- Soziales und Recht
COVID-19 und die virtuelle Diabeteswelt
2 Minuten

Die Corona-Pandemie hat auch die Diabeteswelt weiter im Griff: Schon im Mai musste der Jahreskongress der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) in Berlin abgesagt werden, ein halbes Jahr später fand die Herbsttagung der DDG nicht wie geplant in Hannover, sondern virtuell statt. Aktuelle Diabetes-News gab es schon im Vorfeld des Kongresses bei einer Online-Pressekonferenz, etwa zur Anpassung der Therapie des Typ-2-Diabetes bei COVID-19.
Diabetes – besser unkompliziert“, so das Motto der DDG-Herbsttagung, die erstmals virtuell veranstaltet wurde – mit über 3 600 Teilnehmern und fast 40 Online-Sessions (www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/veranstaltungen/herbsttagung). Mit dem diesjährigen Motto spielte die Fachgesellschaft nicht nur auf die diabetischen Folgeerkankungen an, die u. a. Herz, Nieren, Augen und Füße treffen können, sondern auch auf die Corona-Pandemie, die im November 2020 einen neuen Höhepunkt erreichte.
„Unsere Patienten sind besonders verletztlich“, sagte Tagungspräsident Prof. Dr. Ralf Lobmann. Der Diabetologe macht sich besonders Sorgen, da COVID-19 „derzeit extrem dynamisch“ und „in der Intensität stärker“ sei als noch im Frühjahr. So befürchtet er etwa, „dass dies – wie in anderen europäischen Ländern – zu nachhaltigen Problemen in der Versorgung von Menschen mit diabetischem Fuß führen könnte“.
Typ-2-Diabetes und COVID-19: Zwischenbilanz, Empfehlungen
Diabetespatienten seien aber nicht per se als „besondere Risikogruppe“ für COVID-19 einzustufen, wie zu Anfang der Pandemie gedacht, so der DDG-Pressesprecher Prof. Dr. Baptist Gallwitz. Die Erfahrungen aus Krankenhäusern in China hatten das Robert Koch-Institut im Frühjahr dazu veranlasst, Diabetespatienten generell als Risikopatienten einzustufen.
Heute weiß man es besser: Menschen mit Diabetes, die normnah eingestellt und bei denen keine Diabetes-Folgeerkrankungen bekannt sind, haben ein ähnliches Risiko für schwere COVID-19-Verläufe wie Menschen ohne Diabetes. Dauerhaft erhöhte Glukosespiegel und stark schwankende Werte spielten hingegen eine wesentliche Rolle, erklärte er.
Online-Pressekonferenz im Vorfeld der virtuellen Diabetes-Herbsttagung 2020: Moderatorin Anne-Katrin Döbler, Prof. Dr. Baptist Gallwitz, Prof. Dr. Ralf Lobmann, Dr. Nicola Haller, Prof. Dr. Diana Rubin und Prof. Dr. Jens Aberle (von links oben nach rechts unten).
Eine aktuelle Studie habe etwa gezeigt, dass es bei Typ-2-Diabetikern mit einem HbA1c-Wert von 8,1 Prozent schwerere Verläufe von COVID-19 gab als bei einem Wert von 7,3 Prozent. Menschen mit Typ-2-Diabetes sollten deshalb besonders auf eine gute Einstellung achten. Auch starkes Übergewicht (Adipositas) gilt als Risikofaktor für einen schweren COVID-19-Verlauf. Für die Therapie des Typ-2-Diabetes hat die DDG vor Kurzem neue Behandlungsempfehlungen veröffentlicht.
Bei über 38,5 °C Fieber sollte der Patient mit Metformin und SGLT-2-Hemmern pausieren, ebenso mit Sulfonylharnstoffen und Pioglitazon (nach Absprache mit dem Arzt). Keine Sicherheitsbedenken äußerte die DDG bislang gegen eine Therapiefortsetzung mit DPP-4-Hemmern oder mit GLP-1- Rezeptoragonisten. Zur Therapieanpassung bei schweren COVID-19-Verläufen sei eine Insulintherapie empfohlen, so die DDG. Beim Typ-1-Diabetes sollte Dapagliflozin (SGLT-2-Hemmer) ebenfalls ausgesetzt und erst nach vollständiger Genesung und unter ärztlicher Kontrolle wieder verabreicht werden.
| Autorin: Angela Monecke |
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| Redaktionsbüro Angela Monecke, Kopenhagener Str. 74, 10437 Berlin, E-Mail: angelamonecke@aol.com |
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2020; 69 (12) Seite 46-47
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florahdo postete ein Update vor 5 Tagen, 10 Stunden
Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!
Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB
Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂
mr postete ein Update vor 1 Woche
Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
moira postete ein Update vor 1 Woche
Hallo!
Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
Ich wüsste gerne wie gut das klappt.- moira antwortete vor 1 Woche
Ich meinte Liberty





Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?