Kolumne | Zum guten Schluss: Sicherheit, Klarheit – CGM-System!

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© Christian Mentzel
Kolumne | Zum guten Schluss: Sicherheit, Klarheit – CGM-System!

Ein CGM-System verändert den Blick auf den eigenen Diabetes: Dr. Hans Langer erzählt in seiner Kolumne das Erlebnis eines hochbetagten Mannes, der mit dem Sensor erstmals nächtliche Unterzuckerungen bemerkte und lernte, wie Bewegung und Ernährung seine Glukosewerte beeinflussen.

Wie oft habe ich inzwischen gelesen und gehört, dass Sensoren zum kontinuierlichen Glukose-Monitoring (CGM) hierzulande für alle Menschen mit Diabetes auf Kosten der Krankenkassen verfügbar sein sollten. Argument: Damit sehen die Menschen, was welches Lebensmittel oder welche Mahlzeit bewirkt und wie sich Bewegung auf die Glukosewerte auswirkt.

Wenn man das nur theoretisch mitbekommt, ist es zwar logisch nachvollziehbar – aber wie anders ist es doch, wenn man es direkt erlebt. So hat ein hochbetagter Bekannter vor Kurzem den ersten CGM-Sensor gesetzt. Hintergrund bei ihm war vor allem, dass er offenbar unter seiner Therapie mit Insulin Unterzuckerungen hatte, die er nicht bemerkte – der Sensor soll jetzt Sicherheit bringen.

Und das brachte er auch ganz schnell: Nachts weckte ihn der Sensor seitdem nicht nur einmal, weil die Glukosewerte zu tief gerutscht waren. Ein Griff zum Traubenzucker, gegessen – und beruhigt weitergeschlafen! Auch für die Angehörigen erhöhte sich dadurch das Gefühl der Sicherheit, wie er erzählt.

Viele Aha-Effekte dank CGM-System

Aber neben diesem bei ihm entscheidenden Aspekt hat das CGM-System bereits viele Aha-Effekte erzeugt. Seine langen Wege zu Fuß zum Einkaufen verbrauchen die Kohlenhydrate vom Frühstück ordentlich. Auch hier schützte ihn das CGM-System vor einer Unterzuckerung, weil es Alarm gab. Geht mein Bekannter auf einem dieser Wege zwischendurch in ein Restaurant zum Mittagessen und spritzt dafür ausnahmsweise kein Insulin, macht das gar nichts – der lange Weg verbraucht auch diese Kohlenhydrate!

Aber auch andersherum bringt der Sensor Klarheit: Ein Stück Kuchen zum Kaffee lässt die Werte ganz schön steigen. Das ist eigentlich klar, und war es auch ihm. Aber wenn man es dann doch noch einmal so direkt vor Augen geführt bekommt mit einer steil nach oben steigenden Kurve, ist das doch noch mal anders …

Natürlich ist ein CGM-System mit einem Lesegerät, das man immer in irgendeiner Tasche dabeihaben muss, gerade im hohen Alter, wo das Denken an Dinge sowieso oft schon schwerer fällt, auch eine Herausforderung. Aber es lohnt sich, für jeden, in jedem Alter, mit jeder Therapie, auf jeden Fall!

Das Team für den guten Schluss: Dr. Hans Langer arbeitet als Arzt in einer Diabetesklinik, Jana Einser hat schon seit Kindertagen Typ-1-Diabetes und Alex Adabei hat viele Bekannte und Verwandte mit Typ-2-Diabetes. Sie schreiben abwechselnd für diese Kolumne.

von Dr. Hans Langer

Dr. Hans Langer war ein fiktiver Charakter im Rahmen der Kolumne „Zum guten Schluss“, die von 2013 bis 2024 im Diabetes-Journal erschienen ist. Hinter der Rolle als Arzt in einer Diabetes-Klinik, der aus seinem Berufsleben berichtete, steckte ein echter Mensch, mit ähnlichem Hintergrund.

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2023; 71 (5) Seite 82

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  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 7 Stunden

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  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • stephanie-haack postete ein Update vor 1 Monat

    Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

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