- Technik
„Die Pumpe ist mittlerweile ein Teil von mir“
3 Minuten
Seit fast 25 Jahren hat Barbara Typ-1-Diabetes. Die Insulinpumpe Accu-Chek Insight verhilft ihr heute zu mehr Lebensqualität. In diesem Erfahrungsbericht erklärt sie, wie ihr Leben mit Insulinpumpe funktioniert.
Barbara S. erwartet ihr drittes Kind, als sie erfährt, dass sie Typ-1-Diabetes hat – da ist sie 26 Jahre alt. Ihre Frauenärztin wird eher zufällig bei einer Routineuntersuchung auf Barbaras schlechte Blutzuckerwerte aufmerksam. Zunächst vermutet die Ärztin Schwangerschaftsdiabetes, doch nach einigen Tests ist die Diagnose klar – und Barbara verunsichert. „Ich dachte, dass ich jetzt für immer krank bin. Über Diabetes wusste ich gar nichts“, erzählt die heute 51-Jährige. „Aber meine Diabetesberaterin im Krankenhaus hat mir Mut gemacht. Sie hat mich erstmal in den Arm genommen und gesagt: Barbara, das kriegen wir schon hin! Dafür bin ich ihr heute noch dankbar.“
Barbara lebt damals als Bäuerin in einem Dorf in Oberbayern. Sie misst vier- bis sechsmal täglich ihren Blutzucker, wird mit einer Insulintherapie behandelt und achtet genau darauf, wann und was sie isst. Doch die Werte könnten besser sein. „Und das ständige Spritzen hat mich genervt“, berichtet Barbara. „Ich wollte eine verlässliche und flexible Lösung, mit der meine Werte länger im Zielbereich sind. Deshalb habe ich alles über Diabetes gelesen, was mir in die Finger kam.“ In einer Zeitschrift entdeckt sie einen Artikel über Insulinpumpen. „Damit bin ich zu meiner Diabetesberaterin und habe gefragt: Ist so eine Insulinpumpe auch etwas für mich?“
Ähnlich der Funktion der Bauchspeicheldrüse
Das war im Mai 1997 – seitdem trägt Barbara eine Insulinpumpe und kann sich ein Leben ohne gar nicht mehr vorstellen. „Die Pumpe ahmt die Funktion einer gesunden Bauchspeicheldrüse nach und ist ein Teil von mir geworden. Seit vier Jahren trage ich jetzt die Accu-Chek Insight Insulinpumpe, die klein und einfach zu bedienen ist“, erklärt Barbara. „Mein Arzt legt die Insulinmengen fest, und die Pumpe gibt laufend den Grundbedarf an Insulin ab, den mein Körper gerade braucht.“
Barbara kontrolliert den Diabetes, nicht umgekehrt
So gern sich Barbara auf ihre Insulinpumpe verlässt, so sehr legt sie auch Wert darauf, selbst korrigierend eingreifen zu können. „Das entspricht meiner Grundhaltung zu meinem Diabetes: Ich kontrolliere ihn und nicht er mich“, erklärt sie. Über die Pumpe kann sie die Insulinzufuhr spontan an die Bedürfnisse ihres Körpers anpassen, also entweder die Basalrate kurzfristig erhöhen oder auch senken. Dies ermöglicht mehr Flexibilität – einer der großen Vorteile ihrer Insulinpumpe.
Wenn sie neben der Basalrate Insulin benötigt, zum Beispiel zum Essen, gibt Barbara das Insulin einfach per Knopfdruck ab. Die richtige Dosis kennt sie aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung. „Da muss ich nichts berechnen, nach so langer Zeit kann ich das gut einschätzen.“ Weil sie mittlerweile als Köchin in einem Seniorenheim für Kuchen und Nachtisch zuständig ist und öfter probieren muss, gibt sie auch zwischendrin ab und zu mal Insulin ab. Dabei kann sie dann mit ihrem Kollegen fachsimpeln. „Mein Kollege hat auch Diabetes und trägt die gleiche Pumpe wie ich. Das ist praktisch, weil wir uns austauschen können.“
Weniger Insulin braucht Barbara hingegen, wenn sie sich viel bewegt, zum Beispiel, wenn sie sich bei der Gartenarbeit – ihrer großen Leidenschaft – körperlich anstrengt oder beim E-Bike fahren in die Pedale tritt. Dann reduziert sie die Insulinmenge über die temporäre Basalrate. So kann sie spontan länger aktiv bleiben und später essen, ohne Gefahr zu laufen, in den Unterzucker zu geraten. „Man kann die Insulindosis für bestimmte Aktivitäten, die sich wiederholen, auch namentlich einprogrammieren. Das finde ich hilfreich, wenn man noch nicht so lange Erfahrung hat wie ich“, erklärt sie.
Kaum zu sehen und zu spüren
Insulin spritzen, das braucht Barbara schon seit vielen Jahren nicht mehr. Stattdessen verbindet ein Infusionsset die Pumpe mit Barbaras Körper und versorgt sie mit Insulin. „Es gibt mir ein sichereres Gefühl, dass ich laufend kleine Mengen an Insulin bekomme – und dass bei meiner modernen Pumpe der Schlauch nicht umknicken kann. Angenehm ist auch, dass ich die Kanüle kaum spüre. Sie ist aus Teflon und sehr biegsam.“
Als Köchin muss Barbara früh aufstehen und oft unter Zeitdruck arbeiten. Da sind es oft durchdachte Details, die den Alltag mit Diabetes leichter machen. „Die vorgefüllten Insulinampullen enthalten weniger Luftblasen und ich spare Zeit, weil ich sofort startklar bin“, erzählt sie. „Außerdem ist die gut lesbare Anzeige eine Erleichterung – vor allem morgens vor der Arbeit, da ist es ja oft noch dämmrig.“ Etwa alle drei Tage wechselt Barbara das Infusionsset, zum Duschen kann sie die Pumpe mit einem einfachen Handgriff abkoppeln.
Praktisch findet Barbara auch das ergonomische Design mit den abgerundeten Ecken: So kann sie die Pumpe, die so klein wie eine Visitenkarte und etwa 20 mm dünn ist, unauffällig seitlich am BH tragen. „Ich habe für meine Pumpe ein Täschchen genäht, das ich mit Druckknöpfen am BH befestige – das ist bequem und diskret“, erzählt sie. „Wer nicht gerne näht, kann natürlich auch ein Tragesystem kaufen.“
Mehr Freiheit und Flexibilität
Barbara möchte ihre Insulinpumpe nicht mehr missen. Sie genießt auch mehr Freiheit und Flexibilität im Alltag. „Ich fühle mich viel freier und kann jetzt spontaner das tun, auf was ich Lust habe. Mit Genuss essen, wann und was ich möchte, einfach mit dem Fahrrad losfahren, länger im Garten werkeln: Das alles ist mit der Pumpe einfacher möglich – sie sorgt dafür, dass sich mein Leben weniger um meinen Diabetes und mehr um mich dreht.“
Quelle: Roche Diabetes Care
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stephanie-haack postete ein Update vor 2 Tagen, 12 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 2 Tagen, 14 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 2 Tagen, 12 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
