- Technik
T1Day war lebendig und intensiv
3 Minuten
Veranstaltungen für Menschen mit Diabetes leben davon, dass man sich trifft, sich direkt austauscht. In diesem Jahr sind solche Präsenz-Veranstaltungen schwierig, wegen der Corona-Pandemie. So fand auch der T1Day zum ersten Mal rein virtuell statt, ebenso die DiaTec als Experten-Kongress direkt vorher. Beide Veranstaltungen wurden gut angenommen, die Teilnehmer waren aktiv dabei, hörten Vorträge, nahmen an Workshops und t-Camps teil.
T1Day 2021: „Wir sind erstmalig komplett digital.“ So begrüßte Moderatorin Shirin Valentine, selbst Typ-1-Diabetikerin seit 20 Jahren, die fast 600 Teilnehmer an den Bildschirmen zu Hause. Die Corona-Pandemie hatte auch diese Veranstaltung, die sich an Menschen mit Typ-1-Diabetes, ihre Familien und ihre Freunde richtet, ins virtuelle Umfeld verlagert.
Break-Out-Sessions zum virtuellen Treffen
In den vergangenen Jahren war der T1Day in Berlin nicht nur ein Tag, an dem man sich Informationen zu neuesten Entwicklungen in der Diabetes-Technologie holte, sondern auch ein Tag, an dem man Freunde und alte Bekannte traf, sich vor Wiedersehensfreude in die Arme fiel. All das ging in diesem Jahr am letzten Januar-Tag nicht. Aber Veranstalter und Organisatoren hatten versucht, zumindest ein bisschen Ersatz zu schaffen: „Es gibt Break-Out-Sessions, wo ihr mit euren Freunden, mit Menschen, mit denen ihr reden wollt, auch direkt kommunizieren könnt“, erklärte Veranstalter Prof. Dr. Lutz Heinemann von Science-Consulting in Diabetes.
Den Digitalisierungs- und Technologie-Report (D.U.T-Report) 2021 stellten Prof. Dr. Lutz Heinemann (links) und Prof. Dr. Bernhard Kulzer im Vorfeld der DiaTec vor.
„Was wir damit versuchen, ist, dass ihr miteinander reden könnt, dass ihr Informationen bekommt und dass ihr, wir auch Spaß haben an dem heutigen Tag.“ Und es wurde viel diskutiert, wie man beim Klicken auf die Teilnehmerliste erkennen konnte: Viele waren in den Pausen im Gespräch.
Lebendige und intensive t-Camps
Auch die Technologie-Camps, kurz: t-Camps, wurden für den Informations- und Erfahrungsaustausch genutzt. Die Themen waren vielfältig, sie behandelten z. B. die Wahl einer Insulinpumpe und Systeme zur automatisierten Insulinabgabe (AID-Systeme), Reisen mit Diabetes, Telemedizin, Therapieanpassung beim Sport, Corona und Typ-1-Diabetes, Diabetes-Belastung für Typ 1 und Typ F und die Online-Community. Heinemanns Einschätzung: „Ich hatte den Eindruck, es war sehr lebendig, sehr intensiv.“
Themen up to date
Natürlich kam auch die Wissenschaft nicht zu kurz. Prof. Dr. Bernhard Kulzer aus Bad Mergentheim stimmte die Teilnehmer ein: „Es geht um wirklich die Themen, die 2020 und 21 auch wirklich up to date sind.“ So berichtete Ulrike Thurm aus Berlin über AID-Systeme und warf mit einem Zitat vom Diabetologen Bernhard Gehr aus dem Jahr 2020 einen Blick in die Zukunft, „dass es uns in circa fünf Jahren vielleicht bizarr und gefährlich vorkommt, wie wir es früher gewagt haben, Insulinpumpen einfach so Insulin pumpen zu lassen, ohne dass deren Abgabe von einem Sensor überwacht und gesteuert wird“.
Aber sie warnte auch: „Die Technik muss stimmen.“ Und eine gute Insulinpumpen- und CGM-Schulung seien Voraussetzung. Auch Kulzer dämpfte die Euphorie: „Es gibt schon ein paar Haken, über die es sich lohnt, auch Bescheid zu wissen, bevor man sich entscheidet zu einem AID-System.“
Konsenspapier zu AID-Systemen
Diabetologen und Endokrinologen aus 25 Ländern erarbeiten gerade ein Konsenspapier, das Diabetesexperten eine Grundlage bieten kann, an die sie sich in Bezug auf AID-Systeme, die im Moment noch weitgehend selbstgebaute Systeme sind, halten können. Wie Dr. Katarina Braune aus Berlin berichtete, wird der Text gerade juristisch geprüft und soll noch dieses Jahr publiziert werden, sodass dann auch Diabetiker selbst das Konsenspapier nutzen und ihren Ärzten geben können.
„Bleibt gesund!“
In welcher Form der T1Day im nächsten Jahr stattfinden kann und wird, ist derzeit noch offen: „Wir hoffen, wieder eine Präsenzveranstaltung zu haben“, sagte Heinemann und verabschiedete alle: „Bleibt gesund! Bis nächstes Jahr …“
DiaTec zum zehnten Mal
Dem T1Day vorausgegangen war ein zweitägiger Kongress über Diabetes-Technologie für Experten, der zum zehnten Mal stattfand: die DiaTec 2021, unter dem Motto „Die digitale Diabetespraxis“. Das Vortragsspektrum umfasste nahezu alles, was man sich zu diesem Themenkomplex vorstellen kann. Über 700 Ärzte und Diabetesberatungskräfte nahmen teil.
Kreative Köpfe für digitale Lösungen: Das sind die virtuell anwesenden Finalisten des bytes4diabetes-Awards.
Große Umfrage zu Diabetes-Technologie
Außerdem gab es u. a. ein großes Symposium des Unternehmens Berlin-Chemie, in dem wie in den vergangenen Jahren der Digitalisierungs- und Technologie-Report (D.U.T-Report) vorgestellt wurde, in der Neuauflage 2021. Zu finden ist die große Umfrage zu Diabetes-Technologie, ergänzt um elf Artikel, unter www.dut-report.de. Verliehen wurden auch die bytes4diabetes-Awards für besondere technologische Ideen und Entwicklungen.
Autorin:
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Erschienen in: Diabetes-Journal, 2021; 70 (3) Seite 12-13
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stephanie-haack postete ein Update vor 2 Tagen, 18 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 2 Tagen, 20 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 2 Tagen, 18 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?

