Diabetes und Autofahren: Was sagt der Betriebsarzt?

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Diabetes und Autofahren: Was sagt der Betriebsarzt?

Wer beruflich mit dem Pkw oder Lkw fährt, muss mehr Anforderungen erfüllen als ein privater Fahrer. Wir haben dazu Betriebsarzt Dr. Kurt Rinnert befragt, der sich auch mit Diabetes richtig gut auskennt.

Im Interview: Dr. Kurt Rinnert

Dr. Kurt Rinnert engagiert sich seit vielen Jahren für Menschen mit Diabetes und hat großen Anteil daran, dass viele Hürden im Berufsalltag von Diabetikern inzwischen der Vergangenheit angehören.

Er ist langjähriges Mitglied des Ausschusses Soziales der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), Verfasser vieler Publikationen und Ratgeber und einer der Autoren der Leit­linie „Diabetes und Straßenverkehr“.

Foto: privat

Diabetes-Anker (DA): Lieber Herr Dr. Rinnert, wenn zu Ihnen ein Lkw- oder Busfahrer mit Diabetes zur betriebsärztlichen Untersuchung kommt, worauf achten Sie dann besonders?

Dr. Kurt Rinnert:Für die grobe Orientierung ist für mich sehr wichtig, ob ich die Probanden/Patientinnen kenne. Wenn es alte Bekannte sind, sind oft ein Blick in die Akte, die Nutzung der aktuellen Laborwerte bzw. die Daten im Gesundheits-Pass Diabetes, Blutzuckertagebuch oder entsprechende Computerausdrucke in Verbindung mit einer schriftlichen Stellungnahme der/des Diabetologin zu Hypoglyk­ämien in der Summe ausreichend.

Bei einer Untersuchung nach der Fahrerlaubnisverordnung erwarte ich ein möglichst aktuelles fachärztliches Gutachten, das die oder der Betroffene nach den Begutachtungsleitlinien alle drei Jahre beizubringen hat. Eine durch den Diabetologen ausgefüllte Checkliste reicht mir nur, wenn die Probandin bzw. der Proband bekannt ist.

DA: Wann wird der Diabetes zum Problem?

Dr. Rinnert: Der Diabetes wird eigentlich nur zum Problem, wenn kein ehrlicher Umgang mit der Erkrankung erkennbar wird und stark schwankende Blutzuckerwerte, wiederholte schwere Hypoglykämien oder eine Hypoglykämiewahrnehmungsstörung nicht auszuschließen sind. Häufig wird dabei auch offenkundig, dass die letzte Schulung viel zu lange zurückliegt.

DA: Immer wieder berichten Patienten, dass ihr Diabetologe keinerlei Probleme sieht, der Betriebsarzt aber trotzdem das Lkw-Fahren bei der Arbeit verbieten will. Was können Patienten hiergegen machen?

Dr. Rinnert: Ich muss leider zugeben, dass die Abkürzungen CGM, AID, TIR und AGP noch nicht zum Alltagsvokabular der Betriebsärztinnen und Betriebsärzte gehören. Patienten können gegen die betriebsärztliche Beurteilung im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen Einspruch einlegen und sich im Zweifelsfall bei der zuständigen Unfallversicherung beschweren. Oft ist dann aber das Vertrauensverhältnis so gestört, dass dieser Weg kaum beschritten wird.

Ich empfehle dann den Kontakt zum Ausschuss Soziales der DDG, weil wir von dort aus oft den Betriebsärztinnen und Betriebsärzten die aktuellen Informationen zur Verfügung stellen können, die sie für ihre richtige Beurteilung brauchen. Dazu können wir dann, nach Zustimmung durch die oder den Patient*in, evtl. auch mit der Betriebs­ärztin oder dem Betriebsarzt auf kollegialer Ebene sprechen. Das hilft dann oft.

DA: Welche Tipps können Sie Diabetes-­Patienten mitgeben, um sich auf eine verkehrsmedizinische bzw. betriebsärztliche Untersuchung optimal vorzubereiten?

Dr. Rinnert: Ich empfehle die Vorbereitung mit der „Checkliste für Betriebsärzte und Diabetologen“ (www.diabetesatwork.de/­assets/­pdf/­checkliste.pdf), die im Idealfall vom Hausarzt oder Diabetologen bereits ausgefüllt ist. Das schafft Vertrauen bei allen Beteiligten und gibt den Betriebsärzten vielleicht sogar zusätzliche Informationen, die sie sonst nicht nachgefragt hätten.

Schwerpunkt: „Diabetes und Autofahren“


Interview: Rechtsanwalt Oliver Ebert

Avatar von oliver-ebert

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2021; 70 (8) Seite 28-29

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  • olivers postete ein Update vor 2 Tagen, 17 Stunden

    Hallo Zusammen!
    Ich bin ein T3er und freue mich Gleichbetroffene zwecks Erfahrungsaustausch zu finden. Bin im Frankfurter Raum, aber auch im Heidelberger Raum unterwegs.
    Liebe Grüße
    Oliver

  • zojou96 postete ein Update vor 3 Tagen, 19 Stunden

    Hallo, ich bin DT1 und trage seit etwa 1 Jahr eine Omnipod-Pumpe. Letztere löst seit mehrere Monaten eine Hautallergie an der Platzierungsstelle aus. Ich habe es bereits mit dem Cavillon-Spray und Pflastern (derzeit Omnifix von Hartmann und Unterpatch von My Sweet Stitch) für empfindliche Haut unter dem Pod probiert. Es hilft aber leider nicht oder nur bedingt, da auch mit Spray die Allergie ausgelöst wird und die Schutzpflaster nicht lange haften. Hat jemand vielleicht eine ähnliche Erfahrung gemacht und eine gute Lösung gefunden? Ich würde gerne weiterhin eine Pumpe tragen, wäre aber auch bereit das Modell zu wechseln, wenn es das Problem mit der Allergie löst. Ich bin um jeden Rat dankbar. Vielen Dank im Voraus 🙂

  • Hallo,

    hat irgendwer der den Libre3 benutzt auch so massive Probleme ?
    Mein Kind hat ständig Ärger mit seinen Sensoren,selten wo mal einer durchhält. Entweder dauernd Sensorfehler oder ein neuer Sensor sitzt und nach kurzer Zeit kommt bitte neuen Sensor starten.
    Das kann ja nicht sein,ich hab selten mal einen Sensorfehler.
    Als ich das letzte mal bei denen angerufen hatte ,meinte dieser “sehr freundliche” Mitarbeiter nur es kann nicht sein das die so viele Fehler haben,es gab keinen Ersatz.
    Müßen wir jetzt ernsthaft selber Sensoren bezahlen?
    Weil bis der Nachschub kommt dauert es noch 🙁

    LG Sandra

    • Nun, ich weiß nicht, was ihr alles probiert habt. Aber Handyneustart, Bluetooth neu aktivieren, Akku muss genug Kapazität haben. Vielleicht ist der Sensor auch locker, Schweiss hat auch immer bei mir Schwierigkeiten gemacht (wird beim Kind nicht sein).
      Gruß Oliver

    • @olivers: Haben wir alles gemacht und hat dennoch nicht geholfen 🙁
      Wir haben auch spezielle Pflaster zum drauf kleben,aber die machen keine Probleme.
      Nun sollten bis mitte nächster Woche die neuen Sensoren kommen und ich hoffe es klappt dann mal ohne Probleme

      Gruß Sandra