- Soziales und Recht
DDG und VDBD fordern Stärkung der Sprechenden Medizin
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Die stark steigende Zahl betreuungsintensiver, häufig älterer Patientinnen und Patienten macht es notwendig, die Sprechende Medizin zu stärken, fordert die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) in ihrem Positionspapier zur Bundestagswahl. Auch der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD) sieht einen hohen Bedarf an einer auf den gesamten Menschen ausgerichteten Medizin.
Bis zum Jahr 2030 wird ein Drittel der Bevölkerung über 65 Jahren sein. Viele von ihnen erkranken früher oder später an verschiedenen Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, Herzinsuffizienz, chronischen Lungenerkrankungen und Krebs. 2040 werden schätzungsweise zwölf Millionen Menschen in Deutschland an einem Diabetes erkrankt sein und damit Gefahr laufen, im Laufe der Zeit schwer einschränkende Begleiterkrankungen zu entwickeln.
Nachwuchsmangel und drohendes Versorgungsdefizit
Je besser die Betroffenen versorgt sind, umso besser ist ihr Stoffwechsel eingestellt und die schwerwiegende Diabetesfolgen lassen sich vermeiden. Dafür bedarf es jedoch gut ausgebildeter diabetologischer Fachkräfte, da Menschen mit Diabetes befähigt werden müssen, aktiv mit der eigenen Krankheit umzugehen – gleichzeitig wird bis zu diesem Zeitpunkt die Zahl der aktiven Diabetologinnen und Diabetologen aber deutlich sinken: Ein Drittel von ihnen ist heute schon älter als 50 Jahre.
Um Nachwuchs in ausreichender Zahl auszubilden, muss die Diabetologie daher deutlich besser im Studium verankert werden, mahnt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) in ihrem . Dazu sei ein Ausbau der klinischen Lehrstühle für Diabetologie zwingend notwendig:
„In den letzten Jahren haben sich diese fast halbiert. Bund und Bundesländer müssen dafür sorgen, dass deren Anzahl an den 37 medizinischen Fakultäten in Deutschland wieder deutlich steigt. Sonst laufen wir mittelfristig in ein Versorgungsdefizit“, warnt DDG Präsident Professor Dr. med. Andreas Neu. „Je weniger Experten Diabetologie lehren, desto weniger Berufsanfänger werden sich für eine Karriere in der Diabetologie entscheiden.“
Erschwerend komme hinzu, dass Kliniken seit Jahren Stellen und Betten in der Diabetologie abbauen, so dass die Weiterbildung des Nachwuchses in allen Gesundheitsberufen dort nicht mehr erfolgen kann. „An allen großen Versorgungskrankenhäusern muss die Diabetologie als selbstständige Einheit erhalten bleiben. Immerhin leidet etwa ein Viertel aller Krankenhauspatienten an Diabetes“, fordert DDG-Vizepräsident Professor Dr. med. Andreas Fritsche und fügt hinzu:
Vergütung verbessern, digitale Versorgungsmodelle stärken
„Ein wesentlicher Teil der Therapie von Menschen mit Diabetes besteht im Gespräch, in Information und Aufklärung durch ein multiprofessionelles Diabetesteam. Genau das sind jedoch Leistungen, für die Kliniken im Rahmen des DRG-Systems praktisch kein Geld erhalten. In unserer Hochleistungsmedizin wird eine informierende, aufklärende und patientenzentrierte Versorgung zu wenig wertgeschätzt. Eine angemessene Vergütung dieser Leistungen muss daher endlich umgesetzt werden, sonst werden künftig Diabetologen und Personal in der Diabetesbehandlung fehlen und sich damit die Versorgung der Patienten deutlich verschlechtern.“
Auch der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD) fordert, das Potenzial der Digitalisierung patientenorientiert zu nutzen. „Die Digitalisierung ermöglicht effizientere Prozesse, trägt zur Patientensicherheit bei und unterstützt die Patienteninformation und -kommunikation“, sagt Dr. rer. medic. Nicola Haller, Vorstandsvorsitzende des VDBD. „Sie schafft damit Freiräume im Arbeitsalltag, die beispielsweise für das Patienten-Gespräch genutzt werden können.“
Schon heute machten Diabetesfachkräfte und Diabetologen sehr gute Erfahrungen, indem sie auf digitale Versorgungsmodelle setzen, die von der Telemedizin bis zum digital orientierten Therapiemanagement reichen. Außerdem seien die Behandelnden in der professionellen Kommunikation mit chronisch, oft multimorbiden Kranken, erfahren.
Die Kombination dieser beiden Kompetenzen könnte als Modell zukunftsweisend für die Gesamtmedizin sein: Die Digitalisierung intelligent eingesetzt, kann das ärztliche Handeln wertvoll ergänzen und damit dem medizinischen Personal ermöglichen, sich wieder auf das zu fokussieren, was ihren Beruf im Kern ausmacht – die empathische Begleitung von Patienten mit chronischen Krankheiten wie Diabetes.
Quelle: Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) | Redaktion
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florahdo postete ein Update vor 5 Tagen, 11 Stunden
Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!
Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB
Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂
mr postete ein Update vor 1 Woche
Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
moira postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo!
Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
Ich wüsste gerne wie gut das klappt.- moira antwortete vor 1 Woche
Ich meinte Liberty




Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?