Gebündelte Kraft der Diabetes-Selbsthilfe in Frankfurt

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Gebündelte Kraft der Diabetes-Selbsthilfe in Frankfurt

Auf Einladung des Kirchheim-Verlages haben sich am 1. April die großen Diabetes-Verbände in Frankfurt am Main getroffen. Sie stehen für die Diabetes-Selbsthilfe sowie für die Interessenvertretung der Millionen Diabetiker in Deutschland.

Dieser Beitrag ist eine Vorabveröffentlichung aus der Mai-Ausgabe des Diabetes-Journals, die am 28. April 2017 erscheint. Darin erwartet Sie außerdem der diesmalige Schwerpunkt „Essen: immer ein Thema bei Diabetes“, Tipps zum richtigen Umgang mit Insulinpens, einen Bericht über das Team Novo Nordisk beim renomierten Radrennen Mailand-Sanremo und vieles mehr.

Das Diabetes-Journal bekommen Sie im Kirchheim-Shop, als ePaper sowie an Kiosken auf Flughäfen und Bahnhöfen.

Aus allen Landesteilen waren sie gekommen – und noch vor einem halben Jahr war die Vorstellung, alle maßgeblichen Verbände der Diabetes-Selbsthilfe an einen Tisch zu bekommen, tollkühn: Am 1. April trafen sich am Frankfurter Flughafen 35 Vertreter der großen Diabetes-Selbsthilfe-Verbände.

Alle großen Selbsthilfe-Verbände waren gekommen

Eingeladen zu dem Round-Table-Gespräch hatte der Kirchheim-Verlag (der u.a. auch das Diabetes-Journal herausgibt), und gekommen waren sie alle: der Deutsche Diabetiker Bund, die Deutsche Diabetes-Föderation, die Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes sowie der Diabetikerbund Bayern. Sie alle stehen für über 40.000 organisierte Diabetiker in Deutschland sowie für die Interessenvertretung der Millionen Diabetiker.

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„Ein solches Treffen hätte Heinz Jäger (†) und Dr. Klaus Fehrmann (†), den ehemaligen Bundesvorsitzenden der Diabetes-Selbsthilfe, gut gefallen“, sagte Günter Nuber, Diabetes-Journal-Chefredakteur bei der Begrüßung. Damals gab es jedoch nur einen großen Bundesverband mit seinen Landesverbänden für jedes Bundesland.

Die Zusammenkunft war ein starkes Zeichen der Beteiligten: Menschen mit Diabetes im Alltag helfen, deren Interessen in Politik und Gesellschaft zeitgemäß vertreten, Lebensqualität erhalten oder verbessern – das unterzeichnet sofort jede der Organisationen. Den Weg dahin beschritt man die letzten Jahre jedoch getrennt und klar abgegrenzt. Kann sich das ändern?

Nach langer, konstruktiver Diskussion: „Frankfurter Erklärung“

Die nach Frankfurt Angereisten konnten sich nach stundenlanger konstruktiver Diskussion zumindest durchringen zu einer Frankfurter Erklärung – darin heißt es:

  • Wir wollen gemeinsam einen Rahmen schaffen für die Professionalisierung der Diabetes-Selbsthilfe.
  • Wir wollen ab jetzt in eine gemeinsame Zukunft der Diabetesverbände blicken statt in die Vergangenheit – mit Respekt füreinander.
  • Unsere starke Selbsthilfearbeit soll ergänzt werden durch eine bundesweit wahrnehmbare politische Arbeit als Interessenvertretung der Millionen Diabetiker.
  • Wir wollen unsere Kompetenzen bündeln – für die Versorgung und die Lebensqualität der Diabetiker.

Vereinbart wurde ein Folgetreffen im kleineren Kreis – zeitnah, gerade wegen des Wahljahres 2017 und dann mit jeweils 3 Vertretern pro Verband. Vorgeschlagen wurde auch eine gemeinsame Ausrichtung gegenüber der Politik sowie eine gemeinsame Demonstration vor der Wahl.


von Günter Nuber
Chefredakteur Diabetes-Journal,
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: 06131/96070-0, Fax: 06131/96070-90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de

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