Frühere Impfung für Menschen mit Diabetes: DDG und diabetesDE begrüßen Änderung der Impfverordnung

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Frühere Impfung für Menschen mit Diabetes: DDG und diabetesDE begrüßen Änderung der Impfverordnung | Foto: Robert Kneschke – stock.adobe.com
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Frühere Impfung für Menschen mit Diabetes: DDG und diabetesDE begrüßen Änderung der Impfverordnung

Viele Menschen mit Diabetes erhalten nun früher als geplant eine Impfung gegen COVID-19. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und diabetesDE begrüßen diese Änderung, da Menschen mit der chronischen Stoffwechselerkrankung bei einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 häufiger als Stoffwechselgesunde einen schwereren Verlauf der Erkrankung COVID-19 erleiden.

+++ Update vom 9. Februar 2021 +++
Am 8. Februar ist die geänderte Impfverordnung in Kraft getreten: Menschen mit Diabetes zwischen 18 und 64 Jahren und einem HbA1c-Wert ab 7,5 % (58 mmol/mol) wurden nun in die Gruppe mit „hoher Priorität” eingeordnet; solche mit einem HbA1c-Wert unter 7,5 % in die Stufe „erhöhte Priorität“. Ein Grund dafür ist auch die Zulassung des Impfstoffes von AstraZeneca, der nur für die Altersgruppe von 18 bis 64 Jahren zugelassen ist. Auch Eltern oder Lebenspartner können als enge Kontaktpersonen unter Umständen eine frühere Impfung erhalten.

Eine Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) aus dem Dezember 2020 regelt, wer in Deutschland wann ein Anrecht auf eine Corona-Impfung hat. Wie sich bereits in den letzten Tagen angedeutet hatte, soll nun die Priorisierung aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse verändert werden und Menschen mit Diabetes (unabhängig vom jeweiligen Typ) oder bestimmten anderen Vorerkrankungen sollen früher als bislang vorgesehen gegen Corona geimpft werden können.

Wie das BMG informiert, betreffen die Änderungen vor allem Menschen unter 65 Jahren sowie schwer oder chronisch Erkrankte. Damit können sich nun Menschen mit einem Diabetes mellitus und einem HbA1c-Wert ab 58 mmol/mol bzw. 7,5 Prozent früher als bislang vorgesehen für eine Corona-Impfung anmelden.

Frühere Impfung bei instabiler Stoffwechsellage

„Wie die vergangenen Monate gezeigt haben, erleiden ältere sowie chronisch kranke Menschen bei COVID-19 häufiger als Stoffwechselgesunde einen schwereren Verlauf“, erklärt Professor Dr. med. Baptist Gallwitz, Mediensprecher der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), die Begründung der Änderungen in der Priorisierung.

Der Experte berichtet, dass der DDG aktuelle Daten aus anderen europäischen Ländern vorliegen, die den Verdacht auf ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder fatalen COVID-19-Verlauf bei verschiedenen Erkrankungen bestätigen. Darunter fallen Adipositas, Diabetes mellitus, Hypertonie, chronischen Organ-, Gefäß-, Autoimmun- oder neurologischen Erkrankungen. Die DDG hat daher im Dezember eine Stellungnahme zu Impfungen bei COVID-19 und Diabetes veröffentlicht.

Risiko berechnen

Anhand von Studien-Daten von knapp 320.000 Menschen mit Diabetes haben schottische Forscher zwei Modelle zur Risiko-Ermittlung für schwere COVID-19-Verläufe bei Diabetes­patient:innen entwickelt. Im einfach gehaltenen Modell reichen dabei die Angabe von Alter, Geschlecht, Diabetes-Typ und -Dauer. Beim umfangreicheren Risikokalkulator wird zudem der Einfluss elf weiterer Parameter berücksichtigt.

„Deshalb kann eine frühere Corona-Impfung Menschen mit Diabetes mellitus Typ 1 oder Typ 2 mit einem Langzeitblutzuckert ab 7,5 Prozent besseren Schutz vor weiteren ernsthaften Komplikationen bieten“, bestätigt auch Dr. med. Jens Kröger, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und niedergelassener Diabetologe die Beschlüsse des Ministeriums. Das betreffe insbesondere jene mit instabiler Stoffwechsellage. Vor diesem Hintergrund ist die geplante Änderung der Impfverordnung zur Corona-Impfung eine sehr positive Entwicklung, deren Umsetzung DDG und diabetesDE befürworten.


von Redaktion Diabetes-Anker

Das Redaktionsteam des Diabetes-Ankers besteht aus erfahrenen Journalistinnen und Journalisten – teils mit medizinischem und naturwissenschaftlichem Hintergrund sowie selbst von Diabetes betroffen – die seit vielen Jahren zum Thema Diabetes publizieren.

mit Materialien der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG)

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  • Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!

    Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB

    Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂

  • mr postete ein Update vor 1 Woche

    Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.

    • Hallo mr,

      Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.

      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?

  • moira postete ein Update vor 1 Woche

    Hallo!
    Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
    Ich wüsste gerne wie gut das klappt.