Insulinpen oder doch etwas ganz anderes?

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Insulinpen oder doch etwas ganz anderes?

Kugelschreiber oder Füller, Folterinstrument, medizinische Therapieform und Notwendigkeit, die favorisierte Art der Diabetes-Behandlung, aber auch die nicht optimale Art der Diabetes-Behandlung – all das sind Beschreibungen für einen Insulinpen. Für das Teil, mit dem sich wahrscheinlich jeder Typ-1-Diabetiker das erste Mal selbst Insulin injiziert hat.

Insulinpen(1)

Ich habe Menschen kennengelernt, die den Schock ihres Lebens bekamen, als ich die Kappe des vermeintlichen Stiftes abzog und sie eine Kanüle anstelle einer Füllfeder anblitzte – dabei tut der Pen doch gar nichts, der will nur spielen! Auf den Schock folgt oftmals das 100 Mal gehörte: “Ich könnte das nicht!”, von dem wir alle wissen, wie es gemeint ist, mit dem wir aber trotzdem nichts anfangen können. Diese Spritzen sind dazu da, uns Typ-1er am Leben zu halten, und nicht, um jemandem zu schaden. In meinem Fall war die intensivierte konventionelle Insulin-Therapie (ICT) aus der Sicht meiner Diabetologin nie das endgültige Ziel, weil sie wusste, was die Pumpen-Therapie verbessern könnte. Ich selbst hingegen führte ein Ehe-ähnliches Leben mit meinem Pen: Anstelle des Eherings trug er Washitape, alle Hochs und Tiefs durchlebten wir zusammen und trotzdem ließ er mir meinen Freiraum, ließ mich alleine sein – mein(e) Pen(s), meine Nummer 1. Heute sehe ich ihn und die Form der Therapie anders und nicht mehr als optimal an.

Was ist der Pen für euch und was stellt er für euer Umfeld dar?

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Tag, 4 Stunden

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Tag, 21 Stunden

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 2 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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