- Soziales und Recht
Erreichtes und Nichterreichtes
2 Minuten

Günter Nuber, Chefredakteur des Diabetes-Journals, wirft einen Blick zurück auf das ausklingende Jahr 2014: Was gab es Neues? Was wurde erreicht, was verfehlt?
Lassen Sie vielleicht auch das alte Jahr 2014 vor Ihrem inneren Auge vorbeiziehen? Im Advent oder zwischen den Jahren? Wer dies tut, der hat womöglich einen klaren Überblick über das Erreichte und Nichterreichte – der hat vielleicht sogar Ideen dazu, was in den kommenden 12 Monaten wie angegangen werden sollte.
Beim Diabetes-Journal hat sich viel getan…
Nehmen wir das Diabetes-Journal des Jahres 2014 – am auffälligsten sicherlich hier das neue Layout seit der Mai-Ausgabe: Das gesamte Team hat viel gewagt, nach Jahren vieles verändert bis hin zur roten, altbekannten Marke. Nach allem, was wir gehört haben die letzen 6 Monate, hat sich unser Wagnis gelohnt – das neue Diabetes-Journal kommt gut an, bei vielen Lesern, bei Ihnen!
Und auch die neuen Rubriken wie Körper und Geist und vor allem die Diabetes-Szene gefallen Ihnen offensichtlich sehr. Wer wagt, der gewinnt – und Sie sollten sich darauf verlassen, dass Ihre Monatszeitschrift im neuen Jahr modern, kompetent und auch riskant für Sie daherkommen wird. Das führt uns vom Äußeren zum Inneren …
…beim Diabetikerbund ebenfalls
… Themen des Jahres waren: Der Deutsche Diabetiker Bund (DDB) hatte schon zu Jahresbeginn 2014 seine neue Bundesgeschäftsstelle eröffnet. Man ist von Kassel nach Berlin umgesiedelt – Hintergrund ist laut Bundesvorsitzendem Dieter Möhler, näher an die Bundespolitik zu rücken, mehr Einfluss nehmen zu können, mehr im Interesse einer besseren Diabetikerversorgung in Deutschland wirken zu können.
Ein ambitioniertes Ziel sicherlich, vor allem angesichts der Tatsache, dass ebenfalls im Jahr 2014 gleich mehrere Diabetesmedikamente in Deutschland nicht oder nicht mehr den Patienten zur Verfügung stehen: Nehmen wir Vildagliptin für Typ-2-Diabetiker, nehmen wir Linagliptin, nehmen wir Lixisenatid; allesamt offensichtlich gut erforschte, gut wirksame Medikamente, sagen Experten und Patienten – aber aufgrund von Gutachten oder aufgrund gesundheitspolitischer Erwägungen nicht mehr für Patienten zu haben.
Gesundheitspolitische Lichtblicke: CGM-Beurteilung…
Lichtblick in dem Kontext war der gesundheitspolitisch erkannte Nutzen (Vorbericht) kontinuierlicher Glukosemessung (CGM) speziell zur Verbesserung des HbA1c-Wertes sowie zur Verringerung schwerer oder schwerwiegender Unterzuckerungen bei Menschen mit Typ-1-Diabetes. Patientenaufrufe (Stellung zu nehmen) waren hier genauso zielführend wie Experten-Gutachten, monatelanges Beharren und wohl auch Fingerspitzengefühl aller Beteiligter. Fortzuführen als Idee für 2015?
Die 50 stand im Babyboomer-Jahr 2014 für viele – so auch für die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG). Die Ärzte-Fachgesellschaft konnte passend zu ihrem Fünfzigsten Aussicht bieten auf etwas Außerordentliches: Nach jahrelangem Kämpfen der DDG sowie des Dachverbandes diabetesDE empfahl im Sommer 2014 der Bundesrat der Bundesregierung, ein Bundespräventionsgesetz sowie einen Nationalen Diabetesplan auf den Weg zu bringen.
…und Nationaler Diabetesplan
Wenn auch die Entschließung des Bundesrates nicht bindend ist für die Bundesregierung, so sieht diabetesDE-Vorsitzender Prof. Thomas Danne darin doch einen “historischen Meilenstein für die deutsche Diabetologie: Nie waren wir einem Nationalen Diabetesplan näher.” Dranbleiben 2015, so dass Deutschland das 19. von 28 europäischen Ländern mit solch einem Plan zur Diabetes-Bekämpfung werden möge.
von Günter Nuber | Chefredaktuer des Diabetes-Journals
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz, Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0,
Fax: (0 61 31) 9 60 70 90, E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2014; 63 (12) Seite 52
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 3 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße