- Technik
Ausprobiert: Dexcom G7 – schnell, klein und personalisierbar
2 Minuten

Unsere Redakteurin Dr. Mirjam Eiswirth testet sich für Sie in der Rubrik „Ausprobiert“ durch die aktuellen Diabetes-Technologien. Dieses Mal stellt sie das CGM-System „Dexcom G7“ vor, das kleiner, leichter und schneller aktiviert ist als seine Vorgänger.
Beim Glukose-Sensor Dexcom G7 sind Setzhilfe, Sensor und Transmitter kombiniert. Es heißt also nur: Auspacken, Setz-Stelle desinfizieren, draufsetzen, aufs Knöpfchen drücken – und schon sitzt der Sensor. Das Geräusch beim Auslösen ist leise und ich persönlich habe das Setzen kaum gespürt. Beides sind meiner Meinung nach besonders für Kinder gute Entwicklungen. Zum Sensor gibt es ein kleines Lesegerät und eine Smartphone-App. Beide können parallel genutzt werden. Alarme lassen sich individuell anpassen. Auch bestimmte Smartwatches sind kompatibel.

Schnell und genau
Ist der Sensor gesetzt, dauert es nur knapp eine halbe Stunde, bis Glukosewerte verfügbar sind. In Studien erreicht das Dexcom G7 eine MARD, also eine mittlere absolute relative Abweichung vom Blutglukosewert, von nur 8,2 Prozent. Auch für mich stimmten die gemessenen Glukosewerte meist von Anfang an sehr gut mit meinen Blutzuckerwerten überein. Wer will, kann das Dexcom G7 genau wie seine Vorgänger kalibrieren. Ein Sensor hält bis zu zehn Tage und hat eine Toleranzzeit von 12 Stunden, bis er wirklich endet. Das ist besonders dann praktisch, wenn ich unterwegs bin und keinen Ersatz zur Hand habe.
Personalisierbare Alarme
Was mir ebenfalls gut gefällt, ist die Möglichkeit, Alarm-Grenzen individuell einzustellen: Will ich gewarnt werden, wenn der Zucker schnell steigt oder fällt? Will ich vielleicht sogar einen Alarm, der mich warnt, wenn mein Zuckerwert sehr wahrscheinlich in den nächsten 20 Minuten unter einen bestimmten Wert sinkt? Oder will ich einfach mal für (bis zu) sechs Stunden komplette Ruhe vor den Alarmen, weil ich ein wichtiges Gespräch habe? All das ist möglich. So kann der Sensor für mich eine echte Unterstützung im Alltag sein.
Nächste Schritte
Insgesamt war ich mit dem Sensor im Hinblick auf Tragekomfort, Genauigkeit und Alltagstauglichkeit sehr zufrieden. Was heute noch fehlt, ist die Integration des Dexcom G7 in AID-Systeme (Systeme, die automatisiert Insulin abgeben), die mit dem Dexcom G6 kommunizieren.
Erschienen in: Diabetes-Anker, 2023; 72 (7) Seite 40
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?- ole-t1 antwortete vor 2 Wochen, 6 Tagen
Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße
lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat
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Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
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