles Teststäbchen, eine Testkassette (siehe Bild links) und eine Abstellmöglichkeit für das Teströhrchen.
Nase schnäuzen, Stäbchen drehen
Der Testvorgang ist nicht besonders angenehm, aber in der Regel schmerzfrei: Nase schnäuzen, Hände desinfizieren, Stäbchen in den vorderen Nasenbereich führen und dort drehen und wenden, Tupferspitze des Teststäbchens in die Flüssigkeit geben, Substanz auf die Testkassette aufbringen. Nach etwa 15 Minuten ist das Ergebnis da – mit einer Wahrscheinlichkeit von bis zu 99 Prozent. Bei positivem Testergebnis sollte man natürlich sofort zum Arzt (nicht in ein Testzentrum!) gehen – um das Ergebnis professionell prüfen zu lassen und ggf. gleich medizinisch versorgt zu werden.
Ein negatives Ergebnis – dies ist etwa auch bei geringer Viruslast möglich – schließt eine SARS-CoV-2-Infektion also nicht aus und sei demnach „kein Freifahrtschein“, schreibt das Robert Koch-Institut (RKI) auf seiner Website, wo das RKI zudem erklärt: „Alle Hygienemaßnahmen müssen auch bei negativem Testergebnis weiter eingehalten werden“.
In Berlin zum Beispiel (in anderen Bundesländern gelten wieder andere Regelungen) ist seit Ende März und bis auf Weiteres der Zugang zu Geschäften, Kultureinrichtungen nur noch mit einem tagesaktuellen negativen Testergebnis möglich. Dies gilt auch für Dienstleistungen (z. B. Friseurbesuche). Ausnahmen: Läden des täglichen Bedarfs wie Supermärkte, Drogerien und Apotheken.
Apropos: Die kleine Eck-Apotheke in meinem Kiez konnte mir Anfang April noch keinen Selbsttest verkaufen. Seit Tagen schon warteten sie auf die Lieferung, berichtete eine Mitarbeiterin, würden von den Herstellern aber immer wieder vertröstet– wohl seien die Tests zuerst von den tonangebenden Marktplayern und in großer Stückzahl angekauft worden.
Mindestens eine Frage zu den Corona-Tests bleibt bei Redaktionsschluss noch offen: Muss man auch als Geimpfter einen aktuellen Schnelltest vorlegen, etwa beim Museumsbesuch? Einen Vorstoß dazu gab es im April von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: Für Personen, die bereits gegen SARS-CoV-2 geimpft sind, soll die Test- und Quarantänepflicht rasch aufgehoben werden. Wir halten Sie auf dem Laufenden!
Autorin:
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Erschienen in: Diabetes-Journal, 2021; 70 (5) Seite 48-49
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thomas55 postete ein Update vor 23 Stunden, 49 Minuten
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Tag, 17 Stunden
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 2 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]





