- Soziales und Recht
Selbsthilfe bringt Menschen mit Diabetes mehr Lebensqualität
3 Minuten
Seit ihrer Gründung vor fünf Jahren hat die Selbsthilfeorganisation Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) vielen Menschen mit Diabetes in ihrem täglichen Umgang mit der Krankheit geholfen. Eine der wichtigsten Säulen hierfür ist die ehrenamtliche Arbeit der einzelnen Mitglieder.
Exakt vor fünf Jahren, am 8. Juni 2012, wurde die Selbsthilfeorganisation Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) gegründet, ein Jubiläum, auf das die vielen engagierten Ehrenamtler zurecht stolz sind. Seit der Gründung konnte vielen, vielen Menschen mit Diabetes in ihrem täglichen Umgang mit der Krankheit geholfen werden.
Das Selbstverständnis der DDH-M: „Niemand soll durch seine Krankheit in seiner persönlichen Entfaltung eingeschränkt oder aufgrund der Erkrankung diskriminiert werden.“, hat daran maßgeblichen Anteil. Eine der wichtigsten Säulen hierfür ist die ehrenamtliche Arbeit der einzelnen Mitglieder, die ihre verschiedenen Fähigkeiten, Erfahrungen, Motivationen und Sichtweisen einbringen.
„Selbsthilfe erhöht immens die Lebensqualität“
„6,7 Mio. Menschen in Deutschland sind von Diabetes betroffen und trotzdem ist in der Öffentlichkeit kaum bekannt, wie anstrengend die Krankheit für die Betroffenen ist“, sagt Jan Twachtmann, Vorstandsvorsitzender der DDH-M, selbst an Typ 1 erkrankt. „Diabetes ist eine chronische Krankheit, die 365 Tage im Jahr, 7 Tage die Woche, und 24 Stunden am Tag die Aufmerksamkeit der Betroffenen fordert.
Sowohl Typ 1er als auch Typ 2er sind in über 99 Prozent der Zeit mit ihrer Therapie, dem ständigen Blutzuckermessen und BE-Berechnen alleine. Daher ist die Selbsthilfe bei Diabetes, wo die Menschen ihre Erfahrungen untereinander austauschen und sich gegenseitig helfen, besonders wichtig. Selbsthilfe erhöht immens die Lebensqualität.“
Regionale Selbsthilfearbeit sowie Öffentlichkeitsarbeit
Entstanden ist die DDH-M aus einer Initiative der drei ehemaligen Landesverbände des Deutschen Diabetiker Bundes: Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Bremen. Ergänzt durch die ehemalige Patientensäule der Dachorganisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe wuchs die DDH-M zu einer führenden Patientenorganisation, die heute neben mittlerweile fünf Landesverbänden – LV Nord und Mitteldeutschland sind hinzugekommen – auch eigenständige große Selbsthilfegruppen und mehrere tausend Einzelmitglieder vorweisen kann.
Hauptaufgabe ist die bundesweite als auch regionale Selbsthilfearbeit und die damit verbundene Aufmerksamkeit für die Krankheit Diabetes mellitus und die Probleme der Betroffenen. Dabei ist es der DDH-M ein besonderes Anliegen, mit Ärzten und Behandlern eng und vertrauensvoll zusammenzuarbeiten, um so die Interessen von Menschen mit Diabetes und ihren Angehörigen wirkungsvoll in der Politik zu vertreten.
Aktives politisches Engagement
„Die DDH-M beteiligt sich daher auch aktiv an der politischen Kampagne „Diabetes STOPPEN – jetzt handeln!“, die von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe ins Leben gerufen wurde, um einen Nationalen Diabetesplan zu erreichen“, erklärt Juliane Grützmann, stellvertretende Vorsitzende der DDH-M. Die Kampagne umfasst drei übergeordnete Forderungen: Die bestmögliche Versorgung der Menschen mit Diabetes soll gesichert, Maßnahmen zur Förderung des gesunden Lebensstils gefördert und die Selbsthilfe gestärkt werden.
Finanzelle Zuschüsse werden gebraucht
„Die Stärkung der Selbsthilfe durch höhere Pauschalförderungen ist unabdingbar. Selbsthilfe kann nicht mehr nur aus dem Ehrenamt heraus gestemmt werden. Wir brauchen langfristig gesicherte finanzielle Zuschüsse zum Aufbau professioneller flächendeckender Selbsthilfestrukturen“, ergänzt Grützmann.
Selbsthilfe mit Dienstleistungsangebot
Die Arbeit der Selbsthilfeorganisation umfasst schon heute viele Dienstleistungen, die den Menschen mit Diabetes zugutekommen: Die DDH-M bietet für ihre Mitglieder eine Telefonsprechstunde, bei der mit einer Diabetesberaterin Fragen und Sorgen rund um die Therapie des Diabetes besprochen werden können sowie eine Eltern-Telefon-Seelsorge für Eltern mit Kindern, die an Diabetes erkrankt sind, an. Beide Telefonsprechstunden finden einmal im Monat statt.
Zudem hat die DDH-M in der Selbsthilfe verschiedene Projekte ins Leben gerufen wie Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes, ein Beachvolleyball-Wochenende für Eltern und ihre an Diabetes erkrankten Kinder oder eine Klassenfahrtbetreuung für diabetische Kinder, damit diese beruhigt und gut versorgt an Schul- oder Klassenfahrten teilnehmen können, ohne dass es zu Komplikationen kommt.
Vielfältige Veranstaltungen vor Ort
Auf Landesebene finden Selbsthilfegruppentreffen statt, Beratungstage für Insulinpumpenträger oder Informationsveranstaltungen zu neuesten Therapien und Medizinprodukten.
- Weitere Informationen zur DDH-M finden sich im Netz unter www.menschen-mit-diabetes.de
- Eine Vollmitgliedschaft kostet 40 Euro, eine Basismitgliedschaft 5 Euro pro Jahr.
- Hier können Betroffene und Angehörige Mitglied werden: menschen-mit-diabetes.de/mitglieder/mitglied-werden
Quelle: Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M)
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Behandlung
- Behandlung
12 Minuten
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
-
hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 6 Tagen, 11 Stunden
Hallo,
das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann? -
uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen
Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?
-
diahexe postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen
Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?
-
gregor-hess antwortete vor 2 Wochen, 1 Tag
Liebe diahexe,
Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
Viele Grüße
Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion -
diahexe antwortete vor 2 Wochen, 1 Tag
@gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.
-
crismo antwortete vor 1 Woche
@gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…
Kann es nur empfehlen!!!
-


Hallo hexle,
ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”
Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.
Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.
Beste Grüße
PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.
Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.
@ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.
@schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….