DDF: „Organisations­versagen gefährdet Impfkampagne“

< 1 minute

© Alexander Limbach – AdobeStock
DDF: „Organisations­versagen gefährdet Impfkampagne“

Der Selbsthilfeverband Deutsche Diabetes Föderation (DDF) fordert, dass die Vernichtung von Covid-19-Impfstoffen gestoppt und die Impfung für alle impfwilligen Menschen in Deutschland unter Einbeziehung der Haus- und Fachärzte auf Basis der gültigen Verordnung ermöglicht werden müsse.

Die Patientenvertreter der Deutschen Diabetes Föderation e. V. (DDF) zeigen sich empört über „die Abweisung von Impfwilligen und der Verschwendung von lebensrettenden Impfstoffen“. In den letzten Wochen seien diesbezüglich immer wieder Meldungen aus den unterschiedlichsten Regionen Deutschlands aufgetaucht, heißt es in einer Mitteilung des Selbsthilfeverbandes.

So zeige etwa ein aktueller Bericht des SWR vom 8. März, dass viele Bürger:innen in Baden-Württemberg zwar bereits Impftermine zugewiesen bekommen, dann aber erst vor Ort in den Impfzentren nachgeprüft werde, ob jeweils ein Anspruch auf eine Impfung gemäß den Priorisierungsempfehlungen in der Impfverordnung vorliegt. Somit müssten viele Impfwillige, den Vorgaben entsprechend, ohne die erhoffte Impfung abgewiesen werden. Dies sorge wiederum für viel Unmut und Frustration bei allen Beteiligten, einschließlich den Mitarbeitenden in den Impfzentren.

„Nicht an einem unzureichenden System festhalten“

„Organisationsversagen gefährdet den Erfolg und die Akzeptanz der Impfkampagne. So kann das nicht weitergehen!“ konstatiert daher der DDF-Vorstandsvorsitzende Dr. Klaus-Dieter Warz. Er fordert, den Impfstoff zusätzlich an alle Impfwilligen auf Basis der Verordnung und Priorisierung durch die Haus- und Fachärzt:innen zu verimpfen – solange der Vorrat reicht.

Denn die Ärzte kennen die Vorerkrankungen ihrer Patientinnen und Patienten, so Warz:. „Das Ziel muss eine hohe Impfquote in der Bevölkerung sein. Da ist es geradezu unsolidarisch und gegen das Gemeinwohl, an einem unzureichenden System festzuhalten, das auch nur die Vernichtung einer einzigen lebensrettenden Impfdosis zulässt!“


Quelle:
Deutsche Diabetes Föderation (DDF)
| Redaktion

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Fotokampagne zu vermeidbaren Amputationen: Wenn ein übersehener Typ-2-Diabetes den Fuß kostet
Eine Fotokampagne rückt Menschen in den Blick, die durch eine pAVK ihre Füße oder Teile davon verloren haben. Die Aktion zeigt eindringlich, wie viele Fälle zu den vermeidbaren Amputationen zählen und wirbt für frühzeitige Diagnose sowie bessere Behandlungswege im Gesundheitssystem.
Fotokampagne zu vermeidbaren Amputationen: Wenn ein übersehener Typ-2-Diabetes den Fuß kostet | Foto: Kristian Schuller / Abbott GmbH 2026

3 Minuten

Nicht komplett zu verhindern, aber: Unterzuckerungen ernst nehmen
Unterzuckerungen treten immer wieder bei Menschen mit Diabetes auf. Solange es keine sich komplett selbst steuernden und wirklich langfristig vorausschauenden Systeme gibt, lassen sich tiefe Glukosewerte nicht vollständig verhindern. Ernst nehmen sollte man sie trotzdem. Welche Folgen sie haben, wie sie sich zeigen und was sie auslöst, ist folgend dargestellt.
Nicht komplett zu verhindern, aber: Unterzuckerungen ernst nehmen | Foto: VectorMine – stock.adobe.com

5 Minuten

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • thomas55 postete ein Update vor 1 Tag, 3 Stunden

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Tag, 21 Stunden

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 2 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

    Wer ist am Start?

    ( 4 von 6 )
    66.67%
    ( 1 von 6 )
    16.67%
    ( 1 von 6 )
    16.67%