Die vier großen Diabetikerverbände arbeiten Hand in Hand

2 Minuten

Die vier großen Diabetikerverbände arbeiten Hand in Hand

Für Menschen mit Diabetes mit einer Stimme sprechen, gemeinsame Projekte anschieben, über Diabetes aufklären: Das ist das Ziel der neuen „Diabetiker-Allianz“ (DA), einer Arbeitsgemeinschaft der Diabetes-Selbsthilfe, in der die vier großen Diabetikerverbände Deutschlands ab sofort eng zusammenarbeiten.

Der Deutsche Diabetiker Bund (DDB), der Diabetikerbund Bayern, die Deutsche Diabetes Föderation (DDF) und die Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) haben gemeinsam die Diabetiker-Allianz (DA) gegründet – eine Arbeitsgemeinschaft der vier großen Patienten-Verbände für Menschen mit Diabetes in Deutschland.

„Wir vertreten als Betroffenenverbände gemeinsam und schlagkräftig die Bedürfnisse der Betroffenen – insbesondere gegenüber der Politik“, betont die DA. „Denn die Diabetesversorgung steht vor großen Herausforderungen, die wir miteinander meistern wollen – und das in gegenseitigem Respekt.“

Gemeinsam politisch aktiv – für alle Diabetiker!

Der Fokus der „Diabetiker-Allianz“ liegt in der politischen Arbeit. Diabetes habe „eine enorme gesellschaftliche, gesundheitspolitische und volkswirtschaftliche Relevanz – sofortiges Handeln der Politik ist unabdingbar“, erklärt die Allianz. So steht es auch im politischen Forderungskatalog der Diabetes-Selbsthilfe und des „Round Table Diabetes“, zu dem sich mehrmals jährlich alle Diabetesorganisationen Deutschlands treffen.

Die darin formulierten Forderungen sollen u.a. den Nationalen Diabetesplan, die Therapiesicherheit für Diabetiker bis ins hohe Alter und die Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes in Kita und Schule voranbringen. Ein erstes gemeinsames Projekt für alle beteiligten Verbände ist eine einheitliche Vorgehensweise beim Datenschutz.

Patientenvertretung: geschlossene Reihe im G-BA

Mit ihrer neuen Homepage, die in Kürze online geht, rückt die „Diabetiker-Allianz“ auch im Netz näher an die Politik heran. Geplant ist etwa, Bundestagsabgeordnete regelmäßig mit aktuellen Fragen zum Diabetes über deren Facebook- und Twitter-Auftritte zu konfrontieren. Im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) wollen sich die Patientenvertreter der einzelnen Diabetikerverbände zudem künftig noch besser inhaltlich aufeinander abstimmen.

Das Logo der Diabetiker-Allianz (DA).

Die „Diabetiker-Allianz“ wurde im Februar beim 5. „Round Table Diabetes“ in Nürnberg per einstimmigem Beschluss gegründet. Die DA hat bereits ein eigenes Logo – in der Allianz bleiben die einzelnen Organisationen aber alle selbständig. Das erste gemeinsame Treffen der DA steht auch schon an: bei der Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) im Mai in Berlin.


Quelle: Pressemitteilung der Diabetiker-Allianz (DA)

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Ähnliche Beiträge

Diabetes-Anker-Podcast: Was leisten Abnehmspritzen und worauf muss bei der Therapie geachtet werden, Herr Prof. Forst?
Typ-2-Diabetes, Adipositas und Abnehmspritzen: Prof. Dr. Thomas Forst ordnet im Podcast-Gespräch ein, was die neuen Wirkstoffe medizinisch leisten, für wen die Therapie geeignet ist und worauf bei ihrer Anwendung sowie bezüglich Nebenwirkungen geachtet werden muss.
Diabetes-Anker-Podcast: Was leisten Abnehmspritzen und worauf muss bei der Therapie geachtet werden, Herr. Prof. Forst? | Foto: zVg / MedTriX

2 Minuten

Rückruf bei Omnipod-Pods: Insulet warnt vor Kanülen-Rissen und möglicher Insulin-Unterdosierung
Der Medizinprodukte-Hersteller „Insulet Corporation“ hat einen freiwilligen Sicherheitshinweis für bestimmte Chargen seiner Omnipod-Insulinpods herausgegeben. Vom Rückruf betroffen sind Pods der Systeme „Omnipod 5“, Omnipod DASH“ und „Omnipod (Eros)“. Bei diesen Produkten kann es zu Rissen an den Kanülen kommen, was eine mögliche-Unterdosierung von Insulin zur Folge haben kann.
Rückruf bei Omnipod-Pods: Insulet warnt vor Kanülen-Rissen und möglicher Insulin-Unterdosierung | Foto: bluedesign – stock.adobe.com

3 Minuten

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 2 Tagen, 14 Stunden

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

  • moira postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen

    Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
    War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?

Verbände