- Technik
medixfeet – Auf die Füße, fertig, los!
2 Minuten
Wer über viele Jahre mit einer Diabeteserkrankung keine gute Stoffwechseleinstellung erreicht, hat meist ein hohes Risiko auch am Diabetischen Fußsyndrom zu erkranken. Umso wichtiger ist es, Risikofaktoren wie kleine Wunden o.ä. früh zu entdecken und gegebenenfalls schnell bei Experten vorstellig zu werden. Doch was wenn das Warnsignal “Schmerz” fehlt? Hier möchte medixfeet Abhilfe schaffen.
Ursache des “Diabetischen Fußes” ist häufig eine schlechte Durchblutung oder eine Nervenschädigung (Neuropathie). Weil das Berührungs-, Temperatur- und Schmerzempfinden verloren geht und das Nachlassen der Schweißproduktion am Fuß zu trockener Haut führen kann, sind selbst kleinste Verletzungen am Fuß gefährlich. Entwickeln sich ernsthafte Geschwüre daraus, ziehen diese im schlimmsten Fall eine Amputation nach sich.
Nicht zu sehen, aber effektiv – Die intelligente Einlegesohle
Anhand dieses Wissens wurde die präventive Schuhsohle medixfeet entwickelt. Mit Druck- und Temperatursensoren ausgestattet, übermittelt sie via Bluetooth in Echtzeit am Fuß gemessene Daten an eine App, die bei schlechter Durchblutung der Füße oder bei einem Temperaturanstieg ein optisches und/oder ein akustisches Warnsignal abgibt. So fordert sie zur Bewegung auf und ermöglicht – falls nötig – einen frühzeitigen Arztbesuch.
Darüber hinaus soll die App in Zukunft aber noch mehr Vorteile bieten. So wird Nutzern explizit angezeigt an welcher Stelle das Problem vorliegt und ein Medikamentenplaner unterstützt bei der Therapie. Außerdem sollen ein Tagebuch und ein Kalender für Arzttermine sowohl dem Patienten als auch dem behandelnden Arzt im Alltag helfen. Abgerundet wird das Angebot durch Tipps zur Fußpflege. Alle Daten und Informationen werden dabei über das Smartphone oder ein Tablet abgerufen.
Doppelte Auszeichnung
2014 wurde das innovative Projekt mit dem SilverStar-Förderpreis der Berlin-Chemie AG ausgezeichnet. “Für Patientinnen und Patienten, aber natürlich auch für das betreuende medizinische Personal wäre die intelligente Schuhsohle eine große Unterstützung im Alltag”, lobte Jurymitglied Dr. Dr. Andrej Zeyfang. 2015 folgte die Auszeichnung mit dem IQ Innovationspreis Mitteldeutschland. Mittlerweile arbeitet das eigens gegründete Start-up-Unternehmen mediXmind an der Serienreife.
Weiterführende Infos
Das Patent für die Sohle ist an der Universität Magdeburg angemeldet. Entwickelt wurde sie zusammen mit der ifak system GmbH als Anbieter von innovativen Medizinprodukten. Weitere Informationen zum Produkt finden Sie hier.
„Mit Hilfe der sensorbestückten Schuheinlage können wir Diabetikern das ‘Gefühl in den Füßen’ wiedergeben und sie vor Folgen wie Gewebeverletzungen oder gar Amputationen schützen“, so Prof. Dr. med. Peter Mertens, Direktor für Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Diabetologie und Endokrinologie der Universitätsklinik Magdeburg. „Unser Team hat erfolgreich die technische Entwicklung von medixfeet geschafft und wir sind nur noch wenige Schritte von der Markteinführung entfernt“, ergänzt Geschäftsführer Fred Samland. Der finanzielle Startschuss ist eine Croudfunding-Aktion auf startnext.com.
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stephanie-haack postete ein Update vor 1 Woche
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 1 Woche
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 1 Woche
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
