Der Weg ist das Ziel: Mit Freude zum Wunschgewicht

2 Minuten

Der Weg ist das Ziel: Mit Freude zum Wunschgewicht | Foto: ljubaphoto - gettyimages
Foto: ljubaphoto - gettyimages
Der Weg ist das Ziel: Mit Freude zum Wunschgewicht

Ohne klares Ziel steuert ein Schiff ins Nirgendwo. Ähnlich ist es beim Vorhaben, aktiv etwas für ein gesundes Gewicht zu tun. Wie lassen sich Ziele definieren und erfolgreich im Alltag umsetzen, um mit Freude zum Wunschgewicht zu kommen?

In der Diabetologie geht es sehr oft um Zahlen, zum Beispiel um gesteckte Blutzucker-Ziele, Zeiten im Zielbereich (Time in Range, TIR) oder auch das Anstreben des Ziel-Körpergewichts. Zahlen lösen allerdings oft keine besonders positiven Emotionen aus. Ob eine fünf- bis zehnprozentige Gewichtsabnahme wirklich ein breites Lächeln ins Gesicht zaubert, ist fraglich. Für die meisten Menschen ist Erlebbares mit deutlich mehr Glück und Freude verbunden.

Ziele in Erlebbares umformulieren

Es ergibt also mehr Sinn, individuelle Ziele aus einem anderen Blickwinkel heraus zu definieren. Wie wäre es zum Beispiel hiermit: „Mein Ziel ist, wieder so beweglich zu werden, dass ich mir selbst ohne Hilfe die Socken und Schnürschuhe anziehen kann.“ Oder: „Ich möchte wieder ein paar Treppen steigen können, ohne dabei völlig aus der Puste zu sein.“ Ein weiteres erlebbares Ziel könnte sein, wieder in die Lieblings-Jeans zu passen, ohne dass sie zwickt.

Ziele achtsam verfolgen

Das Mantra „Der Weg ist das Ziel“ soll helfen, achtsamer mit eigenen Ressourcen umzugehen. Sprich: im Tun bewusst Freude sowie Genuss zu empfinden und auch offen zu sein für neue, alternative Wege. Dennoch ist es wichtig, sich zuerst klarzumachen, wohin die persönliche Reise gehen soll, also das Ziel ganz klar vor Augen zu haben. Wichtig ist hierbei auch, zu überlegen, warum es genau dieses Ziel sein soll. Insbesondere beim Thema Abnehmen, das enorm viel Kraft, Ausdauer und Geduld abverlangt, lohnt sich die Frage nach dem Ziel und dem Warum.

Ziele, die glücklich machen

Die SMART-Ziele sind dafür eine gute Methode. SMART steht für Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch und Terminiert. Hier gilt es, sich selbst zu fragen: Was will ich? Wie will ich es messen, um zu wissen, wie weit ich bin? Warum will ich mein Ziel erreichen? Wie realistisch ist mein Wunsch und wann will ich mein Ziel erreicht haben?

In einer Coaching-Methode, dem Zürcher Ressourcen Modell, wird dabei sehr auf das „A“ geachtet: Wie „attraktiv“ ist dieses Ziel für jeden Einzelnen? Oder auch: Wie emotional packt mich das Ziel? Der Erfolg, sich auf den Weg zu machen und am Ende auch sein Ziel zu erreichen, hängt ganz entscheidend davon ab. Erst wenn der Gedanke an das eine ganz individuelle Ziel den Menschen strahlen lässt, ist es sinnvoll, sich auf den Weg zu machen.

Rubrik ÜBER Gewicht

Hier dreht sich alles ums Thema Gewicht. Die Expertinnen Kirsten Metternich von Wolff und Dr. Astrid Tombek geben Tipps und Anregungen. Sie erklären, was rund ums Thema wichtig, hilfreich und interessant ist. Wer Fragen oder Anregungen hat, kann gern eine E-Mail schreiben an: info@metternich24.de.


von Dr. oec. troph. Astrid Tombek

Dr. Astrid Tombek ist Diplom-Oecotrophologin (Ernährungswissenschaftlerin), Diabetesberaterin DDG und Bereichsleiterin der Abteilung Diabetes- und Ernährungsberatung an der Diabetes-Klinik Mergentheim. Sie ist in diversen Organisationen und Fachgesellschaften engagiert und seit vielen Jahren Redakteurin der Zeitschrift Diabetes-Anker (vormals Diabetes-Journal).

Erschienen in: Diabetes-Anker, 2025; 73 (1/2) Seite 20

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Ähnliche Beiträge

Kurse und digitale Unterstützung: Was beim Abnehmen helfen kann
Viele Menschen mit Diabetes kämpfen mit Übergewicht – und oft fehlt ein klarer Einstieg ins Abnehmen. Digitale Gesundheitsanwendungen sowie spezielle Kurse für Ernährungsberatung und Bewegungsangebote können Unterstützung bieten, den Prozess langfristig zu strukturieren.
Kurse und digitale Unterstützung: Was beim Abnehmen helfen kann | Foto: Studio Romantic – stock.adobe.com

2 Minuten

Mehr Lebensqualität: Abnehmen – eine schwierige Aufgabe
Wenn schon wenige Pfunde verschwunden sind, atmet die Gesundheit auf. Die Seele freut sich, der Stoffwechsel und jede Körperzelle auch. Nur warum funktioniert es so oft nicht?
Mehr Lebensqualität: Abnehmen – eine schwierige Aufgabe | Foto: Zorica Nastasic – Getty Images

2 Minuten

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

  • moira postete ein Update vor 1 Monat

    Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
    War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?

Verbände